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Straßen der Gewalt (2-Disc Limited Gold-Edition) [Special Edition] [2 DVDs]
 
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Straßen der Gewalt (2-Disc Limited Gold-Edition) [Special Edition] [2 DVDs]

Jo In-Seong , Cheon Ho-jin , Yu Ha    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Jo In-Seong, Cheon Ho-jin, Lee Bo-Yeong
  • Regisseur(e): Yu Ha
  • Format: Dolby, PAL, Special Edition, Surround Sound
  • Sprache: Koreanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Splendid Film/WVG
  • Erscheinungstermin: 29. Juni 2007
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 133 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000P1KT3M
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.171 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

OFDb.de

Aufgepasst, liebe "Departed"-Fans: Ungefähr für 2010 ist wahrscheinlich mit dem nächsten US-Remake eines asiatischen Gangsterfilms zu rechnen, wenn der Recycling-Trend anhält. Er stammt diesmal aus Südkorea, für den Filmfan zunehmend mehr das gelobte Land, und sein Name lautet "Dirty Carnival".

Splendid nennt ihn "Straßen der Gewalt" und spricht auf dem Backcover von einem "faszinierenden Gangsterdrama mit Scorsese-Touch". Das entspricht nur halb der Wahrheit, denn während Scorsese die Kamera mitten im Gangstermilieu zentrifugiert und den Zuschauer zum Mittäter der Gangsterbanden macht, spielt unter Yu Ha eine objektive Beobachterperspektive von außen ein, als der aufstrebende Gangster Byung-doo Kim (Jo In-Seong) per Zufall auf alte Klassenkameraden trifft - und die haben rein gar nichts mit seiner Welt gemeinsam. Doch Kim ist in ein Mädchen aus seiner alten Klasse verliebt und ein anderer seiner Klassenkameraden ist Regisseur und will einen Gangsterfilm drehen - mit Kims Hilfe soll das Drehbuch authentisch werden. Und so entsteht eine Verankerung in die "normale" Welt, während es intern um Klassen- und Rangkämpfe geht. Zwei Welten kollidieren miteinander...

Das Skript entwickelt sich aus dieser raffinierten Ausgangsposition prächtig und schlägt verblüffende Bahnen ein. Die Perspektive auf das Milieu ist im Gegensatz zu Scorseses "Goodfellas", "Casino" oder "The Departed" gänzlich anders. Yu Ha möchte nicht unbedingt vermitteln, wie es ist, mit den Augen eines Gangsters zu sehen und mit dem Gehirn eines Gangsters zu denken; er möchte vielmehr zeigen, was geschieht, wenn man von außen mit dieser dem Klischee nach zu urteilen gefährlichen, autarken Welt der gesellschaftlichen Peripherie in Berührung gerät. Man erwartet Ehrenkodexe, Anzüge, beidhändigen Waffengebrauch und skrupellose Geschäfte auf illegalem Boden. Dinge, die sich zum Teil bewahrheiten, jedoch ist die Überraschung groß, wenn man auch hier normale Menschen vorfindet - Menschen, die einfach ein gutes Leben führen wollen.

Der Abgrund öffnet sich mit schleichenden Sohlen und die Dramaturgie geht in einem gemächlichen Spannungsaufbau mit vereinzelten Höhepunkten hundertprozentig auf. Die Entwicklungen erscheinen größtenteils authentisch, auch wenn manche Szene sich auf Routine stützt - da wird mal ein aufdringlicher Herr ordentlich verprügelt und die eigene Freundin schreckt plötzlich vor der angewandten Gewalt zurück, obwohl diese zu ihrem eigenen Schutz eingesetzt wurde... und so weiter. Im Angesicht der fruchtreichen Varietäten rundherum macht diese Routinen aber schier bedeutungslos.

Passend gesellt sich das komplette Fehlen von pathetischen Trändrüsensequenzen hinzu. Man hat manchmal das Gefühl, "Straßen der Gewalt" sei für den Gangsterfilm zumindest annähernd das, was "Memories of Murder" für den Serienkillerfilm darstellte, nämlich mitunter eine Umkehr der Mechanik des Genres. Nun wäre das Unterstellen einer kompletten Umkehr vielleicht zu viel der Ehre, aber dass Yu Ha die Mechanismen ergreift und merklich ausweitet, ist unleugbar.

Dies schlägt sich alleine schon in den geschmackvoll eingesetzten Szenen nieder, in denen ein wenig Action die Bildfläche ausfüllt. Von Schießereien wird bewusst Abstand genommen, vielmehr kommen improvisiert wirkende Faust- und Messerkämpfe zum Einsatz. Auch der sonst beinahe reflexartige Einsatz von vollendeten Kampfchoreografien fällt weitgehend flach; was der Europäer von einem Film aus Asien erwartet, wird (erfreulicherweise) nicht erfüllt. Die Gangster verhalten sich im Zweikampf verhältnismäßig plump, zieht man Martial Arts-Akrobaten zum Vergleich heran - aber sie kämpfen entschlossen, gezielt und mit bewusst eingesetzten Techniken, die nur eben eher an die Straßenkämpfe von Hooligans erinnern als an Bruce Lee.

Der Dreh des Films-im-Film von dem Klassenkameraden, der sich im Gangstermilieu seines Freundes Tipps abholt, wird einmal mehr zur Metaebene hochstilisiert. Man ist gar so keck, diesem Sachverhalt die letzte Szene des Films zu widmen. Gewissermaßen bildet man sich offenbar selbst ein, mit "Dirty Carnival" ein Zeugnis der Authentizität abgelegt zu haben. Das wird alleine in der Szene klar, als der Regisseur (Nam Gung-Min) mit seinem Action-Koordinator darüber diskutiert, weshalb der Roundhouse-Kick aus der Choreografie fallen soll, als plötzlich Kim hinzustößt und als echter Gangster zeigt, wie echte Gangster kämpfen. Hier bricht der Film in den Film-im-Film ein und gibt ihm die Richtung vor, macht ihn zu einem "echten" Gangsterfilm, von dem dieser behauptet, längst schon einer zu sein. Aber der Hochmut kommt nicht von ungefähr, er ist verdient.

Nur der Subplot mit Kims neuer Freundin fällt ein wenig ab, obwohl er für den Plot grundsätzlich unverzichtbar ist, schließlich stellt er einen von zwei (neben der Filmsache) Ankern in das "Normal Life" dar, und zwar den einzigen, der von Kim selbst ausgeworfen wird. Aber im Gegensatz zum Rest vollzieht sich die Beziehung zwischen Kim und Hyun-ju (Lee Bo-Young) zu vorhersehbar.

Trotzdem ist "Dirty Carnival" ein ganz starkes Stück auf seinem Sektor. Ehrliche, unverfälschte Bilder ohne falsche emotionale Übersteigerungen oder Anhäufungen von Milieuklischees, dazu eine ausgeklügelte, intelligente Geschichte mit einer glaubwürdigen Evolution. Sollte Hollywood auch hier seine Chance ergreifen, so hat das seinen Grund.

--- Sascha (Vince)

Produktbeschreibungen

Zo In-Sung, Chun Ho-Jin Zo In-Sung, Chun Ho-Jin, DVD Laufzeit 133 + 173 Bonus min, Amazia, 2 Disks, Version: Amaray, FSK KJ erschienen am: 29.06.2007 Byung-doo Kims (Zo In-sung) Gangsterkarriere steckt fest. Vize-Boss Sang-chul (Yoon Jae-Moon) kassiert das meiste Geld der Aufträge und hält den jungen Aufsteiger unter sich in Schach. Als Boss Hwang (Chun Ho-jin) eines Tages Byung-doo signalisiert, er halte ihn für talentierter als Sang-chul, lässt er sich nicht lange bitten. Er schafft den für Boss Hwang bedrohlichen Staatsanwalt Park aus dem Weg und tötet daraufhin Sang-chul an der Hochzeit seiner Schwester. Als Nummer zwei im Syndikat, baut er mit Hilfe seines Adjutanten Jong-su (Ku Jin) seine Macht aus und versucht, das Herz seiner ehemaligen Schulkollegin Hyun-ju (Bo-young Lee) zu gewinnen. All das protokolliert von Min-Ho Kim (Gung-min Nam), ebenfalls ein ehemaliger Schulkollegen, der einen Gangsterfilm drehen will


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen phasenweise sehr gut, aber......, 25. August 2009
Von 
Frank Linden (troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Straßen der Gewalt (Einzel-DVD) (DVD)
...leider gilt das nicht für den kompletten film.

der junger gangster byung-doo möchte in der hirachie aufsteigen.

allerdings wird er von seinem unterboss sang-chul daran gehindert.

gleichzeitig trifft er seinen alten schulfreund min-ho wieder, der einen film über gangster drehen will.

beide tun sich zusammen und profitieren voneinander.

nachdem byung-doo dem boss des syndikats einen gefallen, in form eines mordes getan hat, steigt er endlich auf und und wird selber unterboss.

allerdings hat er nicht damit gerechnet das min-ho seine erlebnisse und erzählungen im film verarbeitet.

der film wird ein erfolg, aber für byung-doo beginnt der rasante abstieg.

dieser gangsterfilm ist sicher kein schlechter, aber teilweise verliert er drastisch an tempo und es tun sich einige hänger auf die doch sehr stören.

normalerweise mag ich lange laufzeiten, aber in diesem fall hätte man den film etwas kürzer machen sollen.

gerade der mittelteil ist mit familienkram und einer lovestory durchzogen und somit sehr langatmig.

die darsteller machen ihre sache recht gut.

die dialoge sind nicht das gelbe vom ei.

die story ist wie oben beschrieben, am anfang und ende wirklich gut und spannend, verflacht aber im mittelteil zusehenst.

die gewaltszenen, mit authentischen in-fights und shoot-outs, sind sehr gut inziniert.

der soundtrack ist ok.

alles in allem also ein recht guter asia-gangsterfilm der den auf und abstieg seines hauptprotagonisten zeigt, sich aber im mittelteil in belanglosigkeiten verliert.
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4.0 von 5 Sternen Guter, solider Gangster-Film, 19. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Straßen der Gewalt (Einzel-DVD) (DVD)
Der Film ist insgesamt unterhaltsam. Bezüglich mancher Längen im Film kann ich mich den vorigen Rezensionen anschließen. Strassen der Gewalt ist tatsächlich ein gut aufgemachter Film, der es durchaus geschafft hat mich in seinen Bann zu ziehen.

Trotzdem hätte es aber noch ein wenig mehr Action sein können.

Die Liebesgeschichte ist in der Tat zu vorhersehbar und in meinen Augen nicht glaubhaft genug.

Das Ende hat mir gut gefallen, hat nochmal eine etwas überraschende Wendung zu bieten und ist doch glaubwürdig.

Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wirklich gutes und dramatisches Koreanisches Gangster-Kino!, 27. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Straßen der Gewalt (2-Disc Limited Gold-Edition) [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
"Straßen der Gewalt" ist der erneute Beweis dass wirklich gutes Kino nicht nur aus Hollywood kommen muss. Denn dort wäre es wohl nicht möglich gewesen einen derart guten und unterhaltsamen Streifen über eine Laufzeit von doch gut mehr als zwei Stunden zu produzieren.

Auf den Inhalt ist an anderer Stelle bereits ausführlich eingegangen worden. Was dies alles jedoch wirklich erst interessant und mehr als ansehnlich macht sind wohl nicht zuletzt die gut agierenden Darsteller, allen voran der wirklich hervorragende Hauptdarsteller. Man nimmt ihm die Rolle des großen Bosses welcher er jedoch nie so recht sein mag voll und ganz ab. Aber auch keiner der weiteren Akteure ist ohne weiteres so einfach zu durchschauen.

Der Film beginnt an sich relativ lässig und macht irgendwie den Eindruck als müsse man alles nicht ganz so Ernst nehmen. Dies steigert bzw. ändert sich jedoch im weiteren Verlauf wirklich konstant zu einem doch sehr beeindruckendem Ende. Insbesondere in Anbetracht der langen Laufzeit des Filmes ist dies allemal eine hervorragenden Leistung. Der Titel steht nicht in allen Belangen für den Inhalt, so wird man wohl die gesamt Zeit über keine einzige Schusswaffe zu sehen bekommen. Sämtliche Auseinandersetzungen finden in bester Straßenschlacht-Manier statt, mit Stöcken, Pflöcken und günstigstenfalls mit Messern. Der Gewaltgrad liegt dabei trotz allem etwas über dem Mittelmaß, zumindest bei etwas genauerem Betrachten sollte einem dies auffallen. Dies ist es jedoch nicht vorrangig was den Film prägt, schon vielmehr seine gute Erzählweise, einigen guten Wendungen und das der Streifen ganz einfach real rüberkommt. Nichts ist übertriebe oder gar gestellt, es scheint fast als wäre es ein Film im Film.

Im großen und ganzen lässt sich "Straßen der Gewalt" nicht mit Filmen bzw. Meisterwerken wie "Oldyboy" oder "Bittersweet Life" vergleichen, ist aber auf seine durchaus dramatische und bedrückende Art und Weise sowie Atmosphäre mindestens genauso einen Blick Wert und meiner Meinung nach für jeden Fan des Koreanischen Filmes ohnehin ein absolutes Muss!
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