In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk schwärmte der Weltklassegeiger Frank Peter Zimmermann, selbst ein begeisterter Kammermusiker vom Hagen-Quartett und dessen Interpretation der Streichquartette von Janacek.
Anlass genug, dem nachzugehen und Vergleichshören zu starten.
Da kam natürlich das Alban-Berg-Quartett in frage. Als die Aufnahme erschien, meint W Goertz:"Das Alban Berg Quartett ist erst vor zwei Jahren dazu gekommen, die beiden Streichquartette von Leos Janacek aufzunehmen. Eine heiß ersehnte, längst überfällige Tat. Mich beeindruckt an dieser Aufnahme die geradezu selbstverständliche idiomatische Atmosphäre."
Mein Höreindruck ist, dass das Berg-Quartett um einiges intensiver spielt als die Hagens. Ich kann jedem den Vergleich des letzten Satzes von "intimate letters" empfehlen. Sicher wird Zimmermann diese Aufnahme kennen? Zumal er von sich selbst behauptete, viel vom dem erst verdienten ersten Geld als Solist in die Plattenläden getragen zu haben.
Nun, er hat sicher einen anderen Geschmack.
Erleichert wird die Wahl dieser Aufnahme nicht nur durch günstigeren Preis, sondern die wunderbare Zugabe. Leonskaja spielt einen der herrlichen Dvorak-Sätze, das Andante aus dem Quintett op.81, mit dem Berg- Quartett.Perfekt.