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Strandgut
 
 
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Strandgut [Gebundene Ausgabe]

David Wiesner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 2 (Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551516936
  • ISBN-13: 978-3551516930
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
  • Originaltitel: Flotsam
  • Größe und/oder Gewicht: 28,2 x 23,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 113.179 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Wiesner
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein unglaublich zufriedenstellender Ausflug" Publishers Weekly

Kurzbeschreibung

Strandgut: Etwas, das im Meer treibt und das vielleicht eines Tages am Strand angeschwemmt wird, wo es jemand findet, der den Fund staunend mit jemandem teilt - so wie David Wiesner ihn mit dir teilt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Camera obscura 16. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Sandburgen bauen ist sicher die Lieblingsbeschäftigung vieler Kinder am Strand. Aufgeweckte Jungurlauber aber haben nicht nur Eimer und Schaufel, sondern auch allerlei Utensilien dabei, um ihre Umgebung zu untersuchen. Manchmal werden Interesse und Neugier sogar mit ganz unerwarteten Ansichten belohnt ...

So auch in David Wiesners Bilderbuch '"Strandgut"', das ausschließlich in Bildern von einem Jungen erzählt, der beim Familienurlaub am Strand auf eine vom Meer angespülte Unterwasserkamera stößt (das uralte Gerät trägt den bereits abenteuerverheißenden Namen ''Melville''). Er entnimmt der Kamera eine Filmrolle und läuft damit aufgeregt zum nächsten Fotogeschäft. In einer Sequenzfolge kleiner Bilder sieht man den ungeduldig vorm Geschäft wartenden Abenteurer und spürt förmlich das langsame Verstreichen der Zeit, bis der Film entwickelt ist.

Die Spannung erreicht auf der nächsten Seite ihren ersten Höhepunkt. Sie wird dabei von der Layoutkomposition getragen, die das Geschehen in einer kurzen filmischen Bildfolge zeigt. Im Vordergrund links befinden sich drei Inserts: 1. Der Junge läuft zurück zum Strand. 2. Er packt das erste Foto aus. 3. Er betrachtet es erstaunt. Diese drei 'Aufnahmen' führen den Betrachter sprungweise näher an das Geschehen heran ' bis zur seitenfüllenden hintergrundbildenden Detailaufnahme des staunenden, weit aufgerissenen Kinderauges.

Schnell wird das Erstaunen des Jungen klar, denn die Fotos gewähren dem Betrachter ganz neue und nie für möglich gehaltene Einblicke in eine phantastische Unterwasserwelt. Inmitten eines Schwarms roter Fische schwimmt ein Aufzieh-Spielzeugfisch, der den echten gleicht, aber einen Blick auf seine Mechanik freigibt. Die Fotos zeigen ganze Meereslandschaften, die kleine Lebewesen plötzlich groß erscheinen lassen, und winzige Außerirdische, die zwecks Sightseeing auf dem Meeresboden gelandet zu sein scheinen.

Ungläubig betrachtet der Junge das letzte Bild, das wieder an einem Strand aufgenommen wurde: Ein asiatisches Mädchen hält ein Foto in der Hand, auf dem wiederum ein Junge in skandinavischer Wollkleidung zu sehen ist, der ein Foto hält, auf dem ein weiterer Junge seinerseits ... Als unser Held diese Bild-im-Bild-Funktion erkennt, greift er zunächst zu seiner Lupe, dann zum Mikroskop, um die immer kleiner werdenden Menschen zu sehen. In siebzigfacher Vergrößerung ist schließlich -' in schwarz-weiß und vor hundert Jahren aufgenommen '- der Urheber der Fotoreihe zu sehen. Dem Jungen leuchtet ein, dass es nun an ihm ist, ein weiteres Foto dieser Reihe zu schießen, die Kamera wieder ins Meer zu werfen und auf die Reise zu schicken. Irgendwann wird sie wieder irgendjemandem neue ungeahnte ozeanische Ansichten präsentieren ...

Die Fotografie und der Film werden in David Wiesners "Strandgut" nicht nur inhaltlich aufgegriffen. Auch die Gestaltung des Buches ist eine Reminiszenz an diese Bildmedien. Die wunderbaren Bilder sind fast fotorealistische Darstellungen des Geschehens. Virtuos in einer Mischtechnik aus Aquarell, Gouache und Buntstift arbeitet der Künstler sorgfältig jedes kleinste Detail seiner Werke aus. Gleichzeitig liegt ein traumartiger Schleier über ihnen. Die Bilder sind in pastelligen Tönen gehalten und haben nur zart angedeutete Konturen; die Flächen weisen eine feine Struktur auf, die an die Körnigkeit von Filmmaterial erinnert. Eine unterschiedliche Ausleuchtung trennt dabei Über- und Unterwasserwelt: An Land spielen die Szenen in gleißendem Sonnenlicht, im Ozean dominieren dunklere Farben. Entsprechend variiert die Seitengestaltung: Während die Unterwasserfotos ganzseitig dargestellt werden, wird die Rahmengeschichte in teilweise comicartig angeordneten oder an Storyboards erinnernden Bildfolgen erzählt; ständige Perspektiv- und Formatwechsel sowie unterschiedliche Entfernungseinstellungen erzeugen filmische Spannung.

David Wiesners Bilderbuch "Strandgut" ist eine Hommage an die Medien Foto und Film und zitiert deren Möglichkeiten einer glaubhaften Visualisierung von Fiktion. Darüberhinaus fordert es auf, auch unter die Oberfläche der Dinge zu sehen. Es spricht die Frage nach Schein und Sein an und regt philosophische Grundüberlegungen über unsere eigene Herkunft und Zukunft an. Das in jeder Hinsicht phantastische Buch dürfte Kinder ab sechs faszinieren und mit fortschreitendem Alter bei jedem Wiederbetrachten Neues entdecken lassen. Bei "Strandgut" spricht immer wieder das Bild im Bild. Ganz ohne Worte.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Junge am Strand. Die Wellen brechen sich am Ufer in einer wilden weißen Gischt und schlagen hohe Wellen. Ein Sommertag, aber es herrscht Seegang. Der Junge ist mit einer Schaufel unterwegs und sucht im Schlick.

Was er gefunden hat, nimmt er nun auf der Decke wortwörtlich unter die Lupe. Ein Fernglas, ein Mikroskop stehen bereit. Wir haben es mit einem rastlosen, jungem Entdecker zu tun. Bald langweilt ihn der angstvoll dreinblickende Einsiedlerkrebs und es zieht ihn wieder ans Wasser, wo ihn aus dem Hinterhalt eine Welle mitreißt.

Klitschnass sitzt er danach durchgeschüttelt im Sand - vor ihm liegt ein seltsamer Apparat, den die Welle ans Ufer geworfen hat. In Algen verwickelt, von Muscheln überwuchert - eine uralte Unterwasserkamera.

Bei der eingehenden Untersuchung des antiquarischen Fotoapparates findet der Junge darin einen belichteten Film. Jeder mittelmäßig neugierige Strandgutfinder würde nun dasselbe tun. Ungestüm läuft der Leser also mit dem Jungen zum Fotogeschäft, wo die Entwicklung nur eine Stunde dauern soll. Eine Sequenz von kleinformatigen Bildern, die den jungen Entdecker ungeduldig auf einer Bank sitzend, liegend, wartend, wieder sitzend zeigen, lässt den Leser gleichsam atemlos auf das Ende dieser unendlich langen Stunde warten.

Unterwasserwelten. Aufziehbare Maschinen, die Fischen ähneln. Eine Oktopusfamilie im Ohrensessel. Es wird vorgelesen, die blauen Oktopuskinder lauschen gebannt. Schwimmende Muschelstädte auf den Rücken von Riesenschildkröten. Die Unterwasserkamera hat auf ihrer Reise durch den Ozean wunderbare, nie gesehene Welten fotografiert.

Aber das letzte Foto zeigt ein Mädchen. In der Hand hält es ein Foto, auf dem ein Junge ein Foto hält, das einen anderen Jungen zeigt. Und immer so weiter. Mit der Lupe und schließlich unter dem Mikroskop wird in schwarz-weiß und in Kleidern aus dem 18. Jahrhundert das erste Kind sichtbar, das die Kamera auf die Reise geschickt haben muss. Eine Zeit- und Weltreise, eine Reise durch Traumwelten, ein Gruß an den nächsten jungen Entdecker der am Strand diesen seltsamen Apparat genauer in Augenschein nimmt. An andere Kinder, die alles wissen wollen und noch mehr glauben können.

David Wiesner erzählt seine surreale, traumhafte Geschichte von "Strandgut" ganz ohne Worte. In randlosen Nahaufnahmen, doppelseitigen Panoramaausblicken und kleinformatigen Bildern im Comicstil zeigt Wiesner die Langeweile eines Strandtages und lässt dann urplötzlich die Geschichte an Fahrt gewinnen. Zieht den Betrachter ganz dicht mit hinein in das Abenteuer, so dass er die nassen Hosenbeine spürt, wenn die Welle den seltsamen Apparat ausspuckt. Vergrößert jedes Foto auf eine ganze Seite, so dass das Auge sich an den doch einwandfrei dokumentierten Unwahrscheinlichkeiten weiden und jedes Detail studieren kann.

Es macht Sehnsucht, dieses "Standgut". Sehnsucht nach Geheimnissen und kleinen Wundern, die ganz dicht neben der schnöden Wirklichkeit möglich sein könnten.

Für "Strandgut" nahm David Wiesner 2007 seine dritte Caldecott Medaille in Empfang. Von seinen zahlreichen Bilderbüchern sind bisher erst zwei in Deutschland im Carlsen Verlag erschienen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wunderbares Bilderbuch 18. Januar 2008
Von Detritus
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein wunderbares Bilderbuch ganz ohne Worte. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, der eine geheimnisvolle Kamera am Strand findet, die schon so lange im Wasser gelegen hat, dass sich Seepocken darauf festgesetzt haben. Er entwickelt den Film aus der Kamera und entdeckt wundersame Fotos aus einem versunkenen Reich und Fotos von anderen Kindern, die vor ihm die Kamera gefunden haben. Das älteste Foto eines Jungen ist wohl 100 Jahre alt. Zum Schluss des Buches macht der Junge mit der Kamera ein Foto von sich selbst und wirft die Kamera zurück ins Meer. Sie schwimmt weit fort und wird wieder an einen fernen Strand gespült, wo ein kleines Mädchen sie findet - und die Geschichte beginnt von vorn. Mein fünfjähriger Sohn liebt dieses Buch, er "liest" es mir vor und erfindet dabei immer wieder neue Geschichten zu den fantasievollen Bildern. Wir haben viel Spass mit diesem Buch!
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