Schon als ich das Cover dieser Platte sah (besonders als richtige Schjallplatte) war mir klar, dieses Teil muss was besonderes sein. Beim Anhören wurde ich nicht enttäuscht. Immer wieder bin ich erstaunt, wie ausgeklügelt und durchdacht elektronische Musik schon im Jahr 1976 klingen konnte. Vergleiche mit Kraftwerk sind eigentlich nicht angebracht, jedoch finde ich, dass, obwohl ein ganz anderes Konzept verfolgt wurde, z.B. die "Radioaktivität" oder sogar die Sequenzer auf der "Trans Europa Express" im Vergleich zu dieser LP ziemlich wackelig und unpräzise klingen. Auf "Stratosfear" wird der Moog in Verbindung mit Sequenzer, Flöten und anderen Klangfarben zu einer einzigartigen Komposition verarbeitet. Obwohl ich persönlich die "Ricochet" noch besser finde, haben TD zusammen mit "Force Majeure" mit der LP "Stratosfear" das Höchstmaß an Präzision, Kreativität und Ausdruckskraft erreicht, was zur damaligen Zeit möglich war (und danach leider in dieser form nie wieder praktiziert wurde). Obwohl die Platte homogen anzuhören ist, sind besonders die sTücke 3 und 4 empfehlenswert, wobei das letzte mit seinem Spannungsbogen einen würdigen Abschluss für dieses Meisterstück darstellt.