Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auch der Walzer ist ein Lebensgefühl...,
Von Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Strauß-Edition (Die schönsten Walzer und Polkas) (Audio CD)
Zum Ausdruck größter Festlichkeit wird von jeher Walzer getanzt, und nicht nur in der Silvesternacht und an Neujahr. Johann Strauss (1825-1899) überwächst seinen gleichnamigen Vater noch an Ruhm, wenn es um festliche Walzer, Polkas und Märsche geht. Nicht umsonst gilt er als der Walzerkönig und das Wien seiner Zeit wurde als die Hauptstadt der Strauss Dynastie bezeichnet. Seine Kompositionen als bloße Gesellschaftsmusik abzutun, würde ihr nicht gerecht, denn vor allem seine späten Walzer sind von großer thematischer Komplexität und kompositionstechnischer Meisterschaft.Und so hat die Deutsche Grammophon mit der vorliegenden Doppel CD eine wundervolle Anthologie herausgebracht, die die bekanntesten Walzer, Polkas und Märsche des Walzerkönigs enthält, eingespielt von den Wiener Philharmonikern - mit wenigen Ausnahmen - jeweils live im Rahmen des berühmten Neujahrskonzertes. Es werden in ausgezeichneter Tonqualität - aber mit minderwertigem Booklet - Ausschnitte aus verschiedenen Neujahrskonzerten unter verschiedenen Dirigenten dargeboten. Neben den frischen "Morgenblättern" und dem pompösen "Wein, Weib und Gesang" ist Strauss' Visitenkarte, "An der schönen blauen Donau", eingespielt, jener wundervoll brillante Walzer, ohne den die Wiener wohl kaum ihr Neujahrsfest begehen könnten. Ähnlich wie in "G'schichten aus dem Wienerwald", wo der Komponist eine Solozither einsetzt, baut er hier auf eine Spannungssteigerung zu Beginn, die den feierlichen Ausbruch des Walzerthemas noch prickelnder und fesselnder macht. Aber auch die weniger populären Walzer wie die "Wiener Bonbons", die "Accelerationen" und das "Künstlerleben" sind hier perlend und liebevoll dargeboten. Schließlich vermag es ein prächtig gespielter Walzer, uns in Hochstimmung zu versetzen. Wer möchte da schon noch träge sitzen bleiben? Doch spätestens beim unvergleichlichen "Kaiser Walzer" schwingt auch der Ungeübte das Tanzbein. Man darf sich weiterhin am "Frühlingsstimmen" Walzer und an den "Rosen aus dem Süden" ergötzen. Und wem das immer noch nicht reicht und wer immer noch nicht gänzlich davon überzeugt ist, dass Strauss keine banalen Walzer komponierte, dem wird es spätestens beim monumentalen "Wiener Blut" heiß und kalt den Rücken hinunterlaufen. Wieder ist es die thematische Fülle und die Schwindel erregende Spannungssteigerung, die in ihren Bann ziehen und die freudigen Ausbrüche beinahe ergreifend machen. Berühmte Polkas wie die "Annen Polka", die "Tritsch Tratsch Polka" oder die "Pizzicato Polka" erscheinen hier genauso schillernd wie die weniger bekannten Polkas "Auf der Jagd", "Vergnügungszug" oder "Eljen a Magyar!". Zum Einläuten des neuen Jahres wird von jeher "Unter Donner und Blitz" gespielt, dessen ausgelassene, fröhliche Stimmung immer wieder berauschen. Besonders delikat wird hier die berühmte Polka "Leichtes Blut" dargeboten, nämlich mit den Wiener Sängerknaben. Wer kennt nicht den wunderbaren "Persischen Marsch" oder den als i Tüpfelchen eingespielten "Radetzky Marsch" von Johann Strauss' Vater? Als Zugabe gibt's noch das "Perpetuum mobile", ein kurzes kesses Stück, das der Tonsetzer als "musikalischen Scherz" veröffentlichte, den "Banditen Galopp" aus der Operette "Prinz Methusalem" und die Strauss' kompositorische Meisterschaft bekundende Ouvertüre zur "Fledermaus". Die Dirigenten dieser Aufnahme schaffen es in eindrucksvoller Art und Weise, sich auf diese "leichte Klassik" einzulassen und ein Feuerwerk der Extraklasse zu liefern. Neben Willi Boskovsky, der dem Neujahrskonzert in erster Instanz zu seinem heutigen Ruhm verhalf und der im Stile Strauss' stets mit der Geige dirigierte, Herbert von Karajan, der ja ein Spezialist auf dem Gebiet des Wiener Walzers ist, und Claudio Abbado, der eine sehr gute Figur macht, ist es Lorin Maazel, dessen differenziertes, nuancenreiches und transparentes Dirigat die vorliegende Anthologie zu einem wahren Hochgenuss werden lässt. Karl Böhm bekommt nur die "Rosen aus dem Süden" zugestanden, die er aber dafür in herausragender Manier zu Gehör bringt. Die perfekte musikalische Leistung der Wiener Philharmoniker zu loben, wäre müßig, sie erweisen sich auch hier als Koryphäen der Wiener Vergnügungsmusik. Fazit: Der Walzer kann uns bannen und fesseln, vielleicht noch mehr als andere Tänze. Mit dieser Zusammenstellung kann man nichts falsch machen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|