Das Buch beschreibt einen kurzen Lebensweg von Omar, dem Geschichtenhändler. Er ist unterwegs Richtung Zanadon, einer Stadt, die ihn mehr denn je benötigt...
Auf seiner Reise trifft Omar auf eine Sklavenkaravane. Er erzählt dem Anführer eine lange Geschichte- doch anstatt sich zu revanchieren, nimmt ihn dieser gefangen und lässt ihn in Ketten legen. Auf dem beschwerlichen Weg nach Zanadon freundet sich Omar mit Thorian, einem muskelbepackten Sklaven an und plant mit ihm die Flucht.
Erst als sie an den Toren der Stadt stehen, nutzen sie die Gunst der Stunde, fliehen in eine Seitengasse und verstecken sich im Keller eines Hauses. Dort entledigen sie sich ihrer Ketten und belauschen die Bewohner.
Omar beobachtet, wie der Hausherr seine Tochter zwingt, einen von ihm ausgewählten Händlersohn zum Ehemann zu nehmen. Doch sie weigert sich und beschließt, eine Priesterin zu werden. Dies scheint ihr Vater bereits gewusst zu haben, denn kurz darauf erscheint der Hohepriester im Haus des Händlers und führt sie in den Tempel.
Omar wittert ein abgekartetes Spiel und folgt, mit Thorian im Schlepptau, dem Priester in das Gotteshaus, das wie eine Pyramide gebaut wurde.
Dort angekommen, suchen der Geschichtenhändler und sein Freund nach der Händlertochter- doch anstatt sie zu finden, werden sie Zeugen einer bevorstehenden Verschwörung, die bis in die höchsten Ebenen der Regierung und der Priesterschaft reichen.
Omar ahnt noch nicht, dass er dieses Komplott nur aufdecken kann, indem er zum Gott wird'
Dave Duncan hat hier einen Roman geschrieben, der es schafft, mit minimaler Handlung die maximale Spannung zu erzeugen. Obwohl Kampfhandlungen und Action jedweder Art mit der Lupe zu suchen sind, bleibt das Buch auf jeder Seite spannend und lässt sich fast nicht mehr aus der Hand legen. Längen oder langweilige Passagen gibt es nicht.
Omar scheint von den Göttern gelenkt zu werden, denn aus jeder noch so misslichen Situation kann sich der Geschichtenhändler herausreden- und genau das macht das Buch aus.
Obwohl die Story geradlinig verläuft wird, wegen der vielen von Omar und seinem Begleiter erzählten Geschichten, diese nie langweilig und man wird dadurch in andere Länder entführt.
Die sehr gewählte Schreibweise von Dave Duncan unterstreicht dies zusätzlich.
Da es ein offenes Ende gibt, schließe ich eine Fortsetzung nicht aus.
Mein Fazit: Packendes Buch, das mit wenig Story und einer Handvoll Personen viel Geschichten erzählt. Jedem zu empfehlen, der eine andersartige, aber gute Geschichte lesen will.