Eher zufällig stößt man auf die CD dieser in Deutschland, selbst in Emo-verrückten Kreisen, weitestgehend unbekannten Band. Angefangen bei Thursday, Taking back sunday, Funeral for a friend über My chemical romance bis hin zu Jimmy Eat World hat diese Musikrichtung, die poppige Melodien mit harter Begleitinstrumentierung und häufig mit deftigem Gebrüll verbindet, inzwischen weite Kreise gezogen. Vor allem auf dem amerikanischen Musikmarkt, aber auch in Deutschland, vor allem durch die letztgenannten Jimmy Eat World, der wohl poppigsten Variante des Emocore. Es gibt, gefördert durch die Plattenindustrie, ein massenhaftes Angebot an CDs von oben genannten und vielen weiteren Bands dieser Musikrichtung. Das Album von "Matchbook Romance" hebt sich aus dieser Masse jedoch durch seine Qualität erfolgreich heraus. Erfolgreich zunächst einmal durch die Produktion, die ihrem Sound eine Transparenz verpaßt, die vergleichbaren Bands, z.B. Taking Back Sunday fehlt. Musikalisch gesehen wird hier sicherlich auf völlig ausgetretenen Pfaden herumgetrampelt, dies allerdings gekonnt. Die Songs zeichnen sich durch eingängige Hooklines aus, die sich ins Ohr bohren und nicht wieder rauskommen. Man merkt aber auch deutlich, dass die Band nicht nur bezüglich Songwriting, sondern auch was die Umsetzung angeht, ordnetlich was zu bieten hat. Neben den soliden Gitarrenstimmen ist vor allem das Schlagzeug herausstechend, insbesondere die konsequent eingesetzten, originellen Double-Bass-Parts.
Alles in allem ein absoluter Kauftipp, vor allem zu dem Preis. Für jeden Fan guter, emotionaler Rockmusik!
Anspieltipps: Promise, Greatest fall of all time, Stay tonight