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Storymanagement: Der narrative Ansatz für Management und Beratung Gebundene Ausgabe – September 2008


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 261 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 360894057X
  • ISBN-13: 978-3608940572
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 16 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.627.206 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. Michael Loebbert ist als Unternehmensberater und praktischer Philosoph seit 15 Jahren freiberuflich selbständig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Managementcoaching und -beratung sowie die Begleitung von Strategie- und Entwicklungsprozessen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu erschaffen
Peter F. Drucker
Zweites Kapitel: Narratives Management
Das zweite Kapitel legt den Grundstein für das Verständnis und die Realisierung narrativer Interventionen im Konzept der organisatorischen Basiserzählung. Mindestens ein intuitives Verständnis der organisatorischen Basiserzählung ist Bedingung für den Erfolg narrativer Interventionen. Interventionen in die Basiserzählung werden in ihrer Reichweite und Wirksamkeit dargestellt.
2.1 Das Management der organisatorischen Basiserzählung
Der Geschichtenkreis des Unternehmens
Geschichten in "Unternehmen und Organisationen"(1) werden von unterschiedlichen Menschen, aus unterschiedlichen Perspektiven zu ganz unterschiedlichen Themen erzählt:
- Geschichten über die Geschichte des Unternehmens
- Geschichten mit Menschen und Produkten
- Geschichten der Kunden und über Kunden
- Projektgeschichten und Erfolgsgeschichten
- Geschichten über Gewinner und Verlierer
- wahre Geschichten und erfundene Geschichten
Führungsverantwortliche sind erstaunt, wenn sie aus einer narrativen Unternehmensanalyse erfahren, welche Geschichten im Unternehmen kursieren und die Kultur des Unternehmens prägen (2): Die Geschichte des Unternehmens wird als unaufhaltsamer Niedergang erzählt, Erfolge liegen oft schon längst zurück, Kunden erzählen überwiegend von negativen Erlebnissen. Die Geschichten der Verlierer der letzten Unternehmensveränderung sind im kollektiven Gedächtnis von Mitarbeitern und ihren Familien eingebrannt. Hier gilt das psychologische Gesetz, daß es 10 positiver Erlebnisse bedarf, um ein negatives Erlebnis aufzuwiegen.
Welchen Unterschied es macht, welche Geschichten im Unternehmen erzählt werden, macht folgende Geschichte deutlich: Ein Mann kommt an einer Baustelle vorbei, an der drei Arbeiter beschäftigt sind. "Was tun Sie hier?" fragt der Mann. Der erste Arbeiter unterbricht seine Arbeit, um nur kurz aufzuschauen. "Sehen Sie denn nicht, daß ich hier Steine aufeinandersetze?" Der zweite Arbeiter richtet sich kurz auf um zu sagen, daß er eine Mauer baue. Der dritte geht einen Schritt zurück, wischt sich die Hände ab und erklärt stolz: "Wir bauen eine Kathedrale".
Die Geschichten in einem Unternehmen, die sich auf das Unternehmen beziehen, bilden einen Geschichtenkreis. Zum "Story Circle" eines Unternehmens gehören alle Geschichten, die Bezug auf oder in Zusammenhang mit dem Unternehmen von Menschen innerhalb oder außerhalb des Unternehmens erzählt werden. Das sind einmal Geschichten, die direkt mit Mitgliedern und Ereignissen der Organisation zu tun haben. Aber auch literarische Geschichten, Fabeln, Witze oder Lehrgeschichten, die Menschen in bestimmten Situationen erzählen oder erzählt haben, können als Teile der Geschichte dieser Situation in den Geschichtenkreis aufgenommen werden.
Empirische Untersuchungen zeigen, daß Art und Anzahl der Geschichten im Geschichtenkreis stark variieren. Vermutet wird ein Zusammenhang mit der Länge der Zeit, welche Menschen in und mit einer bestimmten Organisation verbringen: Je länger die durchschnittliche Zugehörigkeit, desto mehr und auch reichhaltigere Geschichten werden erzählt. Dazu gehören komische und witzige Geschichten, tragisches Geschichten über Fehlschläge und auch persönliche Kränkungen, genauso wie dramatische Geschichten über Kämpfe, Bewältigung von Schwierigkeiten und Erfolge.
Der amerikanische Begriff des "Story Circle" hat noch eine zweite Bedeutung: Zugleich mit der Art von Geschichten, die für das Unternehmen mehr oder weniger bedeutsam sind, beschreibt "Story Circle" den Kreis der Menschen, die mit dem Unternehmen eine gemeinsam Geschichte haben. Aus Sicht einer Theorie der Anspruchsgruppen von Organisationen ("stakeholders") gehören zum Geschichtenkreis alle Personen, die ein ausdrückliches Interesse mit der Organisation verbindet. Das sind Personen, die sich tatsächlich mit der Organisation verbinden und identifizieren.
Die organisatorische Basiserzählung
Menschen organisieren ihre Handlungen im Hinblick auf Zwecke. Mit der Verknüpfung bestimmter Handlungen verschiedener Menschen in Beziehung zu einem Zweck ("primary task") sind die Mitglieder, die Grenzen und die Aufgabe eines Unternehmens oder einer Organisation bestimmt. Eine Familie kann den Zweck haben, das materielle Überleben ihrer Angehörigen zu sichern oder einen Geschichtenkreis zu realisieren, in dem jeder Angehörige aus seinem Leben eine gute Geschichte machen kann. Ein Unternehmen kann den Zweck haben, bestimmte Produkte und Leistungen für Kunden zu realisieren. Ein Arbeitsteam kann den Zweck haben, bestimmte Ziele zu erreichen.
Der Geschichtenkreis der Organisation hat als Bezugspunkt und Rahmen den Zweck der Organisation, beziehungsweise das, was die Mitglieder der Organisation jeweils unter dem Zweck der Organisation verstehen. Dabei ist es auch nicht entscheidend, ob ich als Mitarbeiter dieselben Zwecke verfolge oder deklariere wie die Führung oder das Management der Organisation. Entscheidend für meine Zugehörigkeit ist, daß ich mich in meinen eigenen Zwecken, wie zum Beispiel Geld verdienen, auf die Zwecke der Organisation beziehe, wie etwa Kunden für eine bestimmte Leistungsbeziehung zu gewinnen.
Erzählungen und Geschichten, die sich mit dem Zweck der Organisation auseinandersetzen, bilden in bezug auf den Geschichtenkreis die organisatorische Basiserzählung. Zur organisatorischen Basiserzählung gehören diejenigen Geschichten des Geschichtenkreises, in denen die Zwecke oder der Zweck der Organisation aktuell erzählt werden.
(1) Die Begriffe "Unternehmen" und "Organisation" verwende ich aus narrativer Sicht, eine gute Geschichte daraus zu machen, mehr oder weniger gleichbedeutend. Darin steckt die Überzeugung, daß alle Organisationen einen "unternehmerischen" Kern in ihrer Zwecksetzung haben, ob sie als Wirtschafts- oder als soziale Unternehmen tätig sind.
(2) Vergleiche insgesamt dazu Frenzel, Müller, Sottong 2000. 3 Yannis (2000) Seite 145 ff.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 16. Oktober 2003
Format: Gebundene Ausgabe
In vielen Unternehmen macht sich eine neue Erkenntnis breit: Das rein verstandesmässige Denken und Handeln führt nur selten zu den gewünschten Ergebnissen. Was fehlt, ist meist das konkrete Erleben der Betroffenheit und das daraus folgende Handeln aller Beteiligten. Ein geeigneter Managementansatz, der die subjektiven Erfahrungen der Menschen in Veränderungsprozessen integrieren kann, ist das Storymanagement. Dieses Buch schildert ausführlich, wie das Managen durch Geschichten funktioniert. Anhand von Fallbeispielen zeigt es, was eine gute Erzählung ausmacht und wie sich mit ihr Geschäftsprozesse erfolgreich steuern lassen. Allerdings ist es gerade diese Ausführlichkeit, die das Buch schwer lesbar macht. An vielen Stellen wirkt es zu theoretisch und abstrakt. Und am Ende bleibt die Frage offen, wie sich das Storymanagement denn nun ganz konkret im Alltag umsetzen lässt. Das was Loebbert über 250 Seiten lang propagiert, ist ihm selbst nicht gelungen: das Schreiben einer fesselnden Geschichte. Wir sind der Meinung: Für Manager und Berater, die sich über die theoretischen Grundlagen des Storymanagements informieren wollen, ist das Buch dennoch bedingt zu empfehlen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von G. Lembke am 8. September 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Ich war zunächst überrascht über den Umfang des Werkes zu einem Thema, dass mir einerseits aus der Psychologie (schon seit einigen Jahren) bekannt ist, andererseits für Unternehmen doch noch weitgehend unaufbearbeitet war. Michael Loebbert ist nun gerade letzters hervorragend gelungen. Fachlich breit und theoretisch aufgestellt, bietet es einen guten Überblick über die praktische Anwendung des narrativen Ansatzes und eben auch die wichtigsten Argumente für seine Begründung. Es ist keine Unterhaltungsliteratur und empfehlenswert für alle, die sich mit Wissensarbeit in Organisationen auseinandersetzen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jutta Wegener am 28. Juli 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch steht etwas quer zu leicht konsumierbarer Managementliteratur. Storymanagement bedeutet, das Unternehmen wie eine Geschichte zu managen. Dieser Ansatz wird von Michael Loebbert weiter ausgeführt. Das ist anders und zunächst etwas fremd. Bringt aber unerwartete Einsichten für das Management von Strategie, Unternehmensentwicklung und Märkten: Wirksamere
Strategien durch Geschichten? Inszenierung von Unternehmensentwicklung und Märkten? - Dazu findet man umsetzbare Handlungsanleitungen und Fallbeschreibungen aus Unternehmen. Die Lektüre ist (fast immer) spannend, voller
Anregungen und lohnend für alle, die mehr wollen als nur die Oberfläche. Damit macht das Buch einen Unterschied. Empfehlenswert für Managerinnen und Beraterinnen als fundierte Einführung in die Anwendung des narrativen Ansatzes für die Unternehmensführung. Und für alle, die sich für gute Geschichten interessieren.
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