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Stoppt das Euro-Desaster!
 
 

Stoppt das Euro-Desaster! [Kindle Edition]

Max Otte
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Euro steht am Abgrund. Schuld daran sind aber nicht die Griechen oder Portugiesen, sondern Banken, Finanzdienstleister und Milliardäre. Sehenden Auges ruinieren sie unseren Haushalt, unsere Währung und ganze Staaten. Die Politiker unternehmen nichts, um diesem Spiel Einhalt zu gebieten.

Max Otte fordert ein sofortiges Umdenken: Wir brauchen in Deutschland und Europa endlich eine neue Finanzmarktordnung mit Regeln, an die sich jeder zu halten hat, und die nicht nur dem Großkapital nützt, sondern uns allen.

Über den Autor

Max Otte ist Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms und Leiter des von ihm gegründeten Finanzanalyseinstituts IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH in Köln. Im Frühjahr 2011 nahm er zusätzlich einen Ruf an die Karl-Franzens-Universität Graz an. Er hat zahlreiche Artikel in bekannten Zeitungen und Fachzeitschriften und bereits mehrere Bücher zu Wirtschafts- und Kapitalmarktthemen veröffentlicht. Sein Buch Der Crash kommt, in dem er die Finanzkrise 2008 vorhersagte, wurde zu einem überwältigenden Bestseller. Max Otte hat Volkswirtschaftslehre in Köln studiert und an der Princeton University promoviert. Er war für zahlreiche Unternehmen und Organisationen beratend tätig, u.a. die Weltbank, das Bundesministerium für Wirtschaft und die Vereinten Nationen.  Seit vielen Jahren unterstützt Prof. Otte Privatanleger bei deren langfristigem Vermögensaufbau. Seit 2008 berät er einen nach seiner Strategie gemanagten Fonds.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Jeder, der mit der Struktur unseres Finanzwesens vertraut ist, weiß um dessen Komplexität. Aber nicht jeder davon weiß, wieviel Schindluder mit eben dieser Komplexität getrieben wird. Frei nach dem Motto: Das versteht der kleine Mann von der Straße sowieso nicht. Der soll nicht lange fragen, sondern einfach nur dafür zahlen.

Genau hier schafft Max Otte Abhilfe. Seine "Streitschrift" mit dem Titel "Stoppt das Euro-Desaster" dürfte so manchem die Augen öffnen.

Im wesentlichen belegt Otte, dass es bei der Rettung des Euro keineswegs um die Rettung Europas oder auch nur der EU geht, sondern einzig um die Rettung privaten Vermögens derjenigen Akteure des internationalen Finanzzirkus, die mit den gravierenden Mängeln des Euro ein Jahrzehnt lang beste Geschäfte gemacht haben. Und die nun lauthals jammern, auf staatliche Hilfen angewiesen zu sein, weil sonst die Weltwirtschaft unweigerlich zusammenbrechen werde.

Wer diese Akteure sind und wie sie von den Schwächen der europäischen Gemeinschaftswährung profitiert haben, legt der Autor ebenso kompetent wie überzeugend dar. Er tut dies zudem in einer Sprache, die für Erika Mustermann und Otto Normalverbraucher gleichermaßen verständlich ist, was ihn von anderen Autoren dieses Themenkreises vorteilhaft unterscheidet.

Gerade durch seine verständliche Sprache vermag der Autor zu zeigen, dass es mit der angesprochenen Komplexität des Finanzwesens gar nicht so weit her ist. Auch Normalbürger können verstehen, dass niemand auf Dauer mehr Geld ausgeben kann, als zur Verfügung steht. Auch ein Staat nicht. So, wie das Haushaltsgeld im eigenen Haushalt eben reichen muss - auch wenn es eigentlich immer viel zu wenig ist -, so muss auch das Geld im staatlichen Haushalt reichen. Auch wenn es ebenfalls zu wenig ist. Ganz gleich, ob es um den Staatshaushalt Griechenlands, Portugals, Deutschlands oder irgend eines anderen Landes geht.

Die Fakten, die Otte dazu aneinanderreiht und überwiegend bestens belegt, haben es in sich. Hier ein Auszug:

- Rechnerisch trägt schon jetzt (!) jeder Bundesbürger 2500 Euro zum Finanzmarktstabilisierungsfonds, also zur "Rettung des Euro" bei; wer selbst arbeitet, muss den entsprechenden Anteil nichtarbeitender Mitbürger zusätzlich übernehmen.
- Ein Land, das so hoffnungslos überschuldet ist wie etwa Griechenland, wird Hilfszahlungen niemals zurückerstatten können, ganz gleich, ob sie als Darlehen, als Bürgschaft oder von vornherein als verlorener Zuschuss deklariert werden.
- Was beispielsweise als Hilfe für Griechenland etikettiert wird, bekommt der Normalgrieche nie zu Gesicht; es fließt an diejenigen, die unverantwortlich hohe Kredite an das wirtschaftsschwache Griechenland gegeben und dafür jahrelang ordentlich Zinsen kassiert haben, darauf spekulierend, die EU werde das Land am Ende schon freikaufen.
- Länder wie Griechenland, Irland, Portugal oder Italien hätten unter den gegebenen Umständen erst gar nicht in die Eurozone aufgenommen werden dürfen.
- Die beträchtlichen Gewinne aus Finanzgeschäften mit diesen Hochrisikoländern gelten "selbstverständlich" als Privatsache, die nun anstehenden Verluste aus denselben Geschäften jedoch hat die Allgemeinheit zu tragen.
- Geld, das gerade von angesehenen Bankhäusern massenhaft in dubiose Spekulationsgeschäfte gesteckt wurde, fehlte gleichzeitig in der Realwirtschaft, also dort, wo arbeitende Menschen wirkliche Werte zu schaffen versuchten.
- Die bereits beschlossenen Hilfen an Griechenland und andere stellen einen klaren Bruch des geltenden EU-Vertrages dar, der ein "Freikaufen" einzelner Mitgliedsstaaten aus guten Gründen ausdrücklich untersagt.
- Die personellen Verflechtungen zwischen Finanzbranche und Politik sind immens und in der Öffentlichkeit dennoch weitgehend unbekannt; hier nennt der Autor mehrfach Ross und Reiter, nicht ohne auch gleich die politischen Folgen solcher Verflechtungen anschaulich vor Augen zu führen.

Dass es sich dabei weder um Stammtischparolen noch um das marktschreierische Geplärre eines notorischen Schwarzmalers handelt, wird jeder angemessen informierte Beobachter bestätigen können. Vorausgesetzt er ist sowohl sachkundig als auch unabhängig. Otte legt dar, dass viele Beteiligte der Finanzmaschinerie zumindest eines von beiden nicht sind. Wenn nicht sogar beides.

Wer das Buch gelesen hat, wird sich mehr denn je nicht nur für unser Land eine wirkliche Regierung wünschen, eine, deren Mitglieder ihrem Amtseid gerecht werden. Weil darin unter anderem die Rede davon ist, Schaden vom eigenen Volk zu wenden und seinen Nutzen zu mehren. Ob dem durch endloses Überweisen von Steuermilliarden an unkontrollierbare Schuldenstaaten Genüge getan werden kann, möge jeder Leser für sich entscheiden.

Angesichts der überragenden Bedeutung des Themas hätte ich die Klarheit der Ausführungen des Autors zu gerne mit fünf Sternen belohnt. Da ich hier jedoch nur eine Gesamtnote für alle Aspekte des Buches abgeben kann, muss ich auch andere Gesichtspunkte in die Wertung einfließen lassen. Hier sind es vor allem deren drei, die zur Abwertung führen - allesamt solche, die wohl eher der Verlag zu verantworten hat. Erstens meine ich bei einem so schmalen Büchlein, das in fünfstelliger Auflage auf den Markt kommt, etwas weniger handwerkliche, hier vorwiegend grammatikalische Fehler erwarten zu dürfen; zweitens befasst sich der Text zu großen Teilen weniger mit dem Euro und eher mit der Struktur unseres Finanzwesens, so dass der reißerische Titel einer Themaverfehlung nahe kommt; drittens schließlich sind vier Euro (exakt: ¤ 3,99) ein stolzer Preis für gerade mal 35 Seiten reinen Text (ohne technische Seiten), wie inhaltsschwer derselbe auch immer sein mag.

Somit ergeben sich unterm Strich nur knappe vier Sterne, was ich angesichts der verdienstvollen Leistung des Autors durchaus bedauerlich finde. Immerhin kann ich "Stoppt das Euro-Desaster" dennoch jedem empfehlen, der sich in aller Kürze und trotzdem fundiert über die bedrohliche Krise unseres Finanzsystems und das verstörende Versagen führender Politiker informieren will. Nach der Lektüre dieses kleinen Buches wird er jedenfalls zu diesem Thema weit über Stammtischniveau mitreden können.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Schon der Buchtitel lässt keinen Zweifel, worum es geht: um eine Währung, die immer tiefer in die Krise schlittert. Griechenland, Portugal, jetzt sogar Italien - mit immer mehr Milliarden werden immer kürzere Verschnaufpausen erkauft. Der Sinn der meisten Rettungsaktionen geht verloren in einem Dickicht sich oft widerstrebender Expertenmeinungen. Doch der normale Steuerbürger ahnt, dass die Banken gerettet werden und er am Ende der Dumme ist, der ohne Schuld die Rechnung bezahlen muss. Zurück bleiben Wut und Resignation.

Aber Widerstand beginnt mit Wissen. Deshalb also diese Streitschrift, die es dem Leser ermöglicht, wichtige Zusammenhänge zu erkennen, und sich zu wehren gegen vorgeblich alternativlose Entscheidungen.

Ottes Kernthese ist, dass der Euro in dieser Form von Anfang an nicht lebensfähig war. Weil eine Währung über völlig verschiedene Wirtschaftssysteme gestülpt wurde. Aber man kann eben nicht über Jahrhunderte gewachsene nationale Unterschiede hinsichtlich Wirtschaftskraft, politischen Interessen aber auch Mentalitäten durch eine gemeinsame Währung einebnen wollen. Einheitswährung und Einheitszins haben die wirtschaftlichen Unterschiede nicht etwa verringert, sondern verstärkt. So hat der Euro Europa nicht zusammengebracht, sondern gespalten.

Deshalb so Otte, wird der Euro in seiner jetzigen Form scheitern. Doch was ist die Alternative? Neben den bekannten Ansätzen wie Euro-Austritt, Schuldenschnitt oder Transferunion kommt im Buch auch ein ganz neuer Vorschlag zur Sprache, der im Gegensatz zu allen anderen Lösungen sogar praxisbewährt ist: Die Rückkehr zum EWS-System, welches wir bis 1998, also bis zur Einführung des Euro hatten.

Damals ging es Deutschland UND Europa besser. Die Wechselkursfixierung sorgte einerseits für Stabilität, andererseits konnten Länder auch ihre Währung auf- oder abwerten, wenn sich gravierende Verschiebungen abzeichneten. Dieses System war für Europa die beste Mischung aus Stabilität und Flexibilität. Noch heute verzichten viele EU - Mitglieder, wie Schweden oder Dänemark auf den Euro. Sie fahren gut damit.

Fazit: Max Otte nennt sein Buch nicht ohne Grund Streitschrift. Er will die aufrütteln, die die Zeche für eine verfehlte Finanzpolitik bezahlen sollen: die Steuerbürger, also wir alle. Mit der vorliegenden Schrift leistet er für dieses Ziel einen wertvollen Beitrag.
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Otte spricht Klartext 13. August 2011
Von Klemens Taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Keine fünfzig Seiten umfasst das Büchlein von Max Otte zur Euro-Krise, aber der Inhalt ist prägnant und besteht aus Klartext. Otte spricht die Bürger direkt an und ruft zum Widerstand auf. "Lassen Sie nicht zu, dass man uns zu verwirrten, resignierten Subjekten macht und wir ein ums andere Mal für Krisen geradestehen, die wir nicht verursacht haben. Es reicht - wehren Sie sich!"

Er spricht von einer "Herrschaft der Finanzoligarchie" und meint damit die Machtstrukturen und Verquickungen der "Investmentbanken, Hedgefonds, Schattenbanken, Ratingagenturen und weiteren Akteuren". Diese bilden die derzeit dominierende zivile Weltmacht. Wie kann es sein, dass diese Gruppen auf Kosten der Staaten leben, ohne sich angemessen an der Wertschöpfung in der Wirtschaft zu beteiligen?

Viele Investmentgesellschaften arbeiten extrem spekulativ, wohl wissend, dass Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Franz Müntefering prägte 2005 den Begriff "Heuschrecken" und wurde dafür massiv kritisiert. Die Dummen sind die Steuerzahler, die immer wieder zur Kasse gebeten werden.

Otte hinterfragt, warum Griechenland zur Schicksalsfrage für Europa hochstilisiert wird. Warum kann Griechenland nicht in die Staatsinsolvenz gehen? Die Gläubiger müssten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Diese Gläubiger sind nicht nur, aber primär griechische Milliardäre und Oligarchen.

Wie kann es sein, dass in den letzten Jahrzehnten einerseits die Vermögen der Reichen um Billionen gestiegen sind und andererseits die Staaten sich horrend verschuldet haben? Otte schlägt einen Schuldenschnitt vor und favorisiert klare Regeln und Gesetze, die auch eingehalten werden müssen, zwecks Beschneidung der Macht der Finanzoligarchie.

Reformen wurden bereits 2008 angedacht, aber nicht umgesetzt. Otte schlägt Reformen vor, die das Finanzsystem deutlich gerechter und stabiler gestalten würden. Er hatte 2006 den Crash vorhergesagt und gilt als unabhängiger Aufklärer. Auch dieses Werk wird sich zu einem Bestseller entwickeln, wenngleich ich hoffe, dass eine ausführliche Variante folgen wird.
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Sozialismus für Banken und Superreiche
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 (Was ist das?)
&quote;
Deutsche Bank weniger als zwei Prozent (!) Eigenkapital in ihrer Bilanz. &quote;
Markiert von 5 Kindle-Nutzern
&quote;
Finanzoligarchie, bestehend aus Investmentbanken, Hedgefonds, Schattenbanken, Ratingagenturen und weiteren Akteuren, ist die derzeit dominierende zivile Weltmacht. &quote;
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&quote;
Unproduktive Einkommen werden begünstigt, produktive Arbeit wird benachteiligt. &quote;
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