was soll man da viel sagen? eines der besten alben der popgeschichte, damals wie heute wie morgen. es gibt diese seltenen momente, wo einem künstler einfach alles gelingt.
was dieses album so aufregend macht, ist - neben der tatsache, dass hier jeder song ein hit ist: die in musik und texten spürbare spannung zwischen heimeligkeit und fremdheit, die joel damals offenbar empfunden hat. dieses album fühlt sich ungefähr so an, wie wenn man nach längerem urlaub zum ersten mal wieder seine wohnung betritt - vetraut und doch fremd.
die zusätzliche live-cd ist, wie immer bei joel, ganz hervorragend, ganz knapp dran an der qualität von "songs in the attic". die zusatz-dvd ist nett, aber nicht mehr. im boxset gibt es außerdem ein schönes poster und die kopie eines joel-notizbuches.
dass joel später zum musikalischen stammgast in jungmädchenzimmern wurde, wo man zu "honesty" rhthymisch weinen konnte, das ist diesem album nicht anzulasten, obwohl diese entwicklung mit ihm begann.
man muss ihn immer wieder einmal im konzert erleben, um sich daran zu erinnern, dass unter dem image vom triefäugigen klavier-kitschisten ein großartiger künstler lauert.