Die Verfilmung von Austens Roman "Stolz und Vorurteil" ist in dieser prägnanten Form unvergesslich und ein kleines Wunder, so wie die FAZ den Film nennt. Mr. Darcy ist der Gentleman aus dem Bilderbuch und mit Matthew MacFadyen am Besten besetzt. Keira Knightley kommt etwas mondän rüber und passt meiner Meinung nach eigentlich nicht in diesen Film, doch gäbe es sie nicht, würden ebenfalls nicht die Szenen (zum Beispiel die im Regen als sie Mr. Darcy tapfer und ohne Zurückhaltung zur Rede stellt) existieren, die die Figur Lizzy wiederum gut charakterisieren aufgrund der Romanvorlage. Die ganze Equipage an britischen Schauspielern ist äußerst gut selektiert worden und die nervige Mutter Mrs. Bennet, die ihre Töchter schnellstmöglichst unter die Haube bringen will, ist mit der hektischen Brenda Blethyn hervorragend personifiziert. Der Film ist alles in allem äußerst befriedigend für den Betrachter, die Drehorte sind ein Traum und Augenschmaus, die Filmmusik ist die Beste, die man sich für solch einen Period-Drama-Film vorstellen kann, denn sie ist schlichtweg umwerfend, manchmal traurig und nachdenklich, andererseits wieder anheiternd und dann wieder zum Sterben lieblich und Sehnsucht ausdrückend. Obwohl die BBC-Version etwas länger gestaltet und diese Form des Films mehr kompakt ist, sollte man den Film trotzdem gesehen haben, wenn man Jane Austens Figuren bildlich vor Augen geführt bekommen haben will und englische Landschafts- und Liebesfilme liebt, die das ausgehende 18. Jahrhundert projizieren.
Fazit: Wirklich sehenswert, schon aufgrund der Atmosphäre in die der Zuschauer gezogen wird, wenn die Kamera in einer der ersten Szenen durch das Fenster hindurch den Alltag der Familie Bennet aufnimmt und man so einen Schlüssellochblick bekommt. Kostüme, Drehorte, Filmmusik, Schauspieler: alles gut besetzt und ausgewählt, besser kann man es nicht machen für eine 2-stündige Adaptation des Weltliteraturromans.
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.