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Man ging Experimente ein mit dem sehr soliden Opener "Maniac Dance", gleichzeitig der ersten Single. Der Song ist ungewöhnlich, aber für Strato-Verhälnisse erfrischend anders. Gefällt nicht auf Anhieb, ist aber interessant. "Fight!!!" anschließend ist eine typische Hymne der Band, up-tempo. Reißt nicht vom Hocker ist aber passabel. Das gleiche gilt für "Just Carry On", stellenweise an "Destiny" erinnernd, natürlich weder so lang noch so kompliziert oder bombastisch.
"Back To Madness" ist dann dagegen sehr komplex und auch progressiv geworden. Wir haben es hier mit einem epischen Werk à la "Infinity" zu tun, das allerdings leider nicht dessen Klasse erreicht. Zwar sind die klassischen Arrangements intelligent gewählt, aber besonders der merkwürdige Operngesang gegen Mitte zerstört die Atmosphäre gewaltig. "Gypsy In Me" ist dann ein weiterer Track zwischen Up- und Mid-Tempo, erinnert etwas an "Just Carry On". Eigentlich nicht erwähnenswert und nichts weiter als ein Lückenfüller.
"Gotterdammerung (Zenith Of Power)" ist meiner Meinung nach der stärkste Track des Albums. Kotipelto singt absolut überzeugend, die Orchestralisierung ist sehr gut und auch der rest der band gibt sein bestes und liefert uns ein überzeugendes Gesamtwerk ab. Wirklich gut, packend und mit einigen sehr interessanten Passagen. Die Queotenballade folgt mit "The Land Of Ice And Snow". Eine kleine aber sehr feine ballade, leider viel zu kurz und streckenweise akkustisch wie damals schon "Celestial Dream". Gegen Ende krachts noch einmal, aber "The Land Of Ice And Snow" ist insgesamt etnspannend und ruhig.
"Leave The Tribe" ist dann ein ruhig beginnender Track, der sich dann zu einem lauten und bombastischen Kracher mausert. Gerade dieser Song besitzt viel Potential, das leider nicht genutzt wurde. Schade.
"United" ist ein weiterer sehr starker Track und einer der klassischeren wie man ihn von Stratovarius erwartet. Überzeugt sehr und macht durchaus Spaß, gegen Ende besonders die Synthesizerfanfaren, die dem Track einen sehr schönen Touch geben.
Aber insgesamt ist das gesamte Album, mal abgesehen von "Götterdammerung (Zenith Of Power)", der viel zu kurzen Ballade "The Land Of Ice And Snow" und dem Rausschmeißer "United" pures Mittelmaß. Fans sollten ruhig zugreifen, allen anderen empfehle ich die vier Vorgängeralben, denn das 2005er Werk "Stratovarius" brauch man nicht wirklich. Da ich die band so eigentlich ganz gerne mag, fällt es mir schwer das hier alles zu schreiben, aber leider ist es so wie es ist: das neue Album ist eine Enttäuschung.
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