Bisher waren Freeform Five nur als Remixer, DJs oder Produzenten von Clubkrachern bekannt, versuchen aber seit Neuestem die Brücke zum Prinzip ‚Album-Artist’ zu schlagen. Keine langen Intros zum Beat-blenden mehr, Songs im Schnitt von vier Minuten, keine langen Breaks zum Anheizen einer Party. Ruhigere Töne werden dreimal angeschlagen; fast schon klassische Balladen. Sonst wird kräftig Zunder gegeben, dabei die hohe Produktionsschule nicht vergessen, aber leider oft so dick aufgetragen, dass sich das Ergebnis plakativ oder kitschig anhört. Für „Eeeeaaooww“ gebührt jedoch höchster Respekt und Dank. Wie Bounty Killer und FFF hier Dancehall-Vocals mit Beats und Funk für den Dancefloor kurzschließen, war schon längst überfällig. Die zweite CD fährt einen beeindruckenden Fuhrpark an Remixern auf (Tiefschwarz, Mylo, Richard X etc.), die jedoch teilweise überarbeitet wirken. Einzig Lindstrom, Grand National und M.a.n.d.y haben dem bescheuklappten Gebratze der anderen etwas Frisches hinzuzufügen. Weder Fisch noch Fleisch würde meine Oma zu dem Ganzen sagen.