Terry Pratchett kennt man als Fantasy-Autoren, aber zu seinen Anfängen gehören auch Science Fiction-Romane wie STRATA. Kurz zum Inhalt: nachdem die Menschheit auf Relikte einer überlegenen, aber längst zugrunde gegangenen Art gestoßen ist, beherrscht sie nun die Raumfahrt, die Kunst, den Körper unsterblich zu machen, und die Kunst, ganze Planteten zu erschaffen. Kin Arad ist während ihrem über 200 Jahre dauerndem Leben in eine verantwortungsvolle Position im Geschäft des Planetenbaus aufgestiegen, als sie ein Unbekannter, der sich unsichtbar machen kann, für etwas Unbestimmtes anheuern will und ihr ein Vermögen schenkt: 350 zusätzliche Lebensjahre. Kin ist mißtrauisch, aber auch neugierig. Also folgt sie dem Unbekannten, als er sie später erneut anspricht, auf ein Raumschiff. Widerwillig begibt sich sich zusammen mit Silver, der Shand, einem bärenähnlichem Wesen, und Marco, dem kriegerischem, paranoidem, vierarmigen Kung, auf eine Reise zu einer Welt, die allen Gesetzmäßigkeiten, mit denen man Welten konstruiert, zum Trotz flach ist. Nachdem sie auf der Scheibenwelt abgestürzt sind, begeben sich Kin, Silver und Marco auf die Suche nach den Erbauern der Scheibenwelt, die ihnen einerseits die Heimreise ermöglichen, andererseits den Grund enthüllen sollen, wieso sie eigentlich auf diese Reise geschickt wurden. Auf der Scheibenwelt ist das Leben mittelalterlich, was bei TP natürlich bedeutet, daß die ganzen Dämonen und Märchengestalten, die das Mittelalter kennt zB. Seeschlangen und Faune, fliegende Teppiche und Flaschengeister ein Teil der Realität sind. Das und die ständige Diskussion "ist es nun Technik oder ist es Magie?" sind interessante Aspekte der Geschichte. Allerdings, und darum gebe ich STRATA nur 4 Sterne, macht die Handlung/ der Plot wenig her: der hat sich nämlich mit "Kin wird von einem Unbekannten besucht, Kin fliegt zur Scheibenwelt, Kin sucht die Erbauer der Scheibenwelt und findet sie". Die neueren Geschichten von Pratchett gefallen mir mehr, weil es hier immer ein eindeutiges "Warum", ein Ziel der Geschichte gibt, das sich am Ende des Romans offenbart. In STRATA war die Lösung, die sich allerings nur über die letzten 2-3 seiten erstreckt, zwar überraschend, aber auch nicht sooooo spektakulär, und auch ein bißchen lang und schwammig. Man muß aber zugeben, daß dieses Defizit der Unterhaltsamkeit keinen Abbruch tut (und darum auch 4 Sterne und nicht weniger). Das Buch wird an keiner Stelle langweilig, es hat Fantasie, es ist stellenweise tiefsinnig (es geht über Unsterblichkeit, Verständigung verschiedener Rassen), ohne dabei zu moralisieren. Mir gefällt auch TPs Stil, Dinge von der Gegenrichtung her auszudrücken (wer TP gelesen hat, wird wissen, was ich meine), seine fantasievollen Metaphern, seine Art, die wahre Aussage hinter höflichen Umschreibungen auf den Punkt zu bringen. Leider ist das Buch für Leser, die Englisch nicht wirklich gut können, nicht zu empfehlen. Ich selbst habe einen sehr großen Wortschatz und sonst keinerlei Probleme mit TP im Orginal, aber wie ich schon an THE DARK SIDE OF THE SUN feststellen mußte, erschwert die Mischung aus realer und ausgedachter Techniken und Geräte, die SciFi erfordert, das Verständnis. Man kann sich Dinge weniger leicht erschließen. Zusammenfassend: STRATA bietet gute Unterhaltung und verrät zudem, wo die Scheibenwelt herkommt. Na ja, vielleicht nicht DIE, vielleicht nur eine.
Terry Pratchett is kown as a author of fantasy novells, but in his beginnings he has written science fiction-novells such as STRATA. the content in short: after stumbling upon the relicts of a superior, but since long disappeared race mankind now knows about space-travelling, making people immotal and builing whole planets. After a life span of more than 200 years, Kin Arad has reached a responsible position in die business of planet construction when a stranger that is capable to make himself invisible wants to hire her for a mysterious job and he gifts her with a fortune: 350 years to add to her life span. Kin doesn't trust him, but she is also nosy. Therefor, she follows him when adressed again later on bords of a space ship. Resisting she goes on a journey with the shand Silver, a bearlike creature, and martial, paranoid and four-armed Marco, the Kung, to a planet that is build contradicting all rules of planet construction as a disc. After crashing on the Discworld, Kin, Silver and Marco search for the constructors of this world that are to help them go home and to reveal the reason for their journey. In the Discworld, life is medival what means with Terry Pratchett that all the demons and fairy tale-creatures the dark ages knew such as sea serpents, fauns, flying carpets and djins are part of reality. This and the ongoing discussion "wheter it's some kind of technology or magic" are interesting aspects of the story. But, and that's why I only give 4 stars to STRATA, the plot isn't to exciting: some strange visiting Kin, Kin going to the Discworld, Kin searching for the constructors of the Discworld and finding them, that's really all. TPs later stories I like more because you always get a clear reason, the target of the story in the end. STRATAs solution was suprising, ok, but not THAT exciting, also a bit long and fuzzy. but that were only the last two or three pages, so it is ok. The novell is much entertaining despite of it (thats why 4 stars and not less). The story is never boring, it got fantasy, sometimes pondering eg. on immortality and communication between races or different people, but never moralizing. I like much TPs style of expressing things backwards (people that have read TP will know what I mean), his fantastic metaphors, his way to extract the real meaning behind polite expressions. Unfortunatly, STRATA is not to be reommended to persons that do not have real good english. I've got a really big vocabulary and I've got no problems with Discworld-novells, but as I noticed with THE DARK SIDE OF THE SUN the mixture of real and imagined technics and tools that comes with SciFi makes it more complicated to understand. In a nutshell: STRATA is good entertainment and it also explains the origins of the Discworld. Or maybe not THE Discworld, but just A Discworld.