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Stolz und Vorurteil (DVD + Buch) [Limited Edition]
 
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Stolz und Vorurteil (DVD + Buch) [Limited Edition]

Keira Knightley , Matthew Macfadyen , Joe Wright    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (395 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Keira Knightley, Matthew Macfadyen, Claudie Blakely
  • Regisseur(e): Joe Wright
  • Komponist: Dario Marianelli
  • Format: Dolby, Limited Edition, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 23. Februar 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 122 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (395 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000E3LJPS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 71.334 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Man kann literarische Vorlagen einfach nicht besser umsetzen als Regisseur Joe Wright in der Version von Jane Austens Stolz und Vorurteil aus dem Jahre 2005. Das Schlüsselwort hierbei ist "Adaption", denn Wright und die talentierte Drehbuchautorin Deborah Moggach haben sich bei Austens klassischem Roman Freiheiten herausgenommen, die Puristen vielleicht nicht passen dürften, aber in diesem hervorragenden Film sind ihre künstlerischen Entscheidungen voll und ganz gerechtfertigt und außergewöhnlich gut umgesetzt. Hier betrachtet man ein ländlicheres England um 1790 (gegenüber Austens frühem Neunzehnten Jahrhundert), wo Elizabeth Bennet (Keira Knightley) eine von mehreren Schwestern spielt, die für die baldige Vermählung vorgesehen sind. Deren überängstliche Mutter (Brenda Blethyn) wacht beinahe verzweifelt darüber, dass ihre Töchter nur mit den edelsten und reichsten verfügbaren Ehemännern verheiratet werden. Elizabeth ist eigenwillig und starrsinnig, aber ihr Verstand (ebenso wie ihr Stolz und Vorurteil) kann ihr Herz nicht im Zaum halten, als sie den reichen Mr. Darcy (Matthew Macfadyen) kennen lernt, dessen eigener Sinn für Anstand und Diskretion (ebenso wie sein Stolz und Vorurteil) verhindern, dass er ihr seine Zuneigung gesteht. Die beiden sind füreinander bestimmt, und während Knightleys Darstellung die Leinwand erhellt (die noch jung genug ist, um mädchenhaft impertinent zu erscheinen und dennoch trotz ihrer zwanzig Jahre weise wirkt), erfährt Austens zeitlose Romanze eine ebenso zeitlose Adaption, die qualitativ problemlos mit der beliebten BBC Miniserie messen kann, die seit ihrer Ausstrahlung im Jahre 1995 Millionen von Zuschauern begeistert hat. Man mag sich darüber streiten, welche Version nun die "beste" ist, aber diese untadelige Produktion mit ihren umwerfenden Nebendarstellern wie Judi Dench und Donald Sutherland erreicht ihre eigene Art von Perfektion. Jeff Shannon

Movieman.de

Mit der farbenfrohen Verfilmung des Austen-Klassikers hat Tv-Regisseur Joe Wright viel Gespür und Sensibiltät für seine Darsteller bewiesen. Nicht nur Besetzung, sondern auch Charaktergestaltung überzeugen. Eine kleine Ausnahme stellt dabei aber die wunderbar spielende Keira Knigley, die vor allem dem jungen Publikum aus Produktionen wie "Fluch der Karibik" oder "Tatsächlich Liebe" bekannt sein dürfte, dar. Fast übermäßig frech und aufmüpfig kommt die junge Elisabeth Bennet daher, wenn sie allen Verhaltensregeln, die im Bonusmaterial ein eigenes Feature erhalten, zuwider handelt. Das wirkt nicht ganz glaubwürdig, wo sich die Produktion doch sonst über alle Maße sorgfältig der historischen Detailtreue widmet. Insgesamt hinterlässt der Film ein positives Gefühl, denn es gelingt durchaus, ins England des 19. Jahrhunderts abzutauchen. Ob die erstmalige Kinoverfilmung des Austenstoffes in Punkto Charme an die BBC-Verfilmung von 1995 heran reichen kann, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Dafür, dass Hollywood durchaus britisch daher kommen kann, ist der Film ein gelungenes Exempel. Fazit: 19. Jahrhundert in Hochglanz

Moviemans Kommentar zur DVD: Optisch ist die Disc sehr zu empfehlen. Brillante Farben und einwandfreie Schärfewerte machen sich genauso bemerkbar wie Artefakt- und Rauschfreiheit. Akustisch bleibt leider Räumlichkeit zu vermissen. Lediglich die lebhaften Musikstücke schaffen es einen wirklich vollen Raumklang zu generieren. das Bonusmaterial ist nicht nur aufwendig gestaltet, sondern auch informativ.

Bild: Die warmen Farben und Lichtstimmungen kommen satt und naturgetreu herüber. Dem entsprechend positiv fallen auch Kontrast- und Schärfewerte aus (Wimpern, 01:16:26). Stellenweise bieten sich Landschaftsaufnahmen wie aus einem hochwertigen Animationsfilm (Bäume vor Herrenhaus, 00:04:54). Nur selten schlagen Gesichtsfarben ins Übersättigte um (Männergesichter, 00:05:51). Das Bild bleibt außerdem durchgängig frei von Rauschen und Artefakten. Insgesamt eine Wohltat für Augen wie Sinne.

Ton: Wie sollte es anders sein, ist es doch natürlich die Musik, die vor allem in den bunten Ballszenen alle Kanäle auszulasten vermag und das Gefühl vermittelt, als würde man selbst mittanzen. Zwischen englischem und deutschem Ton entsteht dabei keinerlei Konkurrenz. Wenn auch das Original mit mehr sprachlichen Feinheiten versehen ist und den "British way of life" authentischer vermittelt, so kann die deutsche Fassung mit Klarheit auftrumpfen. Leider vermittelt sich die Raumkulisse in beiden Versionen nicht sonderlich kraftvoll. Das Menschengewimmel eines großen, belebten Marktplatzes überträgt sich akustisch nicht durch die hinteren Boxen, sondern nur über ein paar leise Glockenschläge. Das ist etwas enttäuschend, wenngleich die Dialoge, die in diesem Konversationsdrama im Vordergrund stehen, gut ausgebaut sind. Ärgerlich bleibt bei alldem dennoch, dass sich während des laufenden Filmes nicht zwischen den Tonspuren wählen lässt, ohne ins Menu zu springen und den Film daraufhin wieder von vorne starten zu müssen.

Extras: Die DVD bietet ein sehr hintergründiges Bonusmaterial, das sich besonders historischen Details mit großer Aufmerksamkeit widmet. In "Die Diplomatie des Werbens im 18. Jahrhundert" (4:23 min.) geht es um Verhaltensregeln, die das alltägliche Leben im 18. Jahrhundert kennzeichneten. In Interviews, die mit Filmszenen bebildert werden, berichten Produzenten, Choreographin, die Leiterin des Jane-Austen-Hauses, sowie Regisseur udn Darsteller über Vorgaben und Umsetzung. "Die Herrenhäuser von Stolz und Vorurteil ist eine interaktive Karte von England, auf der die Drehorte verzeichnet sind. Anwählbar und dann mit Fotogalerie oder aufwendigem Film über das jeweilige Gutshaus anschaulich gemacht wurden Chatsworth House ind Derbyshire (2:56 min.), Basildon Park in Berkshire (2:13 min.), Burghley House in Lincolnshire (3:53 min.), Wilton House in Wiltshire (2:30 min.) und Groombridge Place in Kent (4:23 min.). Zu jedem Drehort steht auch eine Fotogalerie zur Verfügung. In diesem Feature werden sehr schön aufgearbeitete Informationen geliefert, die über den üblichen Informationsgehalt einer DVD hinausgehen. "Die Bennets" (6:01 min.) liefert Kommentare und Bilder zu den Figuren aus Film und Austens Vorlage. "Jane Austen und ihre Zeit" (8:03 min.) berichtet über neue Versionen und andere Hollywood-Austen-Verfilmungen. Außerdem enthält das Feature zahlreiche Kommentare zu Austens Büchern. "Familienstammbäume in Stolz und Vorurteil" beschäftigt sich wie "Die Herrenhäuser von Stolz und Vorurteil" in interaktiver Form mit den Verwandtschaftsbeziehungen der Figuren, die in einem schön gestalteten Stammbaum erläutert anwählbar sind. Die "Bildergalerien aus dem 19. Jahrhundert" teilen sich in Kleider und Kostüme, Schmuck und Accessoires, Möbel und Einrichtungsgegenstände auf. Die Auflistung ist gelungen, allerdings bleiben dabei Infos zu den einzelnen Stücken (z.B. um was für ein Kleid oder Möbelstück es sich bei dem abgebildeten handelt) zu vermissen. Im "Drehtagebuch" (6:17 min.) widmen sich die Schauspieler ihren Kollegen und berichten von der Zusammenarbeit beim Dreh. Des Weiteren sind ein alternatives Ende der US-Fassung (2:28 min.), ein Audiokommentar von Regisseur Joe Wright und ein Trailer zum Film "Nanny McPhee" auf der Disc enthalten. Ein insgesamt umfangreich hintergründiges Material. --movieman.de


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Kundenrezensionen

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70 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ohne Vorurteil: Gut 25. Januar 2008
Von Woodstock
Format:DVD
Wie soll man diesen Film bloß unvoreingenommen beurteilen, wenn man die geniale BBC-Verfilmung mit Colin Firth und Jennifer Ehle von 1995 kennt? Diese Miniserie hat Maßstäbe gesetzt und kann kaum übertroffen werden und schon gar nicht von einem kompakten Kinofilm.
Umso mehr habe ich gestaunt, dass diese Verfilmung mit großer Kreativität eine absolut amüsante Interpretation von Austens "Pride and Prejudice" geschaffen hat. Und es grenzt schon an ein Wunder, wie Regisseur Joe Wright und Drehbuchautorin Deborah Moggach es geschafft haben, so viel Substanz aus Austens Novelle zu erhalten und in gerade mal 2 Stunden Film unterzubringen. Dafür ein ganz großes Lob!
Zwar sind einige Charaktere weggefallen und Handlungen sind drastisch gestrafft, beinahe im Zeitraffer brechen die wichtigen Ereignisse der Geschichte über die Helden herein. Und gelegentlich vermisste ich diese und jene Szene, die ich in P&P von BBC so lieb gewonnen hatte.
Aber dennoch hat auch dieser Film viel Charme und Witz und Romantik! Das liegt natürlich vor Allem an der uralten aber immer noch romantischen Buchvorlage. Eine Geschichte, die inzwischen hoffentlich jede(r) kennt: Der arrogante Mr. Darcy verliebt sich in Elizabeth Bennet eine geistreiche junge Dame, die er sich aber wegen ihres niedrigen Standes selbst versagt. Vergeblich kämpft er gegen seine Gefühle und macht ihr schließlich einen Heiratsantrag. Als Elizabeth ablehnt weil sie eine vorurteilsbeladene, schlechte Meinung von Darcy hat, fällt der aus allen Wolken...
Die andere Hälfte ihres großen Erfolgs verdankt diese britisch-französische Produktion (wohlgemerkt, es ist kein Hollywoodfilm!) jedoch dem Können von Regisseur, Kameramann und Darstellern, die fast durchweg hervorragend sind.
Allen voran ist Donald Sutherland zu nennen als der beste Mr. Bennet ever! Dann Judy Dench. Sie kann als Lady de Bourgh leicht mit Barbara Leigh-Hunt aus der 95er Verfilmung mithalten. Auch Rosamund Pike gibt eine herzallerliebste Jane und Tom Hollander(inzwischen in Fluch der Karibik 2 und 3 zu bewundern) einen perfekt-kleingeistigen Mr. Collins. Andere Figuren - besonders eine viel zu warmherzige Mrs. Bennet (Brenda Blethyn) und ein reichlich debiler Mr. Bingley (Simon Woods) sind in meinen Augen ein Fauxpas, aber dennoch nicht ohne einen irritierenden Reiz.

Einzig Keira Knightley halte ich als Lizzy für eine totale Fehlbesetzung.
Denn Keira Knightley spielt leider eine halbwüchsige und unreife Lizzy, die kaum etwas mit Jane Austens Elizabeth gemein hat. Ja, es stimmt: Auch der "neue" Darcy ist scheinbar nicht buchgetreu. Viele (Colin Firth) Fans kritisieren, dass Matthew MacFadyen keinen arroganten Darcy gibt, sondern einen spröden, schüchternen, ja fast schon bedauernswert unsicheren Knaben mimt. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass in Jane Austens Novellen die männlichen Helden immer etwas nebulös bleiben und manchmal wenig greifbare Geschöpfe sind (Miss Austen kannte sie nämlich nicht besser, die Männer). Dem gegenüber beleuchtet sie die Gedanken und Verhaltensweisen ihrer weiblichen Helden stets sehr präzise. Und so weiß man wie Lizzy gedacht und gefühlt hat und wie sie sich verhielt. Und Jane Austen hat mit ihrer Elizabeth Bennet definitiv keinen in braune Fetzen gekleideten, albern herum kichernden und vorlauten Teenager schaffen wollen.
Austens Elizabeth ist eine schlagfertige, erwachsene und kluge Frau, die stets auf Etikette und gutes Benehmen achtet und die niemals die gesellschaftlichen Normen überschreitet - wie etwa unter einem Tisch sitzend anderer Leute Gespräche belauscht.
Das sei gewollt, sagen Kritiker, und dem Regisseur Joe Wright sei in der Besetzung der Elizabeth Bennet durch die klapperdürre, jungdynamische Piratenbraut Keira Knightley ein überzeugender Brückenschlag gelungen, nämlich zwischen der heutigen ungezwungenen Mädchengeneration und den damaligen gehemmten jungen Frauen. Wohlmeinende Kritiker behaupten Wright habe mit dieser Besetzung eine extrem moderne Lizzy geschaffen. Und das stimmt! Aber mir gefällt sie trotzdem nicht diese moderne Lizzy mit Unterbiss.
So, erst mal Luft holen und noch mal zur Klarstellung:
Ich finde es durchaus interessant wenn ein Regisseur sich künstlerische Freiheit erlaubt und bei der Verfilmung eines Buch vom Wortlaut abweicht oder seine Figuren ein wenig ummodelt - immer vorausgesetzt es kommt etwas Gutes dabei heraus.
Dass Longborn wie ein Schweinstall aussieht, regt zwar manche Austenpuristen auf, aber ich halte es für eine witzige und geistreiche Idee. Dass Keira Knightley angeblich absichtlich hässlich gemacht wurde ("uglying up Keira Knightley" titelte eine englische Zeitung seinerzeit) nun, das halte ich wiederum für ein Gerücht ;-). Im Übrigen hat sie in dem Film durchaus ihre "schönen Momente". Dass sie mit ihrem mageren und schlampigen Aussehen ganz und gar nicht dem damals üblichen Frauenidealbild entspricht (und das obwohl Austens Elizabeth als lokale Schönheit galt), das muss ich Kennern gegenüber eigentlich nicht extra erwähnen.
Jetzt zum Fast-Schluss noch ein paar Lobreden auf die begnadete Kameraführung, die wirklich einen Oskar verdient hätte. Roman Osin heißt der Kameramann und der ist in meinen Augen ein Meister seines Fachs. Manchmal aufdringlich und hektisch, manchmal idyllisch und pastoral, bietet uns die Kamera atemberaubende Bildkompositionen, wahre Orgien für die Augen. Allen voran die traumschöne Schaukelszene mit wunderschöner Musik untermalt und das Tête-à-tête des Traumpaares im Morgennebel, draußen auf der Heide mit einem so romantischen Szenenbild, dass es den Zuschauerinnen schlicht den Atem raubt.

Kurz und bündig:
Der Film ist witzig, geistreich und voller Romantik und auch (oder gerade) für Austen-Fans eine Pflichtübung. Aber auch allen, die es nicht so mit pompösen Literaturverfilmungen und Liebesgeschichten halten, die sich einfach nur köstlich amüsieren und unterhalten lassen wollen, kann ich diesen Film nur ans Herz legen. Und all jenen, die eben nicht das Sitzfleisch und die Geduld für 5 Stunden BBC-Romantik haben, denen konnte gar nichts Besseres passieren als der neue "Stolz und Vorurteil".

DVD:
Vor der Anschaffung dieses DVD-Buch-Kombi-Paktes empfiehlt es sich zu rechnen, ob eine getrennte Anschaffung von Buch und DVD nicht günstiger ist, denn inhaltlich unterscheidet sich der Film nicht von den anderen DVD Ausgaben.
Und noch ein kleine Info am Rande: Die deutsche DVD enthält eine Extra Schluss-Szene, die in der amerikanischen Kinofassung gezeigt wurde, den Europäern und dem Rest der Welt aber zum Glück erspart blieb. Das Traumpaar nach der Hochzeit befindet sich nun in Pemberly und wirft die verträumten Blicke, sich vorsichtig liebkosend über den weitläufigen Besitz. Diese Szene ist so was von peinlich und überflüssig, dass man sie eigentlich unbedingt gesehen haben muss ;-).
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Wenn man sich einige der über 100 Rezensionen dieses Filmes durchließt, ist man erstaunt wie unterschiedlich hier über ein und den selben Film geurteilt wird. Und genau das ist es auch, was ich über die Neuverfilmung des Jane Austen Romans "Stolz und Vorurteil" denke:

Mal gut, mal schlecht!

Was ist denn das Wichtigste an der Romanvorlage von Jane Austen? Die Gegensätze zwischen den Familien Bennet und Bingley & Co,die stolze Lizzy mit Ihren tausend Gedanken über die Liebe und das Leben, ein Mr. Darcy der hinter seinen Vorurteilen einen sensiblen Charakter versteckt, die packenden Wortgefechte der beiden Hauptdarsteller die zwischen Kränkung, Witz und Ironie schwanken, sich aber immer mehr zueinander hingezogen fühlen und natürlich nicht zuletzt der beste Heiratsantrag aller Zeiten.....

Und was wird in diesem Film gezeigt? Man könnte meinen, der Regisseur versteife sich nur auf den gesellschaftlichen Unterschied zwischen Adel und Landadel und übertreibt unglaublich in dem er die Bennets in einem alten, fast zerfallenden Bauernhof wohnen lässt, in dem zwischen fünf Schwestern und deren Eltern nicht nur der unerwünschte Vetter Colins, sondern auch unpassender Weise, die Schweine durchs Haus laufen; Kleidung, die eher an Bedienstete als an den zwar ärmeren, aber nicht am Hungertuch nagenden Landadel erinnern;

Landadel, der anscheinend über keinerlei Anstandsregeln verfügt und Nebendarsteller, die zum Teil schon hässlich erscheinen....Mal ehrlich, einen so kindlich und farblos wirkenden Mr.Bingley, musste das sein???

Wo sind die Gespräche zwischen Lizzy und Ihrer Schwester Jane?Wie soll man denn diese komplexe Person überhaupt kennen lernen,wie Ihr Handeln verstehen? Wo sind die Gespräche mit Darcy, durch die man erst erkennt, wie sich die Meinung über Ihn von Mal zu Mal ändert?!

Also zuerst war ich schockiert als ich aus dem Kino kam! Da hatte ich auf eine Neuverfilmung wie z.B. "Emma" oder "Sinn und Sinnlichkeit" gehofft, nahe am Roman aber ein bisschen mehr Glamour! Und auch wenn ich ein riesiger Fan der BBC-Verfilmung (aber bitte im Original!!!) mit Ehle und Firth bin, so hätte ich mir auch mal ein wenig mehr schöner Stoffe, pompösere Ballsäle und mehr Schnick-Schnack gewünscht. Selbst in der alten schwarz-weiß Verfilmung mit Lawrence Oliver kommt mehr von dem Prunk der Zeit rüber als hier!

Aber dann habe ich mir diesen Film ein zweites und ein drittes Mal angeguckt, und ohne es zu erzwingen, hat er von Mal zu Mal gewonnen. Lassen wir die Romanvorlage mal weg und sehen den Film als das was er ist: eine neue Interpretation eines neuen Regisseurs! Die Szene im Regen an dem alten Pavillon ist doch einfach wundervoll! Und die Andeutung eines Kusses lässt mich dann doch den Atem anhalten! Und während die Beiden im Morgengrauen aufeinander zu gehen, habe ich endgültig den erhofften Glamour vergessen und muss doch seufzen.

Zwar ganz anders als bei der BBC-Verfilmung, aber immerhin!!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Warum schreibt man eine Rezension zu einem Artikel, der vorher bereits von 350 anderen Rezensenten bewertet wurde.
Weil es mir wichtig ist.

Man kann den Film aus zwei verschiedenen Perspektiven sehen.
1. Die "Wer-ist-eigentlich-Jane-Austen-Perspektive":
Sie sehen einen netten Film über die Verwicklungen, bis ein Paar zusammenfindet. Die Personen handeln gelegentlich etwas schräg, aber der Film hat schöne Bilder, eine zum Teil meditative Musik, dadurch eine wunderbar ruhige, angenehme Atmosphäre und ein richtiges Happy-End. Das Ganze ist mit einigen Lachern garniert und Frau Knightley spielt auch mit, wobei Donald Sutherland noch besser ist.
Nach dem Film fühlen Sie sich angenehm ruhig und entspannt.
Wertung: 3 Sterne für angenehme, harmlose Unterhaltung.

Das Problem ist aber: der Film heißt nicht "Lizzy und Fitzwilliam" oder "Die Bennettöchter", sondern "Pride and Prejudice" oder "Stolz und Vorurteil". Und damit sind wir bei der
2. Perspektive.
Es ist eine Jane-Austen-Verfilmung und muß sich deshalb auch an der Vorlage messen lassen.
Natürlich ist es unmöglich in zwei Stunden den gesamten Inhalt eines Buches wiederzugeben. Darum ist es umso wichtiger zu entscheiden, was weggelassen wird und vor allem wofür die zur Verfügung stehende Zeit verwendet wird.
Das Weglassen ist den Machern noch recht gut gelungen, auch wenn es ab und zu für den Kenner schmerzlich ist, so haben es die Macher des Films doch geschafft, den Roten Faden der Geschichte durchgehend zu erzählen.
Leider haben Sie aber auch Szenen neu hinzugefügt. Z.B. probt Mr. Bingley den Antrag mit Mr. Darcy - so ein Schmarrn! oder die Schlußszene im Moor - Lizzy läuft in aller Herrgottsfrüh hinaus ins Moor und trifft dort mitten in der Wildnis zufällig ... und der latscht auch noch ewig auf sie zu - also ehrlich. Auch die Szene in der Darcy'schen Sammlung. Eine sehr blaße Keira Knightley in weißem Kleid zwischen weißen Marmorstatuen in einem weißen Raum. Ein wunderschönes Bild - aber 60 Sekunden die der Geschichte fehlen, usw.. Dazu noch einige ziemlich platte Jokes, die Jane Austen sicher nicht passiert wären.
Oft verliebt sich auch der Kameramann/Regisseur in seine Effekte und Übergänge. Allein auf der rotierenden Schaukel, die im Buch nicht erwähnt wird vergehen mehrere Minuten in denen man vor allem Frau Knightleys hübsches Gesicht sieht (nebenbei wechseln die Jahreszeiten). Durch diese Spielereien bleibt der Geschicht trotz guter Kürzung keine Zeit sich zu entwickeln und sie hetzt von Station zu Station. Der Zuschauer reibt sich des öfteren die Augen und fragt sich wie er hier hin gekommen ist.
Für den Kenner ist z.B. es auch störend, wenn sich Lizzy und Mr. Darcy anschreien wie die Marktweiber oder wenn Lizzy bei Erhalt der "dreadful news" hysterisch reagiert, usw..
Gerade der gehemmte Verhaltenskodex der Protagonisten und die vornehme Art ('behave like a gentleman') macht doch den Reiz dieser Geschichte aus.

Zu den Charakteren:
Lizzy ist offensichtlich der Star des Ensembles und bekommt viele der Hauptsätze zugeschrieben, die eigentlich zu anderen Personen gehören und dort auch logischer sind.
Mr. Darcy säuselt - besonders in der englischen Fassung. Er haucht seinen Text mehr als er ihn spricht - was aber Geschmackssache ist.
Mr. Bennet ist großartig gespielt, aber viel zu lieb. Wo ist der Zyniker aus Jane Austens Vorlage, der bei der Wahl seiner Frau auf Oberflächlichkeiten hereingefallen ist?
Mrs. Bennet ist vollkommen neu gestaltet.
Jane ist wunderbar gelungen und die vielleicht beste Verkörperung aus allen Versionen. Schön und engelsgleich auch wenn die genaue Entfaltung ihres Charakters unter die sinnvollen Kürzungen fällt.
Das gilt noch mehr für Lydia, die in dieser Version hervorragend getroffen ist.
Maßstabssetzend für alle Versionen sind die Bilder und die Kameraeinstellungen. Als Beispiel sei hier nur die Eingangsszene mit der langen Kamerafahrt zum und durchs Haus erwähnt, bei der die ganze Familie vorgestellt wird - großartig, ganz großes Kino!

Fazit:
Schauen Sie unbedingt zuerst die 95er-BBC-Version an. Sie ist teurer, sie ist ewig lang - sie lohnt sich. (Übrigens als Tip: die englische Originalversion ist noch eine Stunde länger und damit noch besser)
Wenn Ihnen der Stoff gefällt - lesen Sie das Buch.
Und dann können Sie als Ergänzung den hier besprochenen Film anschauen.
Für Interessierte empfehle ich auch die 1980-BBC-Version. Hier werden einige Charaktere, besonders Lizzy, etwas anders interpretiert. Allerdings ist die Ausführung sehr theaterhaft und den heutigen Maßstäben nicht mehr entsprechend.

Wertung dieses Films:
Für die schönen Bilder, die Musik und die brillianten Jane und Lydia sind 3 Sterne angemessen.
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Fand ihn mal besser
Zugeben muss ich das ich zuerst diese Version des Filmes gesehen habe und einige zeit später dann das Buch gelesen habe. Lesen Sie weiter...
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NICHT KAUFEN, keine DVD!
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Vor 2 Monaten von Rezensentin veröffentlicht
etwas enttäuschend
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Vor 3 Monaten von elweelena veröffentlicht
Einfach Romatisch
Für jeden der auf Jane Austen oder der gleichen steht ein absolutes muss!!! Habe ihn einmal geschaut und musste ihn dann auch sofort in meiner Sammlung haben, denn diesen Film... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Acksunamon veröffentlicht
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...dass es zu diesem Film viele verschiedene Meinungen gibt, und vorallem die Fans der BBC-Verfilmung mit Colin Firth von dieser Stolz und Vorurteil Version nicht überzeugt... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von AustenFan veröffentlicht
Und noch eine Rezension mehr...
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Vor 5 Monaten von Nini veröffentlicht
Sehr schöner Film
Ich habe die Lieferung nach einigen Tagen erhalten und ich bin sehr zufrieden mit dem Artikel. Ich kann es nur weiter empfehlen.
Vor 5 Monaten von Miss Elli veröffentlicht
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Vor 5 Monaten von Martina31 veröffentlicht
Stolz und Vorurteil (DVD)
Toller Film. Anders als das Buch, aber wunderschön gemacht!
Ein wunderbarer Matthew Macfadyen als Mr. Lesen Sie weiter...
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Vor 8 Monaten von Nessa veröffentlicht
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