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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Strange days have found us..., 5. Dezember 2004
Dieses Album fängt das surreale Element der Doors besonders treffend ein. Allein schon das Cover zeugt von einer abseitigen Stimmung jenseits damaliger Hippy-Mode. Eine seltsame, düstere Stimmung geht von vielen Songs aus. Die Akkordmuster, die hier verwendet werden, sind in doorstypischer Manier außergewöhnlich. Die romantisch anmutenden Songs haben in der Lyrik eine dionysische Dunkelheit. Heitere Stücke wie "Moonlight drive" muten da eher bizarr an. Herzstück des Ganzen ist "When the musics over". Morrison ist düsterer Dichter. Bilder von stampfenden Hufen ertrinkender Pferde, mit weit aufgerissenen Augen; der Schrei des Schmetterlings, eingebettet in einem orgellastigen Blues; das verlorene Mädchen, das gefragt wird: "wer bist du?" geben einen Eindruck der Erlebniswelt des Sängers. Die Pforten sind hier weit geöffnet. Die Artisten auf dem Cover bieten eine Vorstellung an, die Vergnügen suggeriert, aber ihre bizarren Welten halten Erschreckendes bereit. Seltsame Tage haben uns niedergehen lassen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Düster und atmosphärisch, 7. April 2005
Das zweite Album der Doors unterscheidet sich doch um einiges zum ersten; natürlich haben die Doors ihen typischen Stil beibehalten - es gibt wohl auch kaum eine Band, die einen derart eigenen und kaum zu kopierenden Stil hat wie die Doors. Trotzdem ist "Strange Days" doch ein ganzes Stück anders als der Erstling, meiner Meinung nach vielseitiger und weiter entwickelt und vor allem noch düsterer. Natürlich gab es schon auf dem Debütalbum dunkle Stücke wie "End Of The Night", aber diese Stimmung zieht sich bei "Strange Days" fast durch das gesamte Album. Außerdem ist "Strange Days" vielleicht das poetischste Album, wie die Lyrics des Gänsehaut-Gedichts "Horse Latitudes" oder des vor Erotik knisternden "My Eyes Have Seen You" beweisen. Letzteres ist von der Melodie noch einer der helleren Songs, genau wie "Moonlight Drive" - einer der ersten Songs, den Morrison verfasste. Ich liebe auch das kurze "People Are Strange", mit dem sich wohl jeder, der mal einsam ist, identifizieren kann, das mystisch klingende "Can't See Your Face In My Mind" und - einer meiner Lieblingssongs der Doors überhaupt - das melancholische "You're Lost, Little Girl" mit dem herrlichen Gitarrensolo von Robby Krieger; unglaublich, was der da spielt! Das Highlight aber ist zweifelsfrei das dramatische Epos "When The Music's Over" - was für ein poetisch formulierter Weckruf an die Gesellschaft, auch an die Hippie-Generation, die leider trotz gut gemeinter, friedvoller Ziele zu sorglos lebte und sich letztlich nicht vom Fleck bewegte. Jim Morrison, der nie Gesangsunterricht hatte, beweist hier, was für ein unglaubliches Charisma seine Stimme hatte - es kann wohl auch niemand so markerschütternd schreien wie er. Das geht einem wirklich durch und durch! Ein ganz großes Werk der Doors und für mich zusammen mit "L.A. Woman" ihr bestes Album.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
We want the world, and we want it...NOOWWW, 23. August 2006
Strange days have found us...naja, möglicherweise kam das zweite Doors-Album im Herbst 1967 mit seiner melancholischen Stimmung und Jims düsteren Poesie etwas seltsam daher. Es war immerhin der "Summer of love", es war "Monterey Pop Festival", es war "Orange Skies" und "Sgt.Pepper". Die Doors jedenfalls liefern hier ohne Zweifel einen absoluten Meilenstein ihrer Karriere ab. In Morrisons Texten geht es um Einsamkeit(Strange Days, You're Lost Little Girl, People Are Strange, I Can't See Your Face In My Mind), Liebe(Love Me Two Times, Unhappy Girl, Moonlight Drive, My Eyes Have Seen You), Tod und Verzweiflung(Horse Latitudes, When The Music's Over). Und alles zusammen und vieles dazwischen -:) Musikalisch besticht dieses Album durch diesen dichten, dräuenden und kühlen Sound, den im vorliegenden Katalog eben nur Strange Days zu bieten hat. Die letzten Songs vor dem Goldrausch, (obwohl der schon vorher, nach "Light My Fire" stattfand) mit unbekümmerter Frische eingespielt. Danach war selbst bei den Doors vieles Kommerz und Geschäft. Cancel my subscription to the resurrection.....
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