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Strauss, Richard - Elektra


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Produktinformation

  • Darsteller: Éva Marton, Brigitte Fassbaender, Cheryl Studer, Franz Grundheber
  • Regisseur(e): Harry Kupfer
  • Künstler: Claudio Abbado
  • Format: Classical, Vollbild, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Französisch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Niederländisch (Unknown), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Naxos Deutschland GmbH
  • Erscheinungstermin: 10. April 2000
  • Produktionsjahr: 1989
  • Spieldauer: 109 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004T8GT
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 140.779 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Auf der DVD ist der Strauss-Einakter in zwei Tonformaten gespeichert: in linearem PCM-Stereo und digitalisiertem, besser klingendem Dolby-Stereo. Zum richtigen Verständnis des schwierigen Librettos wurden Untertitel in Deutsch, Englisch und Französisch angelegt. Das erhellende Begleitbüchlein erzählt auf 40 Seiten die Entstehungsgeschichte der Oper und liefert Hintergrundinfos zur Aufführung in Wien. --Harald Kepler

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Richard Strauss (1864–1949) hat in seiner Laufbahn mit mehreren Textdichtern erfolgreich zusammengearbeitet, die Kooperation mit Hugo von Hofmannsthal war allerdings besonders fruchtbar. Die beiden haben sich bei den Bühnenschöpfungen Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos und Josephs-Legende hervorragend ergänzt. Und sie waren auch bei Die Frau ohne Schatten, Die ägyptische Helena und Arabella ein funktionierendes Team. Das erste gemeinsame Werk war Anfang des 20. Jahrhunderts Elektra. Hofmannsthal schrieb für diese früh expressionistische Sinfonieoper in einem Aufzug ein beeindruckendes Libretto nach der gleichnamigen antiken Vorlage von Sophokles. Strauss vertonte die Tragödie mit einer kühnen Harmonik, harten Dissonanzen und geschichteten polytonalen Strukturen.

1989, 80 Jahre nach der Uraufführung in Dresden, entstand in Co-Produktion von ORF, Bayerischem Rundfunk, ABC Australia u.a. eine Fernsehfassung des beklemmend-schaurigen Stoffes, die inzwischen käuflich zu erwerben ist. Diese Edition glänzt mit exzellenten Mitwirkenden: Chor und Orchester der Wiener Staatsoper unter Claudio Abbado geben die elementare Wucht von Straussens Musik adäquat wieder; Eva Marton (Elektra), Brigitte Fassbaender (Klytämnestra), Cheryl Studer (Chrysothemis) und Franz Grundheber (Orest) interpretieren die Hauptrollen mit einer ausleuchtenden Figurenpsychologie; Hans Schavernoch hat für das Drama der Begierden und Albträume ein düster-apokalyptisches Bühnenbild erschaffen; und Bühnenregisseur Harry Kupfer machte aus dem Stück eine Reise ins Innere, in deren Verlauf die Protagonisten unentschieden zwischen Selbstfindung und Selbstaufgabe pendeln. --Harald Kepler

Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Raimund Kaemper am 5. Juli 2005
Format: DVD Verifizierter Kauf
Der Abend wird nach meiner Meinung eindeutig durch das hervorragende Dirigat von Claudio Abbado bestimmt. Wie er die Musik von Strauss umsetzt mit allen Extremen, dabei die Sänger nie zudeckt, ist einmalig. Hass, Liebe, Verzweiflung und nicht zuletzt Zärtlichkeit- ohne Sentimentalität in der Ekennungsszene
habe ich nur einmal in dieser Intensität gehört: in einer konzertanten Aufführung mit den Berl. Philharmonikern auch unter
Abbado.
Ich habe seit 1950 Elektra häufig gehört, wobei ich mich an nichts vergleichbares erinnere. Allenfalls Inge Borkh in der Titelrolle würde ich wegen ihrer Wortverständlichkeit und
Ausdrucksfähigkeit noch vor Eva Marton ohne deren Leistung abwerten zu wollen setzen. Die DVD wird sicher nicht die wirkliche Atmosphäre wiedergeben können, aber sie gibt immerhin einen starken Eindruck.
Im übrigen darf ich zu der einen oder anderen Äusserung meiner
"Mitkritiker" bemerken, dass es sich bei Elektra nicht um Rosenkavalier oder Arabella handelt.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Timo am 17. Juli 2002
Format: DVD
Ich muß für diese Aufnahme in die Bresche springen. Sicherlich ist die lyrische Phase der Orest Szene von Herrn Abaddo nicht optimal gelöst worden, wenn man dann aber die Marton dazu singen hört und spielen sieht, ist
das alles vergessen. Sie ist für mich eine perfekte Elektra. Böse und voller Rache bis aufs Blut und das hört man in jedem Wort. Wer singt schon "Ich steh da und seh dich endlich sterben" in einem so haßerfüllten Ton oder "Es ist nicht wahr" mit so viel Verzweiflung in der Stimme. Dieses alles geht jedoch nicht auf Kosten der Noten, die erreicht sie immer, und wie! Ihre Darstellung ist phänomenal, sie verausgabt sich total und wenn sie dann während dieser unglaublichen Musik vor Klytämnestras Mord, in die Kamera starrt, zittert und wirklich weint, sind das Momente ganz großen Theaters.
Die Fassbaender übertrifft fast alle ihrer Kolleginnen in der sängerischen Gestaltung der Partie und ist schlichtweg genial! Cheryl Studer ist wirklich eine Grundsolide Chrysothemnis.
Das Dirigat von Herrn Abaddo Ist derart energisch und Spannungsgeladen, das ich es vor Barenboim, Böhm, Ozawa und Solti setzen würde. Es hat dieses Flimmern und unglaubiche Agressionen in sich.
Ein Muß schon wegen der drei Sängerinnen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Der Wanderer VINE-PRODUKTTESTER am 17. April 2009
Format: DVD Verifizierter Kauf
Welche Einblicke in einen Opernabend doch die Verfilmung und digitale Aufbereitung dem Klassikfan beschert: Da betritt ein noch jugendlich wirkender Claudio Abbado sichtlich hochgestimmt das Dirigentenpult, wird auch mit Bravos empfangen. Zum Schlussapplaus eilt er erschöpft aber wohl glücklich auf die Bühne und sieht sich - wie der Zuschauer nun daheim auch - einem wilden Buhsturm gegenüber, was ihn sichtlich erstarren lässt. Cooler geht der buhsturmgewohnte Harry Kupfer mit seinem Ausstattungsteam mit den ja fast traditionellen Buhs um.

Was war da passiert? Warum schaut man sich dann nach 20 Jahren diese Elektra fasziniert an? Die üblichen Wiener Intrigen? Abbado zu laut, keine Elfenmusik dirigiert?

Ja, Abbado dirigiert keine Elfenmusik, um dieses wohl auch nicht ernst germeinte typisch Straussche Bonmot aufzugreifen. Ich möchte auch nicht dem Klischee verfallen, der Mahler- und Moderne-Musik erfahrene Dirigent arbeite die die modernen Züge der Partitur heraus, obwohl man viele Details klar vernimmt. Nein, der oft ja gerade in der Oper wie gehemmt dirigienden Abbado geht hier einfach leidenschaftlich in die Vollen, eine gewisse "Italianita" (doch wieder ein Klischee) überstrahlt die Düsternis, sicher laut, aber auf der DVD geht keine Stimme unter ( wie vielleicht live). Und so trifft er den Strauss-Tonfall, der sich ja gerne zum germanischen Hellenen stilisierte, kongenial - die Musik erlebt ihre Höhepunkte ja im strahlenden Triumph und nicht in der düsternen Tragik - alles Walzer ja auch hier schon im orgiastischen Schluss ( so ist für mich der Rosenkavalier gar kein richtiger Rückschritt).

Das kontrastiert, aber ergänzt sich gut mit Kupfers düsteren Bildern.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nikolaus Neugrodda am 22. November 2010
Format: DVD
Diese Elektra ist eine solide Live wiedergabe aus der Staatsoper nicht mehr und nicht weniger. Von einer Refrenzaufnahme ist sie meilenweit entfernt, wie von einer Missinterpretation wie man an der Reaktion des manchmal unfairsten ungezogensten und widerlichsten Publikums der Openrszene annehmen könnte. Die Wiener sind so. Sie wollten Abaddo an diesem Abend mal so richtig fertigmachen. Er hatte ein "Verbrechen" begangen, in dem er nach Berlin wechselte. Zu den "Saupreißen" nach Berlin. Das lassen wir uns nicht bieten. Ein Buh Orkan, der völlig unangemessen war erschütterte ihn ins Mark. Sein Dirigat ist hervoragen, er schreckt nicht wie man beispielsweise bei der 6. Mahler, einem ähnlich dramtischen Werk in einigen Magazinen lesen konnte vor der Brutalität dieses "Horrorthrillers" für drei Frauen (die wesentlichen Rollen sind Frauen) zurück. Kommen wir zu den Einzelbewertungen:
Eva Marton ist eine solide Elektra, ihr Sopran ist durchaus dramatisch ohne allerdings an die berühmte Nilsson Trompete heranzureichen. Ihr Akzent ist tolerabel. Einige Fehler in dem Lernen des Textes sind zu kritisieren. Ich habed as Beil nicht geben können. Das "ihm" fehlt.
Als Chrysosthenis ist die Studer zu hören. Der Vergleich ist ein bisschen Unfair ,mit der Rysanek. Aber sie schlägt sich wacker.
Als Klytamanestra ist die Fassbaender deutlich schwächer zu sehen als Mignon Dunn. Schon als Fricka unter Karajan (es gibt in dieser Rolle nur eine Frau Ludwig) gefällt sie mir nicht ihre Stimme ist viel zu lyrisch für eine schizofrene Mörderin. Sie ist eine brilliante Schubertsche Liedsingerin. Die Wortverständlichkeit ist daher immer gegeben,
Das Dirigat ist spannend und mitreissend. das orchester spielt durchaus akzeptabel.Störend sind einige Kieckser im Blech vor allen bei den Hörnern
Die Regie kupferisches Regietheater nicht ganz so schlimm wie in Bayreuth
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