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5.0 von 5 Sternen
Eine Liebeserklärung und eine Bestandsaufnahme, 22. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Straßen der Erinnerung. Reisen durch das vergessene Amerika. (Broschiert)
Knapp 20.000 Meilen hat Bill Bryson in dem Wagen seiner Mutter hinter sich gebracht, hat die Vereinigten Staaten von Nord nach Süd, von Ost nach West durchquert und sie dabei mit sowohl mit dem Blick des Heimkehrers, der Stolz auf sein Vaterland ist, und dem des skeptischen Neuankömmlings betrachtet, dem vieles fremd und sonderbar erscheint. Seine Beobachtungsgabe, sein Gespür für Details, seine Sprachgewandtheit und nicht zuletzt seine direkte Art, die Dinge beim Namen zu nennen, lassen ihn vor dem Hintergrund seiner Kinder- und Jugendzeit in Iowa und den Urlaubsfahrten mit der Familie ein lebendiges Bild Nordamerikas zeichnen. Gerade die Tatsache, dass er nicht ausschweifend über die Golden-Gate-Bridge, die Freiheitsstatue oder Disneyland berichtet, sondern stattdessen über Gespräche mit in die Jahre gekommenen Barschlampen, rassistischen, hinterwäldlerischen Tankwarten oder honigsüßen, geschmacklosen Drugstoreverkäuferinnen, die aussehen wie Flüchtlinge aus den Fünfzigern, machen dieses Buch so lesenswert und grenzen es deutlich von blutleeren, oberflächlichen Reiseberichten ab.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Amerikaner kehrt heim, 26. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Straßen der Erinnerung. Reisen durch das vergessene Amerika. (Broschiert)
Bill Bryson kehrt nach Jahren wieder in den Mittelwesten der USA zurück, dem er einst den Rücken kehrte und nach England auswanderte.
Der Mittelwesten steht für Konservatismus, Patriotismus und Kleinstadtmentalität und eben in diesen Kleinstädt gedieh und gedeihen so eminent individualistische Talente wie: Ernest Hemingway (Schriftsteller), Abraham Lincoln (Politiker) Spencer Tracy (Schauspieler), F.Scott Fitzgerald (Schriftsteller), James Dean (Schauspieler), John Dillinger (Gangster), Marlon Brando, Montgomery Clift, Robert Zimmermann alias Bob Dylan (Vortragskünstler und Lyriker)
Konservativ gewiß, diese Gegend, aber eben auch Heimstatt jenes unverwechselbar amerikanischen Individualismus.
Bryson begibt sich im alten Chevy seiner Mutter auf eine Entdeckungsreise durch das Amerika seiner Jugend: Was er findet sind hemmungslose Zersiedelung, Brutalkapitalismus, Verkommerzialisierung, aber dann auch: wunderbare Orte, Seen, weite Prärielandschaften und die Individualisten des Mittelwestens.
Bryson schreibt und schreibt, mal zynisch, mal zutiefst traurig, dann lachend und sentimental: Ein gutes Buch, ein Buch über das Leben und das Überleben in den USA der Gegenwart.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie immer - sehr unterhaltsam!, 8. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Straßen der Erinnerung. Reisen durch das vergessene Amerika. (Broschiert)
Bill Bryson hat auch in diesem Buch bewiesen, mit wieviel Witz und Humor er seine Reisen beschreibt. Hier und dort wird er auch ein bisschen traurig und melancholisch - aber das gehört wohl dazu, wenn man feststellen muß, daß nichts von dem "guten alten Amerika" mehr so ist, wie es einmal war. Ich liebe ja die Bücher von Bill Bryson - nur dieses weist leider einige Längen auf - deshalb auch nur 4 Sterne.
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