Dänemark ist zwar von seiner Größe her ein ganz kleines Königreich, was aber die Produktion von Jugend- und Familienfilmen betrifft, ein ganz großes. Mit Storm - Sieger auf vier Pfoten - gelingt den dänischen Produzenten erneut ein ganz exzellenter und tief berührender Familienfilm, der in den 90 Minuten die Augen des Zuschauers an vielen Stellen feucht werden lässt, und ihn fesselt bis zum Schluss.
Der zwölfjährige Freddie lebt nach dem Tod seiner Mutter alleine bei seinem Vater, der sich sehr rührend um ihn kümmert, und ihm ein geborgenes Heim bietet. In der Schule erlebt der sympathische und anständige Junge allerdings die Hölle, denn er wird von seinen Mitschülern bei jeder Gelegenheit übelst gemobbt, verprügelt und abgezogen. Diese schrecklichen Peinigungen beginnen auch gleich zu Beginn des Filmes, so dass sich der Zuschauer nicht nur sehr schnell in das Gefühlsleben des Jungen hineinversetzen kann, sondern auch mit ihm leidet.
Freddie wird wenig später mit der Situation konfrontiert, dass ein ungehobelter Hundbesitzer seinen Hund schlägt und heftig misshandelt. Irgendwie erkennt er darin sein eigenes Schicksal, und möchte dem Hund helfen. So folgt er kurz entschlossen mit seinem Fahrrad dem Mann, um zu erkunden, wo dieser wohnt. Nachts schleicht er sich dann unbemerkt aus der Wohnung, und bringt dem teilweise verwahrlosten Hund etwas zu essen. Tags darauf, als es nachts sehr stark gewittert und regnet, entführt Freddie den Hund und versteckt ihn bei sich zu Hause in seinem Zimmer.
Dass dieses Versteck nicht unbemerkt bleibt, war klar, und als sein Vater herausfand, dass er - Storm - gestohlen hat, verlangt er von ihm den Hund wieder seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Von diesem Augenblick an beginnt eine ganz emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, denn das Herz, des ohnehin so verletzten Freddies, der auch weiterhin von seinen Mitschülern extrem drangsaliert wird, zerbricht in Tausend Stücke, allein schon deshalb, weil er ganz genau weiß, dass - Storm - von seinem Besitzer jetzt wieder misshandelt werden wird. Den einzigen Rückhalt erfährt Freddie von seiner Nachbarin, die sich nachmittags sehr redlich um ihn kümmert, sowie von einer netten und sympathischen Klassenkameradin, die ihm später auch hilft, das Geld für Storm aufzubringen. Großartige Story, großartige Inszenierung, großartige Schauspieler, exzellente Musik, und atemberaubende Schnitte haben Fünf Sterne mehr als verdient.