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Strategie [Gebundene Ausgabe]

Adam Thirlwell , Clara Drechsler , Harald Hellmann
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 318 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 3., Aufl. (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100800486
  • ISBN-13: 978-3100800480
  • Originaltitel: Politics
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 788.472 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Adam Thirlwell
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Thirlwell vereint die essayistische Klarheit eines Montaigne mit dem trockenen Humor eines Buston Keaton." (The Times)

"Ein faszinierender Roman, der Ihre sofortige Aufmerksamkeit verdient." (The Indipendent)

Produktbeschreibungen

Eines der witzigsten, stilistisch elegantesten und absolut originellsten Debüts der letzten Jahre." The Times

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Stärke dieses Buches ist seine formale Seite, der Bruch mit dem Herkömmlichen, die Anarchie des Aufbaus, die willkürliche Dramaturgie, der Nonkonformismus der Perspektive, der erzählerische Ansatz. Seine Schwäche liegt im Sprachlichen, im Duktus, erzwungen auch durch die formale Unkonventionalität. Sein Neckbreaker ist das Fehlen jeglicher Spannung. Das Buch ist darüberhinaus eigentlich völlig uninteressant.

Moshe und Nana verstehen Sex als klimaktischen Aspekt ihrer Beziehung. Das ungleiche Londoner Paar - er ein eher kleiner halbjüdischer Schauspieler, aber „nicht einmal beschnitten", sie eine intelligente, platinblonde Schönheit, zehn Zentimeter größer als Moshe - strengen sich bis zur Selbstaufgabe an, richtig guten, erfüllenden Sex zu haben, aber je mehr sie sich bemühen, umso fataler, erfolgloser, peinlicher wird es. Moshe liebt Nana über alles; Nana ist sich umgekehrt nicht so sicher, gibt aber ihr Bestes. Als Anjali auf den Plan tritt, die Nana liebt, aber mit Moshe jenen Sex hat, den Nana und er so gerne hätten, wird alles nur noch schlimmer, ganz im Gegensatz zur großen Hoffnung, die das Paar bezüglich dieser Menage-a-trois hegte.

Der Sex, durchaus vordergründig geschildert, aber nicht um der Schilderung willen, sondern um das zugrundeliegende, dramatische Mißverständnis zu unterstreichen, hat - bei aller Deftigkeit - symbolischen Charakter. Den seitenlangen und akribischen Darstellungen fehlt auch jegliche Erotik; Moshes und Nanas Gedanken etwa beim devoten Analverkehrsversuch pendeln zwischen überzogen kritischer Selbstbetrachtung und Ängsten um das Verständnis des jeweils anderen, was einem erotischen Grundgefühl, das ohnehin nur imaginiert war, völlig den Garaus macht. Es ist das Paradigma, das verkehrt ist, nicht der Sex - in anderen Worten: Die Strategie (das Buch heißt im Original „Politics"). Aber nicht nur darauf bezieht sich der Titel, sondern hauptsächlich auf den amorphen, scheinbar willkürlichen, zunächst nicht unbedingt lesefreundlichen Aufbau, den der fünfundzwanzigjährige Thirlwell gewählt hat, um exemplarisch jene Mißverständnisse der menschlich-emotionalen Interaktion zu verdeutlichen, die Anstrengungen, es jemandem, auch sich selbst recht zu machen, der auf dieser Ebene eine - falsche - Befriedigung sucht. Es geht um die Liebe, die glückliche, glückbringende Liebe, und die zerstörerische Fatalität eines verkehrten Ansatzes.

Peinliche Dinge tut man, um die Peinlichkeit vor der peinlichen Aktivität hinter sich zu bringen, schreibt Thrilwell, und unterstreicht das mit einer Anekdote, bei der Hitler - angeblich - eine Journalistin bat, ihn zu treten. Solche Exkurse und - manchmal belehrenden - Weisheiten streut der Autor gehäuft in den Text, während er den Leser anspricht, seine Meinung bezüglich der erzählten Geschichte vorgibt, gar den Leser bevormundet. Literarisch ein origineller und interessanter Ansatz, streckenweise auch amüsant, und natürlich mit viel Situationskomik versehen, schließlich ist Thrilwell Brite. Aber eigentlich nervt das Buch hauptsächlich, will sich nicht öffnen, bleibt inhaltlich oberflächlich und schrecklich uninteressant. Eine krude, skurrile Lektüre, die als sprachlich-dramaturgisches Experiment ein gewisses Vergnügen bereitet, als Roman aber eine nicht so große Nummer ist.

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Gutes Buch! Erstens: Schön deftige Sexszenen. Zweitens: Küchenpsychologische Betrachtungen der Spitzenklasse (meine ich gar nicht negativ). Warum kann Moshe nicht, was hindert Nana, warum sprechen sie nicht, wer steigt mit wem ins Bett und warum? Drittens geht es noch um was anderes, der Autor schreibt es selbst ganz offen. Es geht um Güte und Freundlichkeit. Um die Freundlichkeit, die uns hindert, schlechte Verhältnisse zu ändern, um die Güte, die uns aus lauter Gut-Sein-Wollen daran hindert, Probleme anzugehen, nur weil es irgendwem immer wehtut.
Thirlwell meint das ganz offenkundig auch politisch - nicht umsonst zieht er historische Vergleiche, in erster Linie zu osteuropäischen Diktatoren und Dissidenten. Mein Fazit: Ich habe „Strategie" sehr gern gelesen. Ein freches, kluges und in jeder Hinsicht sehr anregendes Buch. Zwar von der Literaturkritik zu Unrecht als absolutes Meisterwerk empfohlen - aber lesen lohnt sich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wunderbarer Roman 14. Juli 2008
Format:Taschenbuch
Dies ist eins der abgefahrensten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Das Buch gefiel mir so gut, daß ich gleich drei weitere Exemplare gekauft und im Freundeskreis verschenkt habe.
Die Reaktionen auf mein Geschenk waren gespalten: zwei beschenkte Freunde fanden das Buch 'langweilig, merkwürdig geschrieben, sprachlich seltsam' (sie haben es nicht zu Ende gelesen) und die beschenkte Freundin war von dem Buch genauso begeistert wie ich.
Wir waren beide traurig, als wir das Buch beendet hatten und wären am liebsten gleich wieder von vorne angefangen um uns nicht vom Buch und auch nicht von den Protagonisten trennen zu müssen.
Die Meinungen zu diesem Buch gehen, wie auch die Rezensionen zeigen, also sehr auseinander.
Mir sind die Protagonisten dieses Buchs beim Lesen sehr ans Herz gewachsen, obwohl, oder vielleicht gerade weil, man sich die ganze Zeit fragt: Warum tun die Armen sich das eigentlich an?
Was tun sie sich an? Diverse Sexspielchen, die sie nur deshalb durchführen, weil sie denken, das mache man eben heutzutage so und es müsse zum Repertoire eines jeden Sexerfahrenen dazu gehören.
Sehr amüsant.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Absoluter Schrott!
Ich habe das Buch vor der Hälfte aufgehört zu lesen. Vielleicht bin ich mit meinen 40 Jahren zu alt dazu und es interessiert eher Leser um die 15 Jahre. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. April 2008 von Avantgardistin
Von der Schwierigkeit glücklich zu sein
Das moderne London, die Kunststudentin Nana verliebt sich in den Schauspieler Moshe. Das scheint eine einfache und gleichzeitig komplizierte Situation, der junge englische... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. September 2006 von Holger Petersen
Möchtegerngeschwafel
Anfangs denkt man noch: Netter Wortwitz! Aber das ändert sich schnell und je länger ich in diesem Buch laß, umso weniger interessierte mich die Geschichte und umso... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. September 2005 von Thomas C. Mayer
Warnung vor diesem Werk!
Mich hat das Buch einfach nur schwer enttäuscht. Von einer literarischen Meisterleistung eines jungen neuen Talents ist hier in keiner Zeile etwas zu erahnen. Lesen Sie weiter...
Am 22. Juli 2005 veröffentlicht
Sex sells??
Ich bin völlig ohne Ansprüche an dieses Buch herangegangen und trotzdem wurde ich enttäuscht. Geht das? Ja! Adam Thirlwell hat es geschafft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2005 von deathdealer92618
ambivalent
Nach der Lektüre dieses Buche hatte ich vor allem eines im Kopf: Ein ganz großes Fragezeichen. Lesen Sie weiter...
Am 14. Juli 2005 veröffentlicht
Eines der langweiligsten Bücher der letzten Jahre....
...wenn nicht sogar das langweiligste! Nachdem Cover (sie werden erröten, sie werden erblassen) und Rückseite neugierig gemacht haben, ist das Buch eine herbe... Lesen Sie weiter...
Am 12. Juli 2005 veröffentlicht
Don't believe the hype!
Leider hält er nicht, was die Medien versprochen haben. Obwohl Thirlwell sich bemüht tiefgründig zu wirken, bleibt alles irgendwie blass: die Charaktere, die Story,... Lesen Sie weiter...
Am 26. Januar 2005 veröffentlicht
ironisch sensible mischung
sehr gutes, sehr frei erzähltes buch. zudem unterhaltsam und vorallem sensibel. daß ironie der sensibilität nicht im wege stehen muß beweißt thirlwell... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juli 2004 von caw
Strategie wofür?
Diese Buch hat mich mehr als entäuscht. In der Zeit wurde es positiv erwähnt, reichlich Werbung betrieben und dann das. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juli 2004 von "ossipbachmann"
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