...aber auf alle Fälle nicht schlechter. Ganz im Gegenteil die Jungs von West Coast Customs rund um den Besitzer Ryan lernt man auf eine ganz andere Weise kennen, als im Konsumglitzer von MTV. Hier dreht es sich wirklich ums Geschäft und nicht um die Rostlauben junger Kalifornier, die mal im Fernsehen sein wollen.
WCC baut in jeder der sechs Episoden ein bis zwei Wagen um. Es handelt sich um Kundenaufträge und wen wundert es, dass die Jungs sich die Creme de lá creme hier ausgesucht haben: vom CSI-Schaupspieler, über die Modefirma bis hin zu persönlichen Freunden wie Shaq "Attac" O'Neill. Die 45 Minuten je Episode sind angenehm zu sehen, auch wenn die Essenz der Umbauten manchmal in den Hintergrund rückt. Hier wird oft und schnell deutlich was es heißt in Amerika zu arbeiten "Hire 'n' Fire" ist auch bei WCC ein deutliches Thema. Sie machen wenig Hehl daraus in den Folgen den Streit, Demotivation und Probleme wie in einer Soapopera medial auszuschalchten.
Aber das gehört auf alle Fälle dazu und in gewohnter Weise wird FSK-gerecht ein Großteil ausgepiept. Allerdings sind sie in der deutschen Synchro nicht zimperlich und es fallen durchaus Schimpfworte...aber ohne müßten die Zwistigkeiten mit einem Dauerton ausgebelndet werden.
Der Aufstieg von WCC ist deutlich im Vergleich zur Garage, die sie noch bei PmR hatten. Man gewinnt tiefere Einblicke und lernt deutlich mehr über die Charaktere bei WCC: Big Dane, ISH, Ryan...netter Haufen, coole Umbauten und für 15 Euro eine für mich gute 4-Sterne-DVD für ein verregnetes Fernsehwochenende für alle, die gerne mal sehen wollen, was man mit Kreativität und Handwerk erreichen kann.