Zum Inhalt:
FBI-Inspektor George Briggs(Lloyd Nolan)untersucht in Center City den Mord an einer Hausfrau und einem Bankangestellten.Die Spur führt ihn zur Gang des kaltblütigen Gangsters Alec Stiles(Richard Widmark), dessen Hauptquartier in der Strasse ohne Namen liegt.Briggs beschließt,seinen besten Mann(Mark Stevens) undercover in die verbrecherische Organisation einzuschleusen. Kurz nachdem der FBI-Agent Cordell das Vertrauen des Gangsterbosses gewonnen hat, fliegt seine Tarnung auf und Stiles sühnt nach tödlicher Rache.
William Keighleys semi-dokumentarischer Spielfilm, einer seiner letzten Regiearbeiten in den USA, zeigt das Leben,die Strukturen und Regeln nach denen auf beiden Seiten des Gesetzes geplant, gehandelt und gearbeitet wird. Im klassischen Stile des Film noir versucht er reale soziale Verhältnisse darzustellen und diese systematisch zu erfassen. Dabei verbindet er sowohl dokumentarische als auch spielfilmtechnische Elemente, und vermittelt dadurch ein äusserst realistisches Abbild der damaligen FBI-Vorgehensweise.The street with no name,so sein Orginaltitel, reiht sich in die Tradition der Filme Kiss of Death (Richard Widmarks Filmdebüt von 1947), Tatort 911 oder im entfernteren Sinne auch Goodfellas ein. Das gesellschafliche Phänomen Kriminalität wird hier in einem für die Schwarze Serie typisch stylistischen Schema eingefangen. Das FBI-Dokudrama beginnt mit einem narrativen voice over, charakteristisch für den frühen film noir, und führt den Zuschauer im weiteren Verlauf der Handlung in die Unterwelt des amerikanischen Großstadtlebens. Den Höhepunkt dieses Undercover-Klassikers bildet dann der finale Showdown zwischen den beiden Hauptdarstellern. In diesem fesselnden und spannungsgeladenen Noirthriller wird durch den visuelllen Stil, Wahl der locations und durch die Kameraführung niveauvoller Filmgenuss garantiert. Allein die Präsenz des jungen Widmarks und Stevens, seiner Zeit bekannt aus TV Episoden, machen dieses Filmkunstwerk absolut sehenswert. Harry Kleiner, Drehbuchautor von "The street with no name", wurde 1949 in der Kategorie Bestes Drehbuch für den Oscar nominiert. Für Freunde des Film noirs m. E. ein "Must Have".
Die DVD, erschienen im Rahmen der Foxreihe "Grosse Filmklassiker" bleibt allerdings in puncto Ausstattung hinter den Erwartungen zurück. Nur stereo Ton, keine extras, specials, Bonusmaterial oder Hintergrundinfos etc... sind vorhanden. Lediglich ein einsamer Trailer ist vorzufinden. Dieses Defizit kann dann auch die ästhetisch nett aufgemachte Hülle mit Schuber, altem Plakat als Cover, Booklet und Postkarte nicht wettmachen. Daher - einen Stern Abzug -