Es ist was seltsames mit diesem Album: seit über dreißig Jahren höre ich Jazz, habe schon als kleiner Junge lieber nachts Jazzsendungen im Radio mitgeschnitten als der Neuen Deutschen Welle zu lauschen, bin also mit Basies One o'clock jump, April in Paris, Lil' darling oder Moten Swing und Midgets groß geworden, und nie ist mir ein Titel dieses Albums je untergekommen, nicht mal auf einem der vielen kursierenden Basie-Sampler. Seltsam.
Erst als ich selber anfing Musik in einer Bigband zu spielen, begegnete mir dieses Album, dass sich unter Berliner Musikern einer großen Beliebtheit erfreut.
Zugegebenermaßen mochte ich es zuerst nicht so besonders. Es ist wie schon vom Erstrezensenten beschrieben nicht so eingängig wie sonst Basienummern. Es braucht ein paar Hördurchläufe, bis einem die Stücke ins Blut gehen. Dann ist es aber so wie vom Zeitrezensenten beschrieben: alles, was die Basieband schon immer so unvergleichlich gemacht hat, kommt hier in komprimerter, ausgewogener Form zur Vollendung.
Seitdem hoffe ich, dass mir vielleicht noch einige andere bislang unbekannte Aufnahmen unbekannterer Basienummern über den Weg laufen, denn diese Band und ihr Swing sind einfach unvergleichlich.
Kaufen!!!