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The Straight Story - Eine wahre Geschichte
 
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The Straight Story - Eine wahre Geschichte

Richard Farnsworth , Sissy Spacek , David Lynch    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Richard Farnsworth, Sissy Spacek, Jane Galloway Heitz, Everett McGill
  • Regisseur(e): David Lynch
  • Komponist: Angelo Badalamenti
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 18. Dezember 2000
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 107 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000051WDX
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.847 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Immer wieder sieht der 73-jährige Alvin Straight (Richard Farnsworth, Misery) während des Films gedankenverloren in den Nachthimmel, als stellten die Sterne Reflektionen seiner eigenen Erinnerungen dar. Alvins Augenlicht ist nicht mehr das beste und seine Tochter (Oscarpreisträgerin Sissy Spacek, Nashville Lady) ist leicht zurückgeblieben, so dass sie nicht fahren kann. Also reist Straight auf einem Rasenmäher von Laurens, Iowa, nach Mt. Zion, Wisconsin. Eine langsame Reise, naturgemäß, mit ausreichend Zeit, irgendwo ein Nachtlager zu errichten und über den Kosmos nachzudenken. Alvin ist auf dem Weg zu seinem kranken Bruder; sie haben seit Jahren nicht miteinander gesprochen und nun ist es Zeit, Frieden zu schließen.

Auf seiner Reise begegnen Alvin eine Reihe freundlicher Menschen, mit denen er sich anfreundet und man muss sich fragen: Haben wir es hier tatsächlich mit einem Film von David Lynch zu tun? Ein Wunder, dass dieser Film ohne Altersbeschränkung von einem Regisseur gemacht wurde, dessen Werk gemeinhin als verstörend und bizarr bezeichnet wird. Aber Lynch (Lost Highway, Wild At Heart) ist als Künstler viel zu komplex, als dass er sich festlegen ließe. Es gelingt ihm problemlos, The Straight Story auf ebenso anmutige wie freundlich bodenständige Weise zu erzählen, mit einer Gelassenheit, wie man sie heutzutage kaum noch in Filmen finden kann. Es ist ein Werk der Momentaufnahmen, lustig, sonderbar, ruhig und spirituell. So wird diese Geschichte über einen Mann auf einem Rasenmäher zu einer echten Lynch-Odyssee. Anders als alle Filme, die man kennt, aber ebenso willkommen wie ein Zitronentee mit Honig. Das beste daran ist, dass es sich hier um eine angemessene Ehrung der Karriere des Stuntveteranen und Schauspielers Richard Farnsworth handelt, der mit 79 Jahren die Figur des Alvin Straight absolut perfekt verkörpert und der kürzlich leider verstarb. Sein Gesicht gleicht hier einer Straßenkarte, die das gesamte Spektrum emotionaler Reiseziele abbildet. --Jeff Shannon

Produktbeschreibungen

Der für seinen Eigensinn bekannte Alvin Straight hat sich in den Kopf gesetzt, seinen erkrankten Bruder Lyle, mit dem er seit zehn Jahren zerstritten ist, wiederzusehen, um sich endlich mit ihm auszusprechen. Da er kein Auto mehr fahren kann, beschließt er, den langen Weg von Iowa nach Wisconsin auf einer Rasenmähmaschine anzutreten. Auf seiner sechswöchigen Reise begegnen dem verschrobenen Alten ganz normale Menschen und komische Typen...

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58 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Rasenmähermann., 6. November 2002
Von 
pholker (Bochum, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Straight Story - Eine wahre Geschichte (DVD)
Alvin Straight lebt mit seiner gehandicapten Tochter in einem Häuschen irgendwo in einem verschlafenen, amerikanischen Nest. Er ist alt, sein Körper verbraucht und nicht mehr bei bester Gesundheit. Das Gehen fällt ihm schwer, sehen kann er auch nicht mehr so gut, das Rauchen, so sein Arzt, wird ihn eines Tages umbringen.
Eines Tages erhält der Alte Nachricht über seinen Bruder, von dem er sich vor zig Jahren im Streit getrennt hat und den er seither weder sah noch sprach. Diesem geht es wohl noch schlechter als ihm selbst, man rechnet mit seinem baldigen Ableben. Die letzte Chance also für Alvin, sich mit seinem Bruder zu versöhnen. Doch der wohnt in einem anderen Bundesstaat. Für die wenigsten wäre die Distanz ein Problem, doch für Alvin, der aufgrund seines schlechten Augenlichts selbst kein Auto mehr fährt und der auch in die öffentlichen Verkehrsmittel kein Vertrauen legt, stellt sich die Frage, wie am besten dorthin kommen. Der verschrobene Alte kommt auf eine ebenso verschrobene Idee: Er will die Strecke auf seinem Rasenmäher zurücklegen, nachts am Straßenrand in einem Anhänger campieren. Gesagt, getan. Und was nun folgt, ist eine beschauliche Reise im Schneckentempo eines alten Mannes. An vielen Orten macht er Station, trifft dabei auf Menschen und deren Schicksale, reflektiert über sein Leben, tauscht Erfahrungen und kleine Lebensweisheiten aus.

Viele Anhänger seiner düstereren Leinwandvisionen hat David Lynch mit diesem Film vor den Kopf gestoßen. Es ist tatsächlich sein "anderster" Film, kommt ganz ohne die sonstige Doppelbödigkeit anderer Lynch-Stories aus. Er ist ruhig, beschaulich und sonst nichts - dies jedoch in aller Konsequenz und Perfektion.
"Straight Story" weist insgesamt zwei "Action"-Szenen auf: Die erste, als Alvin seinen alten Rasenmäher "erschießt", weil dieser seinen Geist aufgegeben hat, die zweite, in der er mit flotten dreißig Meilen die Stunde eine abschüssige Straße hinunter "rast". Diese "Exzesse der Adrenalinjonglage" mögen als Beispiel für das Tempo des Films dienen, das für Filme unserer Zeit beinahe einzigartig ist.

Ich persönlich mag diesen Film sehr, er war für mich einer der Highlights der letzten Jahre. Ich kann aber auch durchaus nachvollziehen, das viele mit ihm nichts anfangen können.
Wer sich diesen sicherlich ungewöhnlichsten Lynch-Film zu Gemüte führen möchte, der mache es sich am besten bei einem doppelten Jack Daniels auf dem Sofa bequem und lasse sich von Alvin Straight, der übrigens wirklich lebte und dem dieser Film gewidmet ist, mitnehmen auf einer Reise, bei der Zeit keine Bedeutung zu haben scheint.

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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Filmkunst vom Feinsten, 16. Februar 2003
Von Ein Kunde
Als Iowa- und Wisconcin-Kenner kann ich bestätigen, daß dieser Film den Mittelwesten und seinen unspektakulären, aber sehr bodenständigen Charme perfekt trifft. Leider kennen USA-Touristen in der Regel den Mittelwesten nicht oder nur oberflächlich - dieser Film bietet eine gute Chance, ein Gefühl für diesen Landstrich und seine Menschen zu erhalten.
Die Bilder des Films und die Aneinanderreihung der einzelnen Erlebnisse von Alvin Straight auf seiner Reise ergänzen einander perfekt. Die schauspielerischen Leistungen sind hervorragend. Die Schlußszene mit den beiden Brüdern ist berührend, ohne im geringsten kitschig zu sein. Übrigens ein Muß für alle Harry Dean Stanton-Fans; dessen Auftritt als Alvins Bruder Lyle ist zwar nur kurz, aber sehr beeindruckend.
Berührend - wenn nicht sogar bedrückend - ist auch die Szene in der Bar zwischen Alvin und einem etwa gleichalten Gast, als die beiden sich gegenseitig darlegen, daß sie über ihre Weltkrieg 2-Erfahrungen nie hinwegkommen werden und sehr darunter leiden.
Wer eine gute, unspektakuläre, ruhige Geschichte mit Niveau liebt, auch mal ohne Special Effects auskommt und stattdessen auf gute Schauspieler und Kameraleistung Wert legt, ist mit diesem Film bestens bedient.
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Abschied vom Bruder, vom Leben., 17. Februar 2007
Von 
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Straight Story - Eine wahre Geschichte (DVD)
"WAS IST DAS SCHLIMMSTE AM ALTSEIN?" fragt ein junger Rennradfahrer mit viel überschüssiger Energie den alten, am Ende seiner Kraft angekommenen Alvin Straight. Er ist auf einem John Deere-Rasenmäher aus dem Jahr 1966 mit max. 5 Meilen pro Stunde von Laurens in Iowa nach Mt. Zion in Wisconsin unterwegs. Da lebt sein Bruder, mit dem er nach einem durch Alkohol verschärften Streit vor zehn Jahren kein Wort mehr gewechselt hat. Alvin weiß, dass ihm und dem engsten Gefährten einer kargen, armen Jugend in Minnesota nur noch wenig Zeit bleibt in dieser Welt. Er will Lyle unbedingt noch einmal sehen, sehen und sich mit ihm aussöhnen, bevor sie gehen müssen. Aus gesundheitlichen Gründen darf er kein Auto mehr fahren, aber diese Reise muss er aus eigener Kraft schaffen. Es ist seine Mission, keiner wird ihn davon abbringen - und für seinen Sitzrasenmäher braucht er keine Fahrerlaubnis. "DAS SCHLIMMSTE IST DIE ERINNERUNG AN DIE JUGEND" antwortet er den jungen Mann im Radfahrercamp.

Sehr unterschiedliche Menschen kreuzen Straights Weg in den rund sechs Wochen quer durch einen goldenen, lichtdurchfluteten Mittleren Westen zur Erntezeit. Meile um Meile nichts als schnurgerade Landstraßen durch wogende Weizenfelder; plattes Land, in denen die weißen, hohen Getreideheber wie fremdartige Kathedralen die höchsten Erhebungen darstellen. Lynch lässt uns und Alvin viel Zeit, diese Landschaft im vielleicht langsamsten Roadmovie der Filmgeschichte zu erleben. Und Alvin genießt die Stille und weite Einsamkeit seiner Heimat. Auch von ihr nimmt er Abschied. In seinem Alter bestimmt loslassen (bitte, bitte in Würde) das Leben. Ob er Angst habe, so allein unterwegs? Nein, ein Kriegsveteran, der den Koreakrieg und den Zweiten Weltkrieg überlebte, fürchtet sich nicht vor ein paar Nächten im Kornfeld! Er kommt noch gut klar, lässt sich nicht über die Ohren hauen und schreibt zwei stets streitenden Brüdern, die dies versuchen, tiefe Weisheiten hinter deren: "Ein Bruder ist ein Bruder. Keiner weiß mehr über dich, als ein Bruder in deinem Alter."

Am Ende wird Alvin Straight sein Ziel erreichen und nicht zu spät kommen. Die Angst, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen, hat ihn die ganze Reise begleitet und findet ihren Höhepunkt in einem einzigen Wort: "Lyle!?". Setz' dich, Alvin," sagt Lyle, als sie sich auf der Veranda seines windschiefen Häuschens gegenüber stehen. Auch hier Verfall. Seine Augen weiten sich, seine Gesichtsmuskeln zucken, als sein Blick auf den kleinen Mäher mit seinem großen Anhänger fällt, der seinen Bruder zu ihm brachte. Was für ein Ende und was für ein Film!

Der Gebrauch von Superlativen ist inflationär, sie sind daher mit Vorsicht zu genießen. Hier aber ist eins angebracht: Dieser Film gehört zu den schönsten, eindringlichsten Filmen überhaupt. Getragen wird er von Richard Farnsworth, einem Schauspieler, der zwar in vielen Filmen namhafter Regisseure mitspielte und auch zweimal für den Oscar nominiert wurde; ein kalifornisches Urgestein, das aber nie die Stufe eines Megastars erreichte. Schwer krebskrank und von Schmerzen gezeichnet spielt er, ist er, fast achtzigjährig, Alvin Straight. Die Intensität mit der er seine Rolle ausfüllt, berührt tief. Es ist seine letzte, seine beste, mit der er sich in die Herzen von Filmfans "spielte". Wenige Monate nach der Iowa-Premiere 1999 im Pocahontas' Rialto Theater erschoss er sich auf seiner Farm in New Mexico. Seine letzte Ruhestätte befindet sich in seiner Heimatstadt Los Angeles, wo er 1920 geboren wurde. Er kannte die goldenen Zeiten Hollywoods. Er war ein Teil davon.

Die "Straight-Story" ist in ihren Grundzügen wahr. Nachlesen kann man das zum Beispiel bei "DesMoinesRegister.com" unter "Famous Iowans". Alvin Straight (nomen est omen) lebte von 1921 bis 1996 das gewöhnliche Leben eines Kleinen Mannes in Iowa. Dass er durch diese ungewöhnliche Reise zu einem Volkshelden wurde, konnte er nie verstehen. Das Interesse an seiner Person fand er irritierend. Seine Geschichte aber passt zu Iowa. Sein Leben war einfach und hart. Viel Arbeit, viele Kinder, wenig Geld, sein Leben lang. Die beiden Kriege, in die er als Soldat verwickelt wurde, hatten tiefe Spuren hinterlassen, wie bei so vielen. Aber darüber sprechen sie so gut wie nie, die alten Männer. Nicht in Iowa und anderswo auch nicht.

Ein Hoch auf David Lynch darf hier am Ende auch nicht fehlen (recht so - nur in keine Schublade stecken lassen, das schadet der Kreativität!), genauso wenig wie auf Sissy Spacek, die im Film die leicht zurückgebliebene (von was?) Tochter von Alvin Straight verkörpert. Wie immer große Klasse, die unvergessene "Nashville Lady". Sie hat die Schauspielerei eben im Blut. Und noch ein Toast: Auf Angelo Badalamenti und seine wundervolle Musik.

Helga Kurz
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