Leider kann ich der Zeitschrift Brigitte nicht recht geben. Der Beginn des Buches, so denkt man, lässt einen Spannenden Krimi verlauten. Auch der Spannungsaufbau ist gut besonders an den Stellen, wo die weibliche Hauptfigur Tanja beginnt über das Ereignis am Beginn des Buches nach zu denken und wo die männliche Hauptfigur Sid einen zweiten Schlag bekommt und nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Der Handlungsverlauf wird aber durch die Erzählung der beiden Hauptfiguren Sid und Tanja, meistens dem Muster folgend allgemeine Darstellung der Situation, Tanjas Sicht und Sids Sicht unterbrochen, so dass man sich an manchen Stellen des Buches nur durch die Seiten quält, da die wiederholte Darstellung mit der Zeit langweilig wird. Anderseits ist es auch recht interessant (an einigen Stellen) den Augenblick der Situation aus zwei Sichtweisen zu sehen. Man kann sehen wie unterschiedlich beide Geschlechter Situationen einschätzen bzw. interpretieren. Ich kann sagen, dass das Buch nicht in seiner Handlung, sondern in seiner Präsentation etwas besonderes ist, aber keinesfalls ein
„... Psychothriller, der die Nackenhaare das Sträuben lehrt."(Brigitte)