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Die Strafgefangenen der Landstraße. Reportagen von der Tour de France
 
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Die Strafgefangenen der Landstraße. Reportagen von der Tour de France [Gebundene Ausgabe]

Albert Londres , Stefan Rodecurt
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 124 Seiten
  • Verlag: Covadonga Verlag; Auflage: 1. (31. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936973644
  • ISBN-13: 978-3936973648
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 137.499 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der große Reporter und das große Rennen

Als sich Albert Londres im Sommer 1924 an die Fersen der längst sagenumwobenen Tour de France heftet, gelingt ihm - dem Star-Reporter mit dem untrüglichen Gespür für große Geschichten - eine Momentaufnahme, die seither ihren festen Platz in den Annalen des Sports hat. Das Dopinggeständnis zweier großer Favoriten und Publikumslieblinge.

Die Brüder Pélissier haben das Rennen, aus Protest gegen ein unbarmherziges Reglement, kurzerhand verlassen; nun klagen sie in einer Bar am Streckenrand dem berühmten Journalisten ihr Leid: Wollen Sie mal sehen, womit wir fahren? Hier... Aus seinem Beutel holt er eine Ampulle hervor: Das ist Kokain für die Augen, und dies hier ist Chloroform für das Zahnfleisch. [...] Dürfen es auch ein paar Pillen sein? Wollen Sie welche sehen? Hier bitte. [...] Francis bringt es auf den Punkt: Wir fahren mit Dynamit.

Und dennoch: In ihrer Gesamtheit waren die Reportagen des Albert Londres von der Frankreich-Rundfahrt dem hiesigen Publikum bis dato quasi unbekannt. Nun aber, nach fast 90 Jahren, legt der Covadonga Verlag die komplette Artikelserie, die dereinst in Le Petit Parisien erschien, erstmals in einer deutschen Übersetzung vor. Ein unverzichtbares Zeitdokument. Eine zauberhafte Wiederentdeckung - für Sport- und Literaturliebhaber gleichermaßen.

Über den Autor

Albert Londres (1884-1932) war Kriegskorrespondent, Schriftsteller und Poet. Der Franzose gilt als einer der Gründerväter des investigativen Journalismus. In seinen Reportagen aus aller Welt entlarvte und geißelte er u.a. die Auswüchse von Kolonialismus, Zwangsarbeit und Antisemitismus. Londres starb während der Rückkehr von einer Recherchereise nach Shanghai bei einem Schiffsbrand im Roten Meer. Nach ihm benannt ist bis heute einer der renommiertesten französischen Journalisten-Preise.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heidi Zengerling TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Die Tour de France, sie wurde ja zeitweise ganz schön negativ durch die Presse gezogen" .... Man kann sich dazu seine eigene Meinung bilden, ich jedenfalls habe ein Buch gefunden, welches bezüglich dieser Rad-Tour mehr als interessant und aufschlussreich ist. Hört einfach mal zu, was ich dazu zu sagen habe:

Schon der Titel sagt so einiges ...

Der Prinz der Reporter schreibt über die Königin der Radrennen !!!

Es ist Sommer, wir schreiben das Jahr 1924 und Albert Londres schnappt sich ein Rad und hängt sich an die Tour dran. Er hat schon immer ein Gespür für spannende Geschichten und hier ist er an einer ganz besonderen dran ...

Es geht u.a. um die Brücer Pélissier, die das Rennen aus Protest gegen ein schreckliches Reglement verlassen hatten. Sie unterhalten sich mit Albert und klagen ihr Leid. Sie zeigen ihm, wie sie es schaffen, diese Strapazen auszuhalten, sie holen aus ihrer Tasche Ampullen mit Mittelchen ... (mehr möchte ich gar nicht sagen ...)

Francis Pélissier sagt: Wir fahren mit Dynamit."

Das Buch enthält die Serie der Artikel, die von Albert Londres damals in Le Petit Parisien erschienen war. Es sind mittlerweile 90 Jahre vergangen, seit dem er diese Zeilen schrieb, aber wie interessant und authentisch sie noch immer sind ....

Es ist ein Zeitdokument der besonderen Art, das zum ersten Mal in Deutschland herauskam und das noch immer - vielleicht gerade jetzt - Geltung hat.

Meine Meinung zum Buch:
=================

Unverblümt, authentisch und spannend deckt der Autor in seinen Erzählungen und Reportagen das auf, was er während seiner Fahrt am Rande der Tour durch Frankreich erfahren hat. Es ist teilweise schockierend, teilweise konnte man es sich denken, aber es nun so schwarz und weiß zu lesen, das hat schon was ...

Ein sportliches Zeitdokument, das auch heute noch Geltung hat, das aber schon vor langer Zeit erlebt und geschrieben wurde ... so lange wusste man hier in Deutschland nichts davon - unvorstellbar ....
Endlich kann man das auch hier in deutscher Sprache lesen, und ich lege das Buch allen sportbegeisterten Leseratten ans Herz. Offen, ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen schreibt Londres in bester Journalistenmanier auf, was er während der Fahrt in Erfahrung bringen konnte.

Wie kann man solche Strapazen aushalten, warum hält man sie überhauptaus. Fragen über Fragen ... und sie finden Beantwortung ...

Hier einmal eine kurze Leseprobe:
======================

Eine Schlafwagen-Etappe

Bayonne, 1. Juli 1924 - Auf der Etappe von Les Sables nach Bayonne befanden sich die Fahrer in einem schlafähnlichen Zustand ... Ein Exklusivbericht.

Die Tour hat schon sechzig tot daliegende Körper gefordert - eine provisorische Bilanz. Freilich handelt es sich dabei nicht um Leichen im medizinischen Sinne, sondern um Flaschen im Endstadium. Bis auf den letzten Tropfen geleert. Auf jeder Etappe blieben welche zurück, große und kleine, schlanke und rundliche, in allen Farben.
Apropos Farben: Ich habe nicht bemerkt, dass an einer bestimmten Trikotfarbe das Pech mehr klebte als an einer anderen. Das it ehupft wie gesprungen.
Die Radtouristen, die Ténébreux", hatten einen rabenschwarzen Tag. Sie haben sich auf der Etappe verirrt ...

Man sieht, die Kapitel sind jeweils mit einer Überschrift versehen und bezeichnen dann die Etappe und den Zeitpunkt.

Auch ist einiges aufschlussreiches und interessantes Bildmaterial den Texten beigefügt.

Die Texte sind in der Ich-Schreibweise aus Sicht des Autors geschrieben, flüssig und leicht verständlich und nachvollziehbar aufgebaut. Das gesamte Buch mit den einzelnen Reportagen kann an Spannung und Wahrheitsgehalt nicht überboten werden.

Es ist sachlich aber auch mit einer gewissen Prise einer eindrucksvollen Portion Witz und Ironie gespickt, die das Ganze auflockert, die aber nicht die Sachlichkeit hinwegfegt. Das Sachliche, die Reportagen, die wahren Begebenheiten, dies ist das wichtigste an diesem Buch, welches Misstände aufdeckt und die Tour im Gesamten in all seiner Schönheit zum einen, aber auch der bedeutenden Missstände aufdeckt.

Wie unbarmherzig diese Tour ist, wie sie an Körper und Geist geht, wie die Menschen hinter den Sportler all dies aushalten und was man tut, um dies auszuhalten, was man tun muss, um mithalten zu können, dies und vieles mehr wird bildhaft, dramatisch und faszinierend wahr geschildert, unter die Lupe genommen und detailliert beleuchtet.

Lest selbst, endlich in Deutschland erschienen !!! Ich bin begeistert !!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Blick in die Vergangenheit 21. September 2011
Ein Muß für jeden der sich für Radsport interessiert. Man erlebt die Tour und die Herausforderungen der damailigen Zeit hautnah. Der Autor hat die nötige Distanz und kann dadurch den Ablauf kritischer beschreiben und das ist gut so.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Heftig aber gut 10. Oktober 2011
Wer Radsport mag, sollte sich hier einlesen. Angenehm geschrieben, mit einer gewissen Naivität des damaligen Reporters, der dann sehr schnell merkte, dass die Heroen nicht wirkliche Heroen, sondern Sklaven waren.
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