Wer beim Wort "Diagramm" am liebsten die Flucht ergreifen würde, darf beruhigt sein: Diese Abbildungen sind weit entfernt vom Bekannten, sondern verdeutlichen sehr kreativ, farbenfroh und übersichtlich die verschiedenen Sachverhalte. Vielleicht kann der eine oder andere Leser hier sogar Inspirationen finden, wie er eigene Diagramme dem Publikum etwas besser begreiflich macht, zu wünschen ist es auf jeden Fall.
Da die zugrunde liegenden Fragen manchmal sehr weit hergeholt erscheinen, ist es auch schwer zu prüfen, wie hoch der Wahrheitsgehalt der einzelnen Diagramme ist. Da man sowieso keiner Statistik glauben sollte, die man nicht selbst gefälscht hat, bleibt es hier nur, die Zahlen als Richtwerte zu nehmen, ohne sich steif und fest auf die Nachkommastellen zu versteifen. Die Aussage der Diagramme ist nicht in erster Linie wissenschaftliche Stichhaltigkeit, sondern unterhaltsame und überraschende Informationsvermittlung zu den verschiedensten Themen, sei es die aktuelle Popkultur, weltpolitisches Geschehen oder Kultur. So findet sich eine Übersicht über das Alter, in dem Promis ihre Memoiren veröffentlichen, neben der Anzahl bewaffneter Konflikte weltweit, darauf folgen dann das Beziehungsgeflecht um die Ehe zwischen Oliver Pocher und Sandy Meyer-Wölden und eine Gegenüberstellung der Geldsumme, die die Deutschen in Tierfutter und Spenden investieren. Man sieht, für jeden Geschmack, für jede Gesprächsrunde ist etwas dabei.
Diese bunte Mischung, zusammen mit der wirklich sehr gut gelungenen Darstellung der verschiedensten Informationen, machen "Stolz' und Häntzschels Welt der Informationen" zu einem Buch, das sich griffbereit in jedem Wohnzimmer gut macht.