Nach dem Siegeszug von ,Don't You', ,Once Upon A Time' und dem darauffolgenden glorreichen Live Album pochten die Simple Minds auf ihr Recht zur Veränderung und nahmen unter der Regie von Trevor Horn ,Street Fighting Years' auf. Horn war eine gute Wahl, den er machte aus größtenteils mageren songs eine - zumindest arrangementmäßig - eindrucksvolle Platte.
Nicht dass die Lieder hier drauf schlecht wären, nur haben sie größtenteils einfach keine einprägsamen hooks. Harmonisch ist das alles sehr ansprechend, aber bis auf ,Kick It In' und die beiden single Hits ,Mandela Day' und ,Belfast Child' bleiben diese songs einfach kaum hängen. (Das Peter Gabriel cover ,Biko' zähl' ich hier nicht mit, zumal es sich vom Original nur marginal unterscheidet) .So ist man am Ende des Albums zwar beeindruckt durch die tw. fast symphonisch anmutenden tracks, aber nicht überzeugt.
Das Gitarrespiel Burchills rückt hier übrigens in weite Ferne von dem im wieder gern angebrachten Vergleich mit The Edge. Er wird hier fast nur zum Lead Gitarristen ,degradiert', die tragenden parts haben (es ist halt eine TH Produktion) die keyboards. Schön aber, dass Horn hier fast gänzlich auf elektronische drums verzichtet hat, das ist ein Grund warum dieses Album recht gut gealtert ist.
Erfolgreich war dieses Album allemal, gleichzeitig aber auch das letzte UK No.1 Album, danach begann ihr Stern zu sinken und das obwohl der Nachfolger ,Real Life'
eigentlich die ungleich besseren songs hatte als ,Street Fighting Years'. 3 Sterne für die Simple Minds - den 4ten verdanken Sie Trevor Horn, der ihre damalige Erfolgsserie nochmals prolongierte.