Ich bin von diesem Buch zum Glück nicht enttäuscht!!! Das mag u. a. daran liegen, dass ich keine anderen Bücher von der Autorin gelesen habe und daher nicht merke, dass inhaltlich vieles bereits in ihren anderen Büchern stand. Das scheint aber auch bei anderen Autoren (man nehme als Beispiel die gute Doreen Virtue...) der Fall zu sein und läßt sich wahrscheinlich auch gar nicht immer verhindern. Dass das Buch eine völlig neu überarbeitete Version des Titels "Erleuchtung, SEx & Coca Cola" ist, steht tatsächlich in der Innenklappe. Für die Leute, die das Buch also bereits haben und dieses nicht wissen, ist es tatsächlich sehr ärgerlich. Aber nun zum Inhalt:
Sabrina Fox blickt auf die vergangen 20 Jahre ihrer spirituellen Entwicklung zurück und das mit sehr viel Humor. Den mussten auch ihre Freunde und Verwandten haben, denn sie war wohl oftmals sehr dogmatisch, wenn sie etwas Neues ausprobierte. Sie beschreibt, in welcher spirituellen Entwicklungsphase man sich selber gerade einordnen könnte, und wie die nächste aussehen kann. Sie schreibt über Karma, Wünsche ans Universum, Partnerschaft, Grenzen setzen, meditieren, wie man gute Lehrer erkennt und ob man sie braucht, channeln, weshalb man trotz Spiritualität krank wird usw. usw. Ich konnte ihr oft gedanklich zustimmen und mich auch in vielen Beispielen (wenn auch nicht ganz so krass) wiederfinden. Natürlich ist das alles vielleicht nichts Neues, aber was erwartet man denn? Frau Fox versucht einem anhand ihrer eigenen Erfahrungen und Fehler etwas Hilfestellung und Mut zu geben. So hatte sie trotz jahrelangem Meditationstraining gesundheitliche Probleme, weil sie keine Grenzen setzen konnte und es immer allen Recht machen wollte. Sonst ist man ja nicht spirituell, oder? :)) Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Entwicklung nicht weiter geht, weil ich nichts Neues lerne (damit meinte ich außergewöhnliche Sachen wie Aura sehen, channeln, etc.). Nach der Lektüre dieses Buches habe ich mit einer mir bislang unbekannten Gelassenheit feststellen können, dass ich mich doch sehr entwickelt habe und zwar ohne diesen Schnickschnack. Spiritualität heißt nicht, 1000 Sachen auszuprobieren und zu beherrschen, sondern u. a., aus Fehlern lernen. Und das nimmt doch einigen Druck von einem. Jeder geht doch sowieso seinen Weg auf seine Weise. Frau Fox beschreibt auch, wie arrogant manche Leute anfangs sind, wenn sie sich mit diversen spirituellen Dingen befassen und Leute bemitleiden, die sich dafür nicht interessieren. Das ist z. B. auch so eine Entwicklungsphase die zum Glück schon sehr lange hinter mir liegt.
Fazit: Wer also kein Praxisbuch erwartet, um eine neue Methode von irgendwas zu erlernen, sondern Zeit und Lust hat ein kurzweilig und humorvoll geschriebenes Buch zu lesen, der macht hier m. E. keinen Fehlkauf.