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Stranger on Earth
 
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Stranger on Earth

Lina Audio CD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (12. März 2001)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Atlantic (Warner)
  • ASIN: B000056O6J
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 263.713 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Playa no mo'
2. Step up
3. Right place, wrong time
4. Too good
5. Don't say nothing
6. Crazy love
7. Batches
8. I'm not the enemy
9. 3rd finger left hand
10. You don't know
11. Bye bye baby
12. Waiting
13. Stranger on earth
14. Stranger On Earth (LP Version)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein neuer Stern geht auf, ein Stern am Himmel des ungewöhnlichen und hochqualitativen R'n'B. Und das, obwohl Linas Heimat Texas bis vor kurzem nicht gerade als die Hochburg des R'n'B galt. Doch die drei Texas-Babes von Destiny's Child und vor allem die wundervolle Erykah Badu boten diesem Vorurteil bereits kräftig Paroli. Und Lina wird Texas endgültig zur Kultstätte pilgernder R'n'B-Freaks adeln. Genau zwischen diesen beiden ungewöhnlichen Extremen in Sachen Retro-Soul, Funk, R'n'B und HipHop -- D.C. und Erykah Badu nämlich -- bewegt sich die junge Nachwuchskünstlerin Lina. Wobei die Retro-Perspektive einer Badu oder der Trend-HipHop von D.C. nicht direkt mit der Art von Lina, nostalgische 20er- und 30er-Klänge mit ganz neuen Beats zu verbinden, vergleichbar scheint.

Vielleicht ist es gerade diese Abgeschiedenheit von den oft recht ausgelutschten Trends aus L.A. oder N.Y., die in den Black-Music-Metropolen an jeder Ecke, in jedem Shop und aus jedem Autoradio zu hören sind, die diesen jungen Texas-Chicks ihren eklektischen, Generationen umspannenden Zugang zur Musik vermittelte. Zumal Lina inzwischen in Los Angeles lebt und einen dezenten, aber hörbaren Schuss der dort herrschenden Straßenkompatibilität in ihre Musik einfließen ließ.

Lina, ihre meisterhaft beherrschte hohe Stimme -- irgendwo zwischen Josephine Baker und Kate Bush -- und ihr ungewöhnlicher Vulkantanz zwischen Jazz, Blues, HipHop und R'n'B gefiel auch in Europa so gut, dass sie die Konzerte von 2Step-Hero Craig David eröffnen durfte. Sie begeisterte durch die Kompatibilität mit Unplugged- oder Akustik-Situationen die Massen.

Ob die Sängerin und Songschreiberin mit Erinnerungen an die 30er-Jahre und Big-Band-Sounds spielt ("Playa No Mo"), knallmoderne HipHop-Beats anklingen lässt ("Crazy Love", "U Don't Know" -- obwohl sie auch dort das Spielen mit Bläser-Elementen der 20er-Jahre nicht ganz lassen kann) oder Seventies-James-Bond-Tunes mit knochentrockenen 2Step-Grooves versetzt ("Waiting"); ob sie die unglaublichen Möglichkeiten ihrer ausgebildeten Gospel- und Jazzstimmme spielen lässt ("Batches") oder eine geheimnisvoll-düstere Atmosphäre verbreitet ("Don't Say Nothing"), ob sie mit den sirenenhaften Chören à la TLC, D.C. oder All Saints spielt oder den Cotton-Club und die verrückten Harlem-Nights vor dem Zweiten Weltkrieg wiederaufleben lässt ("Baila"): Lina ist die Überraschung und Neuentdeckung. --Kati Hofacker

INTRO

Eigentlich ist es ziemlich hochtrabend, dass Lina sich auf ihren Fotos in die stolzen Posen großer Jazzsängerinnen wie Dinah Washington und Sarah Vaughan wirft. Gute Vorbilder sind ja eine Sache, das Nachahmen von Style und glamouröser Attitüde aber und das pathetische So-Tun, als habe man auch deren Sophistication mit Löffeln gefressen, reichen nicht. Lina macht es ihnen auf die R&B-Art nach, verwurstet dabei aber nicht disneylandesk Style und Musik, den Swing und den Jazz der 40er, sondern zitiert all das flott und mit dezenter Ehrfurcht. Als kluge Person sagt sie vernünftige Sachen wie: “Wir sind nicht wirklich kreativ und reagieren eben auf die Art und Weise, wie wir programmiert sind. Was wiederum Ereignisse produziert, die auf früheren Erfahrungen basieren.” Und surprise, surprise: “Ich bewundere Künstler, die keinem Trend folgen.” Na klar. Zart und trotzdem bestimmt trällert und tiriliert sie dabei mit einer nach klassischer Ausbildung klingenden Stimme, so süß wie die von Billie Holiday, und leistet gleichzeitig auf dem Gebiet der Lyrics Überzeugungsarbeit: Schmeiß deinen Kerl raus, wenn er zickt, eine Dame will wie eine solche behandelt werden. Da heißt es: Haltung bewahren, es besteht kein Grund, laut zu werden - selten ist jemand so gnadenlos lieblich abserviert worden wie im schmalzigen “Bye Bye Baby”. Sicher ist sie genauso funky wie die selbstbewussten Kolleginnen von Destiny’s Child oder das rappende R’n’B-Küken Mya, nur schreibt Lina ihre Songs selbst - für R&B eine eher spartenuntypische Praktik. Letzte Station: Represent. Als Profi des Schmusepop bittet sie zur exquisiten Abendeinladung: Weißer-Anzug-Pflicht inc. - und die Frauen packen ihre Colliers aus und schlürfen gepflegt Cocktails an der Bar. Dramatische Streicher künden ihren rauschenden Auftritt an, und Lina betritt die Bühne mit der Eleganz einer jazzy Lady, die auch im Abendkleid zu HipHop tanzt. Selbst die erstarrte Acid-Jazz-Fraktion wird vor Neid erblassen und Lina die behandschuhte Hand küssen. Wie sich’s gehört.

Verena Dauerer / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr Power gewünscht 22. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Ich habe Lina live auf Tournee im Vorprogramm von Guru JazzMatazz erlebt und war begeistert von der Power und dem Drive, der in den Liedern war. Auf der Platte allerdings sind dieselben, schönen Titel sehr verhalten in Richtung Barmusik eingespielt. Schade, daß die Künstlerin sich hier zurückhält. Trotzdem eine tolle Platte! Hoffentlich wird die nächste CD etwas dynamischer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
bzw. in die Vergangenheit der amerikanischen Südstaaten. Eine Verschmelzung von Jazz-orientierten Orchestereinsätzen, Instrumental Swing der 40er und 50er und modernen R'n'B- und Hip Hop-Rhythmen. Gedämpfte Trompeten, swingende Pianolinien, sinnliche Saxophon-Sounds und dazu die Stimme einer Diva. Wirklich, ein gelungens Album - auch für nicht Jazz-Fans! Auf keinen Fall vergleichbar mit peppigen Spice Girls oder "zitronigen" Lemonbabes.
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Ueberraschend guter Mix 21. Juli 2007
Format:Audio CD
Ueberraschend gute CD einer damals noch jungen Kuensterlin. Die CD groovt und wirkt nicht altbacken, sondern modern und powerful. HipHop-Anleihen verleihen weiteren modernen R'n'B-Flair. Die CD wirkt teilweise sehr jazzy, um im nächsten Moment sehr hipp und modern zu klingen. Reminiszenzen an 'Bar-Music' peppen das Produkt aus meiner Sicht weiter auf. Der musikalische Spagat gelingt `fast' immer. Eine wirklich interessante Mischung, wobei man sich an die [aus meiner Sicht] etwas zu hohe Stimme von Lina gewoehnen muss.
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