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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vergessen?, 27. Mai 2008
Das Problem hatte schon Kubrik. Legt man die Handlung eines Films in eine nicht zu ferne Zukunft, also zum Beispiel das Jahr 2001, dann wird man gelegentlich einfach überholt. Und dann wundern sich die Zuschauer, warum man immer noch nicht mit PanAm auf den Mond fliegen kann, trotzdem es doch inzwischen schon 2008 ist. Und was ist aus PanAm eigentlich geworden? Ein bisschen geht es so auch mit dem Film "Strange Days", in dem der vergangene Jahrtausendwechsel als Kulisse für einen Thriller genutzt wird, der Elemente aus unserer Gegenwart und einer doch recht wahrscheinlichen Zukunft zu einem spannenden Thriller verschmilzt. Es geht um eine Droge. Nein, diesmal nicht Chemie, sondern ein Unterhaltungsgerät mit direktem Kontakt ins Hirn. Da dieses - wie so viele Drogen - zu Realitätsverlust führt, ist das entsprechende Gerät allerdings verboten. Was natürlich weder normale Konsumenten, noch abnormale Verbrecher von der Benutzung wirklich abhalten kann. Der Film lebt aber nicht nur von dieser Handlung. Es geht auch noch um eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, in der Juliette Lewis auf dem kurzen Gipfel ihrer Karriere eine Sängerin spielt. Die Szenen mit ihr gehören zu den Höhepunkten des Films. Mich hat gewundert, dass sie nach diesem Film kein Popstar geworden ist. Und dann geht es noch um die Darstellung einer Gesellschaft, die zerfällt. Wobei die immer stärker werdenden Unterschiede zwischen Menschen mit Besitz und Menschen ohne solchen im Hintergrund eine entscheidende Rolle spielen. Denken wir uns doch einfach mal beim Sehen des Films, dass es hier um das Jahr 2020 gehen könnte. Und schon haben wir einen genialen Film vor der Nase.
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51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk mit unglücklicher Vergangenheit, 3. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Strange Days (DVD)
Der Film ist bereits um 1990/91 als Drehbuch in Hollywood rumgegeistert und letztendlich hatte sich James Cameron das Ding geschnappt. Doch da er wahrscheinlich genug zu tun hatte, blieb das Teil jahrelang im Schrank liegen. Letztendlich hat er das Skript an seine damalige Frau/Lebensabschnittspartnerin zur Umsetzung gegeben (Regie: Kathryn Bigelow). Die Produktion lief 1995 und kam das Teil ins Kino, also lange vor der Milleniumshisterie. Die Kritiken überschlugen sich, doch floppte der Film leider total. Es war nicht gelungen die Produktion in eine erhoffte Welle von Milleniumsfilmen "unterzubringen". Wer kannte damals schon Ralph Fiennes (sein Durchbruch kam erst mit dem Englischen Partienenten), Julliet Lewis alleine war halt auch noch nicht unbedingt der Publikumsmagnet, wenn sie nicht noch einen Star zu Seite gestellt bekam und der Gastauftritt der Band "Skunk Anansie" interessierte damals keinen Arsch, da Sie damals noch nur Insidern bekannt war. Als dann 1999 einige Milleniumsfilme doch ins Kino schwappten (End of days etc.) wurde er Ende 1999 etwas überhastet und ohne den Werbeaufwand der anderen Blockbuster nochmals ins Kino gebracht, leider ohne den Durchbruch den der Film verdient hätte. Der Film besticht durch ein für Hollywood ungewöhnlich gute Story, hervorragenden schauspielerischen Leistungen und eine perfekte Umsetzung durch die Regie. Er gehört mit Sicherheit zu einer den besten SF-Thriller der 90er. Der Film ist alls andere als veraltet, vielmehr war er seiner Zeit vorraus! Man kann nicht einem Film vorwerfen, das er veraltet ist, wenn man diese etwas unglücklichen Begleitumstände bedenkt (vgl. Rezession von stained89@hotmail.com). Auch ich kenne keinen der "12 Monkeys" veraltet nennen würde, auch wenn er im Sinne des Drehbuches von der darin enthaltenen Zeitangaben inzwischen überholt worden ist.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der 10 besten Filme der 90er-Jahre, 29. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Strange Days (DVD)
Ich kann dem nur beipflichten, was ein Kunde hier geschrieben hat: Strange Days ist einer der beeindruckendsten Filme der letzten zehn Jahre. Er ist einer jener Streifen, die aus dem Kinosessel, in dem man gerade seit ein paar Minuten sitzt, ein Cockpit auf einer phantastischen Reise ins Unbekannte und Unerwartete macht. Wer ihn noch nicht gesehen hat aber i.w.S. vergleichbare Filme wie "Leon" oder "Lola rennt" mag, könnte von diesem Werk wirklich begeistert sein. Die Story ist originell und einfallsreich geschrieben, mit intelligenten Dialogen und einer Achterbahnfahrt-Handlung, die einen von der ersten bis zur letzten Minute nicht losläßt. Ralph Fiennes ist mittlerweile zu internationaler Bekanntheit gelangt, glücklicherweise nicht zu Starruhm, so gelingt es ihm noch stets (siehe "Red Dragon") eine Figur derart glaubhaft darzustellen, daß man als Seher nie daran denkt:"Wahnsinn, dieser Ralph Fiennes spielt den Drogensüchtigen, den Psychopathen etc. gewaltig!" Er IST die Figur, Juliette Lewis, Angela Bassett et al ebenfalls. Das meine ich mit >mitreißend<. Das auf der Leinwand/dem Bildschirm zu sehende ist für die Dauer des Films real, wenngleich ziemlich aufreibend real. Anschauen!!
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