Kurzbeschreibung
Das Streichquartett ist neben der Symphonie und der Instrumentalsonate die wichtigste Gattung der neueren Musikgeschichte. Mit ihrem Satz zu vier obligaten und virtuell gleichberechtigten Stimmen gilt sie vielfach als die anspruchsvollste Kompositionsgattung überhaupt. Finscher verfolgt ihre Entwicklung vom 18.Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart anhand der zentralen Stationen von Haydn bis zu Schostakowitsch, ohne deswegen die Nebenwege zu vernachlässigen. Ergänzt wird der Band durch vier weitere Artikel: Streichquartett-Ensemble, Streichquintett, Streichsextett und Streichtrio. Auf diese Weise entsteht ein umfassender historischer Überblick über die unterschiedlichen Formen der Streicherkammermusik. Abgeschlossen wird der Band durch eine bis zum Jahr 2001 reichende Auswahlbibliographie.
Autorenporträt
Ludwig Finscher, geboren 1930, studierte 1949-1954 Musikwissenschaft in Göttingen, promovierte 1954 und habiliterte sich 1967 bei Walter Wiora in Saarbrücken mit einer Untersuchung über die Entstehung des klassischen Streichquartetts. 1968-1981 war er Ordinarius für Musikwissenschaft in Frankfurt, 1981-1995 dgl. in Heidelberg. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Musik der Josquin-Zeit und die Wiener Klassik. Seit 1994 ist er Herausgeber der neuen MGG.