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Stolz und Vorurteil
 
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Stolz und Vorurteil

Keira Knightley , Matthew Macfadyen , Joe Wright    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (393 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Keira Knightley, Matthew Macfadyen, Donald Sutherland, Brenda Blethyn, Judi Dench
  • Regisseur(e): Joe Wright
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 23. Februar 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 122 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (393 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000CR5QHI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.223 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Man kann literarische Vorlagen einfach nicht besser umsetzen als Regisseur Joe Wright in der Version von Jane Austens Stolz und Vorurteil aus dem Jahre 2005. Das Schlüsselwort hierbei ist "Adaption", denn Wright und die talentierte Drehbuchautorin Deborah Moggach haben sich bei Austens klassischem Roman Freiheiten herausgenommen, die Puristen vielleicht nicht passen dürften, aber in diesem hervorragenden Film sind ihre künstlerischen Entscheidungen voll und ganz gerechtfertigt und außergewöhnlich gut umgesetzt. Hier betrachtet man ein ländlicheres England um 1790 (gegenüber Austens frühem Neunzehnten Jahrhundert), wo Elizabeth Bennet (Keira Knightley) eine von mehreren Schwestern spielt, die für die baldige Vermählung vorgesehen sind. Deren überängstliche Mutter (Brenda Blethyn) wacht beinahe verzweifelt darüber, dass ihre Töchter nur mit den edelsten und reichsten verfügbaren Ehemännern verheiratet werden. Elizabeth ist eigenwillig und starrsinnig, aber ihr Verstand (ebenso wie ihr Stolz und Vorurteil) kann ihr Herz nicht im Zaum halten, als sie den reichen Mr. Darcy (Matthew Macfadyen) kennen lernt, dessen eigener Sinn für Anstand und Diskretion (ebenso wie sein Stolz und Vorurteil) verhindern, dass er ihr seine Zuneigung gesteht. Die beiden sind füreinander bestimmt, und während Knightleys Darstellung die Leinwand erhellt (die noch jung genug ist, um mädchenhaft impertinent zu erscheinen und dennoch trotz ihrer zwanzig Jahre weise wirkt), erfährt Austens zeitlose Romanze eine ebenso zeitlose Adaption, die qualitativ problemlos mit der beliebten BBC Miniserie messen kann, die seit ihrer Ausstrahlung im Jahre 1995 Millionen von Zuschauern begeistert hat. Man mag sich darüber streiten, welche Version nun die "beste" ist, aber diese untadelige Produktion mit ihren umwerfenden Nebendarstellern wie Judi Dench und Donald Sutherland erreicht ihre eigene Art von Perfektion. Jeff Shannon

Produktbeschreibungen

England, Ende des 18. Jahrhunderts Mrs. Bennet hat ihren fünf Töchtern nur ein Lebensziel beigebracht - Ehefrau zu werden. Doch ihrer zweitältesten Tochter Lizzie fallen gleich hundert gute Gründe ein, sich nie zu vermählen. Als ein wohlhabender Junggeselle und sein kultivierter Freundeskreis ihre Sommerresidenz in einer nahe gelegenen Villa einrichten, herrscht bei den Bennets wegen der vielen möglichen Verehrer große Aufregung. Tatsächlich bändelt der Neuankömmling Mr. Charles Bingley sofort mit der ältesten Tochter Jane an. Als Lizzie jedoch den gut aussehenden und versnobten Mr. Darcy kennen lernt, gefährden schon bald Stolz und Vorurteile ihre aufblühende Liebe. Können die Gefühle der beiden dennoch siegen und kann Lizzie endlich einen Grund zum Heiraten finden? Regisseur Joe Wright hält sich bei seiner Verfilmung von Jane Austens Romanklassikers aus dem Jahr 1813 streng an das Original, schlägt durchaus ernste Töne an und wird von einem hervorragenden Schauspielerensemble unterstützt, das die hervorragende Charakterzeichnung optimal umsetzt. Wunderschön und authentisch bebildertes klassisches Kostümkino.

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68 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ohne Vorurteil: Gut, 25. Januar 2008
Wie soll man diesen Film bloß unvoreingenommen beurteilen, wenn man die geniale BBC-Verfilmung mit Colin Firth und Jennifer Ehle von 1995 kennt? Diese Miniserie hat Maßstäbe gesetzt und kann kaum übertroffen werden und schon gar nicht von einem kompakten Kinofilm.
Umso mehr habe ich gestaunt, dass diese Verfilmung mit großer Kreativität eine absolut amüsante Interpretation von Austens "Pride and Prejudice" geschaffen hat. Und es grenzt schon an ein Wunder, wie Regisseur Joe Wright und Drehbuchautorin Deborah Moggach es geschafft haben, so viel Substanz aus Austens Novelle zu erhalten und in gerade mal 2 Stunden Film unterzubringen. Dafür ein ganz großes Lob!
Zwar sind einige Charaktere weggefallen und Handlungen sind drastisch gestrafft, beinahe im Zeitraffer brechen die wichtigen Ereignisse der Geschichte über die Helden herein. Und gelegentlich vermisste ich diese und jene Szene, die ich in P&P von BBC so lieb gewonnen hatte.
Aber dennoch hat auch dieser Film viel Charme und Witz und Romantik! Das liegt natürlich vor Allem an der uralten aber immer noch romantischen Buchvorlage. Eine Geschichte, die inzwischen hoffentlich jede(r) kennt: Der arrogante Mr. Darcy verliebt sich in Elizabeth Bennet eine geistreiche junge Dame, die er sich aber wegen ihres niedrigen Standes selbst versagt. Vergeblich kämpft er gegen seine Gefühle und macht ihr schließlich einen Heiratsantrag. Als Elizabeth ablehnt weil sie eine vorurteilsbeladene, schlechte Meinung von Darcy hat, fällt der aus allen Wolken...
Die andere Hälfte ihres großen Erfolgs verdankt diese britisch-französische Produktion (wohlgemerkt, es ist kein Hollywoodfilm!) jedoch dem Können von Regisseur, Kameramann und Darstellern, die fast durchweg hervorragend sind.
Allen voran ist Donald Sutherland zu nennen als der beste Mr. Bennet ever! Dann Judy Dench. Sie kann als Lady de Bourgh leicht mit Barbara Leigh-Hunt aus der 95er Verfilmung mithalten. Auch Rosamund Pike gibt eine herzallerliebste Jane und Tom Hollander(inzwischen in Fluch der Karibik 2 und 3 zu bewundern) einen perfekt-kleingeistigen Mr. Collins. Andere Figuren - besonders eine viel zu warmherzige Mrs. Bennet (Brenda Blethyn) und ein reichlich debiler Mr. Bingley (Simon Woods) sind in meinen Augen ein Fauxpas, aber dennoch nicht ohne einen irritierenden Reiz.

Einzig Keira Knightley halte ich als Lizzy für eine totale Fehlbesetzung.
Denn Keira Knightley spielt leider eine halbwüchsige und unreife Lizzy, die kaum etwas mit Jane Austens Elizabeth gemein hat. Ja, es stimmt: Auch der "neue" Darcy ist scheinbar nicht buchgetreu. Viele (Colin Firth) Fans kritisieren, dass Matthew MacFadyen keinen arroganten Darcy gibt, sondern einen spröden, schüchternen, ja fast schon bedauernswert unsicheren Knaben mimt. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass in Jane Austens Novellen die männlichen Helden immer etwas nebulös bleiben und manchmal wenig greifbare Geschöpfe sind (Miss Austen kannte sie nämlich nicht besser, die Männer). Dem gegenüber beleuchtet sie die Gedanken und Verhaltensweisen ihrer weiblichen Helden stets sehr präzise. Und so weiß man wie Lizzy gedacht und gefühlt hat und wie sie sich verhielt. Und Jane Austen hat mit ihrer Elizabeth Bennet definitiv keinen in braune Fetzen gekleideten, albern herum kichernden und vorlauten Teenager schaffen wollen.
Austens Elizabeth ist eine schlagfertige, erwachsene und kluge Frau, die stets auf Etikette und gutes Benehmen achtet und die niemals die gesellschaftlichen Normen überschreitet - wie etwa unter einem Tisch sitzend anderer Leute Gespräche belauscht.
Das sei gewollt, sagen Kritiker, und dem Regisseur Joe Wright sei in der Besetzung der Elizabeth Bennet durch die klapperdürre, jungdynamische Piratenbraut Keira Knightley ein überzeugender Brückenschlag gelungen, nämlich zwischen der heutigen ungezwungenen Mädchengeneration und den damaligen gehemmten jungen Frauen. Wohlmeinende Kritiker behaupten Wright habe mit dieser Besetzung eine extrem moderne Lizzy geschaffen. Und das stimmt! Aber mir gefällt sie trotzdem nicht diese moderne Lizzy mit Unterbiss.
So, erst mal Luft holen und noch mal zur Klarstellung:
Ich finde es durchaus interessant wenn ein Regisseur sich künstlerische Freiheit erlaubt und bei der Verfilmung eines Buch vom Wortlaut abweicht oder seine Figuren ein wenig ummodelt - immer vorausgesetzt es kommt etwas Gutes dabei heraus.
Dass Longborn wie ein Schweinstall aussieht, regt zwar manche Austenpuristen auf, aber ich halte es für eine witzige und geistreiche Idee. Dass Keira Knightley angeblich absichtlich hässlich gemacht wurde ("uglying up Keira Knightley" titelte eine englische Zeitung seinerzeit) nun, das halte ich wiederum für ein Gerücht ;-). Im Übrigen hat sie in dem Film durchaus ihre "schönen Momente". Dass sie mit ihrem mageren und schlampigen Aussehen ganz und gar nicht dem damals üblichen Frauenidealbild entspricht (und das obwohl Austens Elizabeth als lokale Schönheit galt), das muss ich Kennern gegenüber eigentlich nicht extra erwähnen.
Jetzt zum Fast-Schluss noch ein paar Lobreden auf die begnadete Kameraführung, die wirklich einen Oskar verdient hätte. Roman Osin heißt der Kameramann und der ist in meinen Augen ein Meister seines Fachs. Manchmal aufdringlich und hektisch, manchmal idyllisch und pastoral, bietet uns die Kamera atemberaubende Bildkompositionen, wahre Orgien für die Augen. Allen voran die traumschöne Schaukelszene mit wunderschöner Musik untermalt und das Tête-à-tête des Traumpaares im Morgennebel, draußen auf der Heide mit einem so romantischen Szenenbild, dass es den Zuschauerinnen schlicht den Atem raubt.

Kurz und bündig:
Der Film ist witzig, geistreich und voller Romantik und auch (oder gerade) für Austen-Fans eine Pflichtübung. Aber auch allen, die es nicht so mit pompösen Literaturverfilmungen und Liebesgeschichten halten, die sich einfach nur köstlich amüsieren und unterhalten lassen wollen, kann ich diesen Film nur ans Herz legen. Und all jenen, die eben nicht das Sitzfleisch und die Geduld für 5 Stunden BBC-Romantik haben, denen konnte gar nichts Besseres passieren als der neue "Stolz und Vorurteil".

DVD:
Vor der Anschaffung dieses DVD-Buch-Kombi-Paktes empfiehlt es sich zu rechnen, ob eine getrennte Anschaffung von Buch und DVD nicht günstiger ist, denn inhaltlich unterscheidet sich der Film nicht von den anderen DVD Ausgaben.
Und noch ein kleine Info am Rande: Die deutsche DVD enthält eine Extra Schluss-Szene, die in der amerikanischen Kinofassung gezeigt wurde, den Europäern und dem Rest der Welt aber zum Glück erspart blieb. Das Traumpaar nach der Hochzeit befindet sich nun in Pemberly und wirft die verträumten Blicke, sich vorsichtig liebkosend über den weitläufigen Besitz. Diese Szene ist so was von peinlich und überflüssig, dass man sie eigentlich unbedingt gesehen haben muss ;-).
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die 351te Rezension zu einem Artikel - Warum?, 9. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (DVD)
Warum schreibt man eine Rezension zu einem Artikel, der vorher bereits von 350 anderen Rezensenten bewertet wurde.
Weil es mir wichtig ist.

Man kann den Film aus zwei verschiedenen Perspektiven sehen.
1. Die "Wer-ist-eigentlich-Jane-Austen-Perspektive":
Sie sehen einen netten Film über die Verwicklungen, bis ein Paar zusammenfindet. Die Personen handeln gelegentlich etwas schräg, aber der Film hat schöne Bilder, eine zum Teil meditative Musik, dadurch eine wunderbar ruhige, angenehme Atmosphäre und ein richtiges Happy-End. Das Ganze ist mit einigen Lachern garniert und Frau Knightley spielt auch mit, wobei Donald Sutherland noch besser ist.
Nach dem Film fühlen Sie sich angenehm ruhig und entspannt.
Wertung: 3 Sterne für angenehme, harmlose Unterhaltung.

Das Problem ist aber: der Film heißt nicht "Lizzy und Fitzwilliam" oder "Die Bennettöchter", sondern "Pride and Prejudice" oder "Stolz und Vorurteil". Und damit sind wir bei der
2. Perspektive.
Es ist eine Jane-Austen-Verfilmung und muß sich deshalb auch an der Vorlage messen lassen.
Natürlich ist es unmöglich in zwei Stunden den gesamten Inhalt eines Buches wiederzugeben. Darum ist es umso wichtiger zu entscheiden, was weggelassen wird und vor allem wofür die zur Verfügung stehende Zeit verwendet wird.
Das Weglassen ist den Machern noch recht gut gelungen, auch wenn es ab und zu für den Kenner schmerzlich ist, so haben es die Macher des Films doch geschafft, den Roten Faden der Geschichte durchgehend zu erzählen.
Leider haben Sie aber auch Szenen neu hinzugefügt. Z.B. probt Mr. Bingley den Antrag mit Mr. Darcy - so ein Schmarrn! oder die Schlußszene im Moor - Lizzy läuft in aller Herrgottsfrüh hinaus ins Moor und trifft dort mitten in der Wildnis zufällig ... und der latscht auch noch ewig auf sie zu - also ehrlich. Auch die Szene in der Darcy'schen Sammlung. Eine sehr blaße Keira Knightley in weißem Kleid zwischen weißen Marmorstatuen in einem weißen Raum. Ein wunderschönes Bild - aber 60 Sekunden die der Geschichte fehlen, usw.. Dazu noch einige ziemlich platte Jokes, die Jane Austen sicher nicht passiert wären.
Oft verliebt sich auch der Kameramann/Regisseur in seine Effekte und Übergänge. Allein auf der rotierenden Schaukel, die im Buch nicht erwähnt wird vergehen mehrere Minuten in denen man vor allem Frau Knightleys hübsches Gesicht sieht (nebenbei wechseln die Jahreszeiten). Durch diese Spielereien bleibt der Geschicht trotz guter Kürzung keine Zeit sich zu entwickeln und sie hetzt von Station zu Station. Der Zuschauer reibt sich des öfteren die Augen und fragt sich wie er hier hin gekommen ist.
Für den Kenner ist z.B. es auch störend, wenn sich Lizzy und Mr. Darcy anschreien wie die Marktweiber oder wenn Lizzy bei Erhalt der "dreadful news" hysterisch reagiert, usw..
Gerade der gehemmte Verhaltenskodex der Protagonisten und die vornehme Art ('behave like a gentleman') macht doch den Reiz dieser Geschichte aus.

Zu den Charakteren:
Lizzy ist offensichtlich der Star des Ensembles und bekommt viele der Hauptsätze zugeschrieben, die eigentlich zu anderen Personen gehören und dort auch logischer sind.
Mr. Darcy säuselt - besonders in der englischen Fassung. Er haucht seinen Text mehr als er ihn spricht - was aber Geschmackssache ist.
Mr. Bennet ist großartig gespielt, aber viel zu lieb. Wo ist der Zyniker aus Jane Austens Vorlage, der bei der Wahl seiner Frau auf Oberflächlichkeiten hereingefallen ist?
Mrs. Bennet ist vollkommen neu gestaltet.
Jane ist wunderbar gelungen und die vielleicht beste Verkörperung aus allen Versionen. Schön und engelsgleich auch wenn die genaue Entfaltung ihres Charakters unter die sinnvollen Kürzungen fällt.
Das gilt noch mehr für Lydia, die in dieser Version hervorragend getroffen ist.
Maßstabssetzend für alle Versionen sind die Bilder und die Kameraeinstellungen. Als Beispiel sei hier nur die Eingangsszene mit der langen Kamerafahrt zum und durchs Haus erwähnt, bei der die ganze Familie vorgestellt wird - großartig, ganz großes Kino!

Fazit:
Schauen Sie unbedingt zuerst die 95er-BBC-Version an. Sie ist teurer, sie ist ewig lang - sie lohnt sich. (Übrigens als Tip: die englische Originalversion ist noch eine Stunde länger und damit noch besser)
Wenn Ihnen der Stoff gefällt - lesen Sie das Buch.
Und dann können Sie als Ergänzung den hier besprochenen Film anschauen.
Für Interessierte empfehle ich auch die 1980-BBC-Version. Hier werden einige Charaktere, besonders Lizzy, etwas anders interpretiert. Allerdings ist die Ausführung sehr theaterhaft und den heutigen Maßstäben nicht mehr entsprechend.

Wertung dieses Films:
Für die schönen Bilder, die Musik und die brillianten Jane und Lydia sind 3 Sterne angemessen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Mal gut, mal schlecht....., 18. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (DVD)
Wenn man sich einige der über 100 Rezensionen dieses Filmes durchließt, ist man erstaunt wie unterschiedlich hier über ein und den selben Film geurteilt wird. Und genau das ist es auch, was ich über die Neuverfilmung des Jane Austen Romans "Stolz und Vorurteil" denke:

Mal gut, mal schlecht!

Was ist denn das Wichtigste an der Romanvorlage von Jane Austen? Die Gegensätze zwischen den Familien Bennet und Bingley & Co,die stolze Lizzy mit Ihren tausend Gedanken über die Liebe und das Leben, ein Mr. Darcy der hinter seinen Vorurteilen einen sensiblen Charakter versteckt, die packenden Wortgefechte der beiden Hauptdarsteller die zwischen Kränkung, Witz und Ironie schwanken, sich aber immer mehr zueinander hingezogen fühlen und natürlich nicht zuletzt der beste Heiratsantrag aller Zeiten.....

Und was wird in diesem Film gezeigt? Man könnte meinen, der Regisseur versteife sich nur auf den gesellschaftlichen Unterschied zwischen Adel und Landadel und übertreibt unglaublich in dem er die Bennets in einem alten, fast zerfallenden Bauernhof wohnen lässt, in dem zwischen fünf Schwestern und deren Eltern nicht nur der unerwünschte Vetter Colins, sondern auch unpassender Weise, die Schweine durchs Haus laufen; Kleidung, die eher an Bedienstete als an den zwar ärmeren, aber nicht am Hungertuch nagenden Landadel erinnern;

Landadel, der anscheinend über keinerlei Anstandsregeln verfügt und Nebendarsteller, die zum Teil schon hässlich erscheinen....Mal ehrlich, einen so kindlich und farblos wirkenden Mr.Bingley, musste das sein???

Wo sind die Gespräche zwischen Lizzy und Ihrer Schwester Jane?Wie soll man denn diese komplexe Person überhaupt kennen lernen,wie Ihr Handeln verstehen? Wo sind die Gespräche mit Darcy, durch die man erst erkennt, wie sich die Meinung über Ihn von Mal zu Mal ändert?!

Also zuerst war ich schockiert als ich aus dem Kino kam! Da hatte ich auf eine Neuverfilmung wie z.B. "Emma" oder "Sinn und Sinnlichkeit" gehofft, nahe am Roman aber ein bisschen mehr Glamour! Und auch wenn ich ein riesiger Fan der BBC-Verfilmung (aber bitte im Original!!!) mit Ehle und Firth bin, so hätte ich mir auch mal ein wenig mehr schöner Stoffe, pompösere Ballsäle und mehr Schnick-Schnack gewünscht. Selbst in der alten schwarz-weiß Verfilmung mit Lawrence Oliver kommt mehr von dem Prunk der Zeit rüber als hier!

Aber dann habe ich mir diesen Film ein zweites und ein drittes Mal angeguckt, und ohne es zu erzwingen, hat er von Mal zu Mal gewonnen. Lassen wir die Romanvorlage mal weg und sehen den Film als das was er ist: eine neue Interpretation eines neuen Regisseurs! Die Szene im Regen an dem alten Pavillon ist doch einfach wundervoll! Und die Andeutung eines Kusses lässt mich dann doch den Atem anhalten! Und während die Beiden im Morgengrauen aufeinander zu gehen, habe ich endgültig den erhofften Glamour vergessen und muss doch seufzen.

Zwar ganz anders als bei der BBC-Verfilmung, aber immerhin!!
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