Die Zeit der grossen Geschichtenerzähler hielten nicht wenige bereits für abegeschlossen. Nunerlebt sie ihr Comeback. Denn da die Aufmerksamkeit zu einem knappen Gut wurde, erinnerte man sich der Kraft von Geschichten, Mythen, Rituale. Den aufgeweckten Beratern und Marketers blieben die Erkenntisse der neueren Wissenschaften nicht verborgen. Unser Gedächtnis zu Beispiel speichert kaum Fakten, dafür umso mehr Geschichten. Das Buch der Amerikanierin ist denn auch nicht für die Liebhaber von Gutenachtmärchen geschrieben worden, sondern für die Welt der Wirtschaft. In zehn Kapitel eingeteilt, wird dem Leser das theoretische Rüstzeug zum Storytelling vermittelt und mit bekannten und neuen Beispielen garniert. Aber da das spannendes, unterhaltsames Erzählen eine Kunst ist, wird man mit der Lektüre allein kaum zum begnadeten Erfinder mitreissender Stories. aber man begreift besser, weshalb etwas wirkt. Oder eben auch nicht. Und man wird motiviert, langweilige Fakten in lebendige Dramen zu packen. Vom Stil einer Autorin, die über Geschichten schreibt, erwarte ich mehr. Einiges wirkt doch hölzern und wie aus einem braven Schulaufsatz. Bildhafte Formulierungen sind die Ausnahme.