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Strapped (OmU)

Ben Bonenfant , Nick Frangione , Joseph Graham    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Ben Bonenfant, Nick Frangione, Artem Mishin
  • Regisseur(e): Joseph Graham
  • Komponist: Inu, Windows to Sky
  • Format: Anamorph, PAL
  • Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Pro-Fun Media
  • Erscheinungstermin: 16. Juni 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 95 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004UC1LWA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.290 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Der schöne Stricher kommt in den nächtlichen Appartementblock, wo ihn der nervöse Kunde bereits erwartet. Der Kunde ist unsicher, hat's noch nicht oft gemacht. Der Stricher aber weiß, wie er damit umgehen muss. Danach stellt er fest, dass nebenan eine kleine Party läuft. Dort sind alle mächtig scharf drauf, dass er mitmacht. Und auch die gewalttätige Klemmschwuchtel, der Hengst aus dem 2. Stock und der knuffige junge Poet aus dem 4. zeigen Interesse. Mit letzterem, so denkt der Stricher, könnte er es für eine Weile wohl auch ohne Geschäftsbeziehung aushalten.

Video.de

Als die schwule Alice im Wunderland wird diese fantastisch anmutende Odyssee eines Lustknaben durch das große Ausstellungshaus des schwulen Sexlifes mancherorts bereits apostrophiert, und tatsächlich liegt eine Menge märchenhafte Stimmung und tiefere Bedeutung in der Luft, wenn in diesem entspannten und unverkrampft vorgetragenen Low-Budget-Softsexdrama ein homosexuelles Klischee nach dem anderen in mal mehr, mal minder humorvollen Gleichnissen Revue passiert. Gute Sache für Freunde anspruchsvoller Sexfantasien.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sven Jacobs TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Es gibt viele Beweggründe, die Menschen in die Prostitution treibt, Geld, Drogen... Was aber, wenn es keinen offensichtlichen Beweggrund dafür gibt? Was soll man als Zuschauer denken, wenn man einen jungen Mann begleitet und immer wieder andere Geschichten zu hören bekommt? Das passiert in Strapped und mag die Grundgeschichte nach einem 08/15 Film klingen, so ist der Film tiefgründig und regt zum nachdenken an.

Wir haben einen anonymen jungen Mann (Ben Bonenfant), der sich immer wieder andere Namen gibt. Mal Alex, der mit zwölf Jahren von seinem Onkel missbraucht wurde, mal Eddie, der Sohn eines Ex-Bürgermeisters, einmal einfach ein heterosexueller Mann, der für Geld alles tut. Der junge Mann scheint in dem Haus, in dem er sich befindet, gefangen zu sein. Er findet den Ausgang nicht, irrt umher und trifft immer wieder auf neue Männer, denen er in die Wohnung folgt und trifft immer wieder auf neue Charaktere und neue Geschichten; Eine Nacht, die den jungen Mann verändert, weil er durch seine Begegnungen viel über sich selbst erfährt.

Strapped ist ein Low Budget Film, der lediglich in einem Haus spielt. Begrenzter Raum und wenige Schauspieler machen den Film zu einem intensiven Drama. Da der Hauptcharakter seine Identität niemals offen darlegt, weiß der Zuschauer auch nicht, wer er ist und welche - wenn denn überhaupt - seiner Geschichten wahr ist. Es kommt lediglich heraus, dass er es auf das schnelle Geld abgesehen hat, nicht einmal Drogen spielen für ihn eine Rolle. Geht er noch zur Schule, studiert er? Verfolgt er Ziele in seinem Leben, was ist in seiner Vergangenheit vorgefallen? Der Zuschauer hat viel Raum für Spekulationen und Interpretationen... und das macht den Film auch hauptsächlich aus, da er alles andere als Mainstream ist.

Bei der Thematik mag man das vielleicht nicht erwarten, aber Strapped ist tiefgründig und sensibel. Zwar gibt es auch einiges an nackte Haut zu sehen, aber darauf kommt es nicht an, vielmehr geht es darum, einen Weg in seinem Leben zu finden. So ist es ein tolles Stilmittel, welches sich Regisseur und Drehbuchautor Joseph Graham bedient, indem er seinen Hauptcharakter nicht aus dem Haus finden lässt. Er läuft ständig im Kreis und muss erst das wichtige im Leben finden, um frei zu sein, um aus diesem Haus zu finden.

Charakterlich ist der Film ebenfalls vielseitig, wenn auch ein wenig klischeebehaftet. Da haben wir den Familienvater, der nur ein Abenteuer möchte, es werden Drogen konsumiert, Homophobie spielt, wenn auch etwas anders, eine Rolle, es gibt einen Weisen älteren Herrn, einen jungen Mann, der die Liebe in seinem Leben sucht und schließlich unseren Helden. Dennoch wirkt die Darstellung, bis vielleicht auf die Männer auf der Drogen-Party, niemals 08/15.

Über die Schauspieler braucht man nicht viel zu schreiben, da sie meisten nicht länger als zehn bis fünfzehn Minuten zu sehen. Paul Gerrior als Sam, der ältere Herr, ist hervorzuheben, weil er berührt. Nick Frangione als Gary spielt ebenfalls gut, hat zwar eine kleine, aber tiefergehende und wichtige Rolle. Aushängeschild ist natürlich Ben Bonenfant in der Hauptrolle, der seinem Charakter die nötige Intensität einhaucht und ihn glaubhaft verkörpert.

Fazit:
Strapped ist ein außergewöhnlicher Film, der aus einer einfachen Geschichte alles herausholt und einen jungen Mann, hervorragend von Ben Bonenfant verkörpert, auf seinem Weg in die Freiheit begleitet. Authentisch, packend, tiefgründig, schön!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tim Shady
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Gay-Movies, also schwule Filme, sind nicht immer meine Welt. Okay, den ein oder anderen habe ich im Regal stehen, aber ich kaufe mir selten einen neu erschienenen. Erstens sind die, aus meiner Sicht, zu teuer und zweitens versprechen die Produzenten in den Cover-Texten meist mehr, als an Inhalt und Handlung dann tatsächlich zu sehen ist. Und drittens nervt mich, dass das ganze schwule Leben immer wieder durch den Witz-Kakao gezogen wird und natürlich Sex nie fehlen darf, dazu noch wenig erotisch in Szene gesetzter! Ein Gay-Movie ohne Sex scheint von vornherein beim Zuschauer ein Flopp zu sein.
Bei Amazon wurde ich auf STRAPPED aufmerksam und las die Kritiken im Internet. Überzeugend, also her mit der DVD.

Netter, junger Mann, der vorn auf dem Cover zu sehen ist ;-) Die Bilder auf der Rückseite zeigen viel nacktes Fleisch, aber ich kann jene Leser gleich wieder auf den Boden zurück holen, die sich nun lange Dödel und viel 'detailliertes Rummachen' von dem Film versprechen. STRAPPED ist kein Porno! Wobei...'körperliches Miteinander' ;-)ist schon in ausreichender Menge zu sehen (Der Film ist FSK 16!) und wer Fantasie hat, dem werden diese Szenen auch ohne eindeutige Bilder gefallen. Vielleicht auch gerade deshalb ;-)

Ein junger Stricher, der den Sex mit Männern genießt, begleitet einen Kunden nach Hause. Nach der Nummer findet er zunächst nicht aus dem Haus heraus, trifft immer wieder auf neue Bewohner, die verschiedenste Gründe haben, ihn in ihr Appartement einzuladen. In STRAPPED ist der Sex ein Hilfsmittel, der Höhepunkt (in zweifacher Weise), der zum Ende jeden Besuchs obligatorisch zu sein scheint, zugleich aber auch immer wieder vom verführerischen Escort-Boy provoziert wird. Wird er aus dem Haus herausfinden???

Eine schöne Geschichte hat Joseph Graham da inszenieren können und erstaunlicherweise ist es ein Streifen, bei dem man den Darstellern bei ihren Unterhaltungen lauschen möchte, weil sie etwas (Sinnvolles) zu sagen haben, was aber auch den Zuschauer anspricht und zum Nachdenken bringt.
Ich war immer wieder überrascht, mit welcher Intensität die Figuren ihre Rollen spielten und wie glaubwürdig die einzelnen Szenen rüber kamen, auch wenn es eine verfilmte Parabel ist.

STRAPPED ist nicht einer von den Gay-Movies, die ich anfangs beschrieb, er ist unterhaltsam, abwechslungsreich, fast schon anspruchsvoll, auf eine gewisse Art und Weise auch spannend, nämlich wenn der Zuschauer sich fragt, wem der junge, sympathische Unbekannte mit den vielen Namen als nächstem begegnen und was er dann erleben wird.

FAZIT:
Endlich mal 95 Minuten Unterhaltung, die ich mir nicht 'nebenher' angeschaut habe (ansonsten arbeite ich fast immer dabei), weil der Film mich fesselte. Schön! Das muss ich in meinen Blog und bei Amazon schreiben und STRAPPED empfehlen...

ZUSATZ:
Fast hätten einige Script-Continuity-Fehler und die doch recht schlichte Ausstattung des Films einen Stern in der hiesigen Bewertung gekostet, aber halt...sind wir wirklich schon so verwöhnt, von den dreistelligen Millionen-Produktionssummen Hollywoods, dass wir nicht mehr erkennen können oder wollen, dass auch Einfachheit manchmal den Charme eines Films ausmachen kann? ;-) Zudem, es passt zu STRAPPED und fiel mir erst hinterher, beim Schreiben der Rezension, deutlicher auf.

Also, mit gutem Gewissen kann ich schreiben:
Kaufen, Mitnehmen, genießen...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr als ein Job? 29. Oktober 2011
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Ein junger, gutaussehender Stricher findet nach getaner Arbeit nicht mehr aus dem Appartement-Haus heraus, in das ihn ein Freier mitgenommen hat. Stattdessen landet er immer wieder bei anderen Männern, die hier wohnen und verdient sich Dollar um Dollar. Wie er tatsächlich heißt, wo er herkommt und wohin er geht, das bleibt im Dunkeln. Er geht sehr nett mit seinen Kunden um und nimmt brav die Rollen ein, die von ihm erwartet werden. Aber, wo bleibt er selbst mit seinen Gefühlen? Natürlich ist es sein Geschäft. Trotzdem scheint es, als ob er Schwierigkeiten hat, mit seiner eigenen Persönlichkeit in Beziehung zu treten. Nichts desto trotz gelingt es ihm, den anderen Männern Befriedigung und einen Augenblick der Seelenruhe zu verschaffen.
Als er dem jungen Poeten Gary näher kommt und dieser ihn nur fürs Küssen bezahlen möchte, merkt er, dass dies für ihn einen allzu intimen Akt darstellt.....

Den Zuschauer erwartet hier eine ungewöhnliche Low-Budget-Produktion mit einem gutaussehenden Hauptdarsteller, der viel Charme versprüht und das gewisse Etwas ausstrahlt. Der Film mutet fast wie ein 'Kammerspiel' an. Alle Szenen spielen in den Zimmern bzw. Fluren des Hauses. Verschiedene Aspekte schwuler Ausdrucksformen werden aufgezeigt. Besonders berührt hat mich die Szene mit Sam, dem alten, schwulen Mann, der unter dem Dach wohnt.
Die Szene mit den Koksern wirkte auf mich etwas zu gekünstelt, andere Szenen weisen fast märchenhafte Züge auf. Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten.

Was ich mich am Ende gefragt habe: Ob er Gary die 200 Dollar wieder zurück gegeben hat?

Extras: längeres Interview mit Ben Bonenfant (nach eigener Aussage 'not gay'), dem Hauptdarsteller (leider ohne Untertitel, er spricht sehr schnell; hat aber viel Sinnvolles zu sagen) und ein paar Szenen vom Dreh als Einblendungen; außerdem ein wirklich schön gemachtes Musikvideo.

Fazit: Prädikat 'ungewöhnlich'
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