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Streichquartette 1-6 Doppel-CD

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Audio-CD, Doppel-CD, 28. April 2006
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Produktinformation

  • Komponist: Bela Bartok
  • Audio CD (28. April 2006)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Plg Classics (Warner)
  • Spieldauer: 151 Minuten
  • ASIN: B000F2C92K
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Ich besitze vom Alban-Berg-Quartett bereits Aufnahmen der späten Beethoven-Streichquartette, deren Interpretation mich restlos begeisterte.
Und auch bei den vollständigen (insgesamt sechs) Streichquartetten Bartóks beeindrucken die vier Musiker mit einem perfekten und musikantischem Zusammenspiel in Timing, Dynamik und Klangfarbe. Entweder arbeiteten sie akribisch und besessen an Details oder sie sind unerhört traumwandlerisch aufeinander eingestimmt. Jedenfalls kann man sich nur wundern.
Bartóks Musik lebt und atmet so üppig, dann wieder so poetisch unter den Fingern dieser Meister ihrer Instrumtente. Da werden die schwierigsten Sechszehnteltriolen des Cellos eben nicht weggehuscht, sondern aggressiv (und intonationssicher) angegangen.
Über das 3. und 4. Streichquartett ist ja vieles geschrieben worden. Die Signalwirkung für die Neue Musik in spieltechnisch neuer Behandlung innerhalb der Gattung Streichquartett ist offensichtlich: zahllose Glissandi, das hier erstmals eingesetzte Bartók-Pizzikato, ein komplett im herkömmlichen Pizzicato komponierter Satz und der kernige und kraftvolle Gestus dieser Musik.
Das 6.Streichquartett überzeugte mich besonders wegen der Nuancen und besonderen Sensibilität der Interpreten.
Die Farbigkeit und Reichhaltigkeit des kompositorischen Füllhorns, das Bartók in den sechs über mehrere Jahrzehnte seines Schaffens geschriebenen Streichquartetten ausschüttete, enstpricht dem Spiel des Alban-Berg-Quintetts in seiner Tiefe, seiner bezwingenden Kraft, seiner Lebendigkeit.
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Von Caliban TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 10. September 2010
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Ich habe diese Aufnahme wegen der beiden Rezensionen auf dieser Seite erworben und wurde nicht enttäuscht; insoweit auch meinen herzlichen Dank! Bislang kannte ich die Aufnahme des Emerson-Quartetts recht gut und habe sie sehr oft gehört. Erst die Begegnung mit den beiden Einspielungen des Zehetmair-Quaretts bei einem Bekannten Streichquartette 4 & 5 und Bela Bartok / Karl Amadeus Hartmann, die leider beide extrem teuer sind und nur Quartette 4 und 5 betreffen, rüttelte mich ziemlich auf. Im Vergleich erscheint mit die Einspielung des Emerson-Quartetts heute deutlich zu glatt und geht vielen musikalischen Ideen nicht ausreichend nach. Bei den Zehetmairs hingegen überzeugen nicht nur die stark rhythmischen Passagen. Vielmehr werden auch die dunkel-schmerzhaften Kantilenen expressiver ausgearbeitet und die Stellen, an denen das Geräuschhafte der Musik in den Vordergrund tirtt, sind klarer strukturiert und besser durchhörbar. Deshalb wollte ich wissen, wie die übrigen Quartette wohl klingen, wenn man in ähnlicher Weise so angeht.

Die vorliegende Einspielung steht aber in erster Linie für sich selbst. Hier erhalten alle Sätze ihren musikalischen Sinn. Dies gilt nicht nur für die Höhepunkte (dazu zählen das 4. und das 5), sondern beginnt schon beim 1. Satz des 1. Quartetts. Hier irrt der Hörer leicht ab und verliert den roten Faden.
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Kommentar 15 von 17 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Von Andre Arnold TOP 1000 REZENSENT am 24. Oktober 2010
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Der ungarische Komponist Béla Bartók (1881-1945) lieferte keinen unerheblichen Beitrag zur zeitgenössischen Kammermusik. Seine sechs Streichquartette dürfen getrost als einer der Schwerpunkte seines Gesamtoeuvres angesehen werden. Seine Quartette sind die größtmögliche musikalisch konzentrierter Essenz. Demnach darf der geneigte Hörer hier nichts anderes erwarten als schwere Kost.

Das zeigt gleich sein erstes Quartett in a moll, dessen enorme Klangdichte, besonders im einleitenden Lento sogleich in seinen Bann zieht. Man höre sich nur den mäßig schnellen zweiten Satz an, der durch kühne Modulationen eine beklemmende Atmosphäre erzeugt. Das Finale eröffnet mit einer beißenden Introduktion. Auch hier hält der Komponist die Spannung bis zum Ende aufrecht, um sie dann beinahe preiszugeben.
Ebenfalls in a moll steht das zweite Quartett, das mit einem mäßig schnellen Satz eröffnet. Im Allegro fahren die Stimmen wild ineinander und erzeugen so einen schwer zu durchdringenden Klangteppich. Das Finale lässt das Werk kontemplativ ausklingen.
Das konzentrierteste und knappste aller Bartók Quartette ist das dritte in cis moll. Die Atmosphäre des ersten Satzes ist bis an den Rand mit Sinn gefüllt, ist dicht und schier undurchdringlich. Im zweiten Satz wird die Spannung durch lang ausgehaltene Töne noch mehr gesteigert, um sich im Finale, der "Ricapitolazione della prima Parte", fordernd zu entladen.
Während die ersten drei Quartette alle in Moll standen, so stehen die späteren allesamt in Dur. Das fünfsätzige C Dur Quartett zeigt die typischen Merkmale des reifen Bartók, der teils stark changierende Elemente aneinanderreiht.
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3 Kommentare 5 von 8 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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