Die Inszenierung ist wie in Wien von Otto Schenk, die Rosalinde von Pamela Coburn ist meiner Meinung nicht hölzern, sondern sie ist und bleibt Dame, und man kann nur sagen, daß die Rosalinde ja nicht gerade eine einfache Partie in gesanglicher Hinsicht ist, Brigitte Fassbaender ist als Orlofsky immer noch die/der Beste, Janet Perry eine bezaubernde, quirrlige Adele mit guter Stimme und die Adele ist ja auch eine dankbarere Partie, Eberhard Wächter ist zwar stimmlich nicht ganz auf der Höhe, so wie ich ihn in Wien hörte, aber er bleibt der beste Eisenstein nach Fred Liewehr (er hat ja diese Partie auch bei ihm einstudiert). Josef Hopferwieser ein komödiantischer Alfred und die Herren Wolfgang Brendel, Benno Kusche und Ferry Gruber ganz in der Art, wie es sich gehört. Franz Muxeneder hat den Frosch bei Otto Schenk gelernt und ist deshalb gut - und Carlos Kleiber dirigiert Johann Strauss genauso wie er Wagner oder Verdi dirigiert, also ganz bei der Sache und noch mit dem dazugehörigen Humor. Das Bayrische Staatsorchester ist blendend und kann es mit den Wiener Philharmonikern wohl aufnehmen und der Chor der Bayrischen Staatsoper ist blendend, eine Fledermaus zur Ergänzung zu den anderen zu empfehlen.