...bietet diese DVD-"Straßenfeger"-Box Nr.33 dem interessierten Zuschauer an.
Inhalt:
"Das grüne Ungeheuer"
Ein Abenteuerfilm in 5 Teilen
aus dem Jahr 1962
Regie: Rudi Kurz
1. Teil (DFF-Erstsendung: 16.12.1962, Laufzeit: 70:39 min.)
Die berüchtigte "United Fruit Company" greift mit Waffengewalt in der Republik Guatemala ein. Der sogenannte "Bananenkrieg" soll den Unabhängigkeitskampf des Volkes niederhalten.
In diese Situation gerät als Flieger der Company, der junge deutsche Fremdenlegionär Antonio Morena (Jürgen Frohriep). Als er das Wesen dieser Organisation erkennt, beschliesst er, die Company zu verlassen.
2. Teil (DFF-Erstsendung: 18.12.1962, Laufzeit: 74:34 min.)
Antonio Morena plant seine Flucht aus der Banditenarmee der "United Fruit Company", die unter dem Befehl von General Fuentes (Ivan Malre) steht. Zugleich will er den im Guatemaltekischen Gefängnis festgehaltenen Dr. Guerra (Werner Dissel) und dessen Tochter Chabelita (Kati Szèkely) befreien. Doch die Flucht von der einsamen Felseninsel wird vereitelt.
3. Teil (DFF-Erstsendung: 20.12.1962, Laufzeit: 81:53 min.)
Nach seiner gescheiterten Flucht aus der "United Fruit Company" muss Antonio Morena miterleben, wie sein Freund Steve Baxter (Erik S. Klein) das Opfer eines Attentats wird. Angesichts der Brutalität der rivalisierenden Offiziere der Company erkennt Morena, dass ein weiterer Fluchtversuch aussichtslos ist. Im selben Moment verlässt Chabelita das Quartier allein ohne Morena.
4. Teil (DFF-Erstsendung: 22.12.1962, Laufzeit: 71:18 min.)
Antonio Morena wird von den Offizieren der Banditenarmee gezwungen, an Überfällen auf guatemaltekische Ortschaften teilzunehmen und aus seinem Flugzeug Bomben abzuwerfen. Morena riskiert dabei einen letzten Versuch, der "United Fruit Company" den Rücken zu kehren.
5. Teil (DFF-Erstsendung: 23.12.1962, Laufzeit: 72:29 min.)
Morenas Fluchtversuch ist gelungen. Inzwischen ist Chabelita von den Leuten der Company als Tochter von Dr. Guerra erkannt worden. Da sich Chabelita im Gewahrsam der Company aber in höchster Gefahr befindet, entschliesst sich Morena sie zu befreien. Nachdem Morenas Befreiungsaktion geglückt ist, werden beide zunächst von den Schüssen der Banditen gejagt, bis sie sich vorerst in den undurchdringlichen Dschungel Guatemalas retten können.
Hintergrund:
Der fünfteilige Fernsehfilm "Das grüne Ungeheuer" basiert auf dem 1959 erstmals veröffentlichten gleichnamigen Roman von Autor Wolfgang Schreyer, der vor dem Hintergrund des 1954 von der CIA organisierten Sturzes von Jacobo Arbenz Guzmán, des Präsidenten Guatemalas spielt. Die fiktive Haupthandlung ist eng verbunden mit den realen Vorgängen im Juni 1954.
Die Rahmenhandlung des Films wurde dagegen von 1954 in die Gegenwart des Produktionsjahres 1962 verlegt, wo ein Journalist aus der Tschechoslowakei (gespielt von Wilhelm Koch-Hooge), einem Deutschen (dargestellt von Günter Sonnenberg), in Rückblenden die spannenden Ereignisse vom Juni 1954 erzählt.
Neben den bereits genannten Darstellern sind in weiteren Rollen u.a. Fred Düren, Gerd Ehlers, Gerd Biewer, Eva-Maria Hagen und Wolfgang Greese zu sehen.
Der Regisseur Rudi Kurz wollte den Zuschauern etwas bieten: Spannung, Abenteuer, Exotik, Liebe, fremde Länder mit Palmen, blaues Meer und Dschungel. Aber er wollte auch zeigen, was sich oft hinter dieser Traumkulisse verbirgt: Ausbeutung des Landes und der Bevölkerung, Neokolonialismus und moderne Sklaverei.
"Feuerdrachen"
Ein Spionagefilm in 2 Teilen
aus dem Jahr 1981
Regie: Peter Hagen
1. Teil (DFF-Erstsendung: 19.12.1981, Laufzeit: 86:49 min.)
Die "Kundschafter" Alexander (Peter Reusse) und Katrin (Roswitha Marks) verfolgen illegale Waffentransporte der in Bonn angesiedelten Firma Beerex AG. Während Alexander und Katrin versuchen, durch das Tarnnetz zu dringen, das mittels aufwendiger und raffinierter Täuschungsmanöver um dieses Unternehmen gezogen wurde, geraten sie auf gefahrvollen Wegen einem Komplott großen Stils auf die Spur, das die CIA unter dem Kennwort "Fivedragon", zu deutsch "Feuerdrachen", zur Top Secret-Operation erklärt hat.
2. Teil (DFF-Erstsendung: 21.12.1981, Laufzeit: 95:05 min.)
Der deutsche Elektronikfachmann Werner Hellwitz (Michael Gwisdek) ist zu einer Schlüsselfigur im Geheimprojekt "Feuerdrachen" der CIA aufgerückt. Ein Computer hat ihn als bestgeeigneten Spezialagenten und damit Mitarbeiter von Mister Neun, alias John Nolan (Jurie Darie), bestimmt. Dieser hohe CIA-Beamte leitet das Unternehmen "Feuerdrachen". An einem Tag reist er als "Direktor Duval" nach Kapstadt, um ein "Bombengeschäft" abzuwickeln und schon am nächsten Tag nach Pennsylvania, um die elektronischen Sicherungsanlagen im AKW-Kernkraftwerk "Apollo" ausser Betrieb zu setzen.
Hintergrund:
Dieser zweiteiler war ursprünglich als 17. und 18. Folge der Spionagereihe "Das unsichtbare Visier" geplant gewesen und wurde damals auch in diversen Vorankündigungen noch als dessen Fortsetzung angekündigt. Da aber die die westlichen Systeme kritisierende Reihe zu Anfang der 1980er Jahre, im Zeichen von beginnender Entspannungspolitik zwischen Ost und West, nicht mehr für politisch korrekt und zeitgemäß gehalten wurde, entschied man sich kurzerhand, dass "Feuerdrachen" als eigenständiger zweiteiler auf den Bildschirm kommen sollte. Zuvor wurde das Drehbuch völlig umgeschrieben und die Besetzung bis auf wenige Ausnahmen ausgewechselt.
Bemerkenswert ist ausserdem, das dieser zweiteiler gleich nach seiner Erstausstrahlung im Dezember 1981 heftig kritisiert und negativ beurteilt wurde. Ein Vorgang den es in dieser Form bis dahin so noch nie gegeben hatte.
Viele Zuschauer fanden die Handlung damals zu kompliziert, langweilig und konstruiert. Da nützte es offenbar auch wenig, das zur Unterstützung des komplexen Inhalts ein Erzähler eingesetzt wurde.
In weiteren Rollen spielen in "Feuerdrachen" u.a. Rolf Hoppe, Helmut Straßburger, Rüdiger Joswig (den man heute als Kapitän aus der ZDF-Serie "Küstenwache" kennt), Cox Habbema, Achim Petry und Giso Weißbach.
Bildbewertung:
"Das grüne Ungeheuer" ist innerhalb dieser "Straßenfeger"-DVD-Box Nr. 33 auf drei und "Feuerdrachen" auf zwei Silberscheiben enthalten. Beide Produktionen wurden im Auftrag des Deutschen Fernsehfunks (DFF) vom DEFA-Studio für Spielfilme hergestellt.
Der fünfteiler wurde in Digital restaurierter Qualität im Format 4:3 in schwarz/weiß von Original-Vorlagen übernommen. Dazu wurden offensichtlich die im DRA-Archiv vorhandenen Filmnegative der Sendekopien neu digital abgetastet. Beim Betrachten des Bildes sind deshalb auch im großen und ganzen keine Filmtypischen Verunreinigungen mehr sichtbar. Als aufmerksamer Zuschauer kann man allerdings noch vereinzelt, einige durch digitale Bildrekonstruktion bearbeitete Laufstreifen wahrnehmen.
Die schwarz/weiß Werte des Bildes erscheinen sauber, kontrastreich und kräftig. Alle Konturen sind klar und deutlich zu erkennen. Die einzige Ausnahme bilden in dieser Hinsicht, einige eingeschnittene Außenaufnahmen und Rückprojektionen, da diese von anderem, qualitativ deutlich schlechterem S/W-Film-Material übernommen werden mussten.
Augenscheinlich lag "Feuerdrachen" im Archiv nur auf einem elektronischen Speichermedium vor.
Eine digitale Bildbearbeitung war deshalb nicht notwendig, da durch den elektronischen Umschnitt des Filmmaterials, Farbe, Helligkeit und Kontrast ausreichend auf der für das DVD-Mastering zur Verfügung stehenden MAZ-Videokopie vorhanden waren.
Übrigens war es zu Anfang der 80er Jahre eine durchaus übliche Vorgehensweise, TV-Produktionen zwar auf Filmmaterial zu produzieren, diese dann aber nach Abschluß der Endfertigung sofort zu Sendezwecken auf MAZ zu überspielen.
Das würde auch erklären weshalb dieser zweiteiler in der damals typischen Farbfilm-Qualität daher kommt.
Die Gesamtspielzeit aller fünf Silberscheiben vom Typ DVD 9 beträgt 554 Minuten.
Als Bonus gibt es unter dem Titel "Wie ein Fingerabdruck..." ein 75 minütiges ausführliches Gespräch mit Rudi Kurz, dem Regisseur des "grünen Ungeheuers" zu sehen. Es wurde kurz nach dessen 90. Geburtstag am 09. Mai 2011 exklusiv für diese DVD-Veröffentlichung aufgezeichnet.
Ebenfalls exklusiv trafen sich die Produzenten der "Straßenfeger"-DVD-Edition im Sommer 2011 mit dem Schauspieler Giso Weißbach zu einem ausführlichen Interview im Studio Babelsberg, um u.a. mehr über die Dreharbeiten zum zweiteiler "Feuerdrachen" zu erfahren. Herausgekommen ist dabei der 46 minütige Bonusbeitrag "Ich bin ein unerschütterlicher Optimist". Giso Weißbach spielt in "Feuerdrachen" die Rolle des CIA-Spezialagenten Clifford.
Der dritte Bonusbeitrag zeigt unter dem Titel "Straßenfeger Phase IV - Ermittler, Exotik & illegaler Grenzverkehr" in 5 Minuten und 21 Sekunden, einen kurzen Streifzug durch den Inhalt der 10 neuen "Straßenfeger"-DVD-Boxen Nr. 31 bis 40 mit ihren insgesamt 19 DVD-Premieren.
Weitere Hintergrundinformationen zu den beiden hier enthaltenen DFF-Produktionen aus dem "DDR TV-Archiv" können übrigens auch dem dieser DVD-Veröffentlichung beiliegenden sechsseitigen Booklet entnommen werden.
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