Die Autoren vermitteln eine Strategie des Übersetzens in erster Linie für Studierende: der Leser hält ein Lehrbuch in der Hand. Ausgangspunkt der Überlegungen ist, daß das Übersetzen eine textgebundene Kommunikation ist. Daher kann die richtige Strategie - genauso wie im Schachspielen - nur in bezug auf die jeweilige Situation festgelegt werden. So muß der Übersetzer immer bedenken, welche Wirkung der von ihm verfaßte Text auf seine Adressaten haben muß. Darüber hinaus ist es wichtig, daß der notwendige Grad an Differenzierung zustandekommt - es ist also entscheidend zu wissen, in welchem Maße die Adressaten über den soziokulturellen Hintergrund eines Textes durch den Übersetzer zusätzlich aufgeklärt werden müssen. Die Autoren erläutern unter anderem die Rolle der sog. Kollokationen, d. h. von Wörterkombinationen unter semantischen Gesichtspunkten, geben Ratschläge zur Benutzung verschiedener Wörterbücher, behandeln deren Mängel, sowie beschreiben und illustrieren durch Fallbeispiele die Gefahr, die dadurch entsteht, daß Übersetzer ihre Objektivität verlieren. Man erfährt ferner, "wer" die "falschen Freunde" eines Übersetzers sind, und was für eine Problematik die semantischen Lücken einer Sprache hervorrufen können. Am Ende des Buches findet man Ansätze dazu, wie man Übersetzen unterrichten sollte. Das Buch enthält zahlreiche Beispiele aus der Praxis, sowie Aufgaben zu den einzelnen Kapiteln und auch Lösungsvorschläge. Zu beachten ist, daß es in erster Linie die Unterschiede des Sprachpaares Englisch-Deutsch behandelt, und daher nur begrenzt allgemeingültige Tips geben kann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)