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Stollbergs Inferno [Taschenbuch]

Michael Schmidt-Salomon
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 16,00  
Taschenbuch, Januar 2003 --  

Kurzbeschreibung

Januar 2003
Ein Philosophie-Thriller über die Hölle, die Revolte und das Absurde. Der Religionskritiker Jan Stollberg stirbt während einer Vorlesung und findet sich, zu seinem maßlosen Erstaunen und Entsetzen, in der christlichen Vorhölle wieder, die tatsächlich so aussieht, wie die katholische Kirche es seit Jahrhunderten predigt. Wie er sind dort alle Philosophen gefangen, die aufklärerisches Gedankengut vertreten haben, von Immanuel Kant bis Friedrich Nietzsche, von Karl Marx bis Albert Camus. Der unmittelbar bevorstehende Abtransport Ludwig Feuerbachs zur "Himmlischen Rampe" wird für die gepeinigten Gefangenen zum Anlaß, die höllischen Zustände nicht länger nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern - sie planen den Aufstand gegen die Diktatur Gottes... Stollbergs Inferno ist ein spannender philosophischer Roman, der den Lesern in den Dialogen der gefangenen Philosophen die Erkenntnisse der großen Denker der Menschheit auf unterhaltsame, aber nie verniedlichende Weise näher bringt. Als kritisches Update zu Dantes Göttlicher Komödie gibt der Roman einen rasanten Überblick über 500 Jahre Kulturgeschichte. In gewisser Weise kann das Buch als "Sophies Welt für Erwachsene" gelesen werden - nicht nur wegen Stolbergs amouröser Abenteuer in der "Vorhölle der Unkeuschen", sondern vor allem, weil es um die "letzten Fragen" geht, um den Kampf mit dem Absurden, den letztlich wohl vergeblichen Versuch, der endlichen menschlichen Existenz dauerhaften Sinn zu verleihen.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Alibri Verlag (Januar 2003)
  • ISBN-10: 3932710495
  • ISBN-13: 978-3932710490
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 238.509 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Himmel ist die wahre Hölle 8. September 2008
Format:Broschiert
Eine originelle, einfache und trotzdem sehr lehrreiche Geschichte. Manchem Leser wird sie ein wenig blasphemisch vorkommen, aber das ist ja gerade das Erfrischende. Der Religionskritiker Stollberg stirbt und kommt in die (Vor-)Hölle. Dort trifft er viele große Philosophen und Denker, die alle, wen wundert es, wegen kritischer Einstellungen in der Hölle landeten.
Die Handlung ist einfach: die Geistesgrößen wollen die Hölle, in der die Menschen wie in einem Konzentrationslager gepeinigt werden, befreien und Gott vom Thron stürzen.
Einfach erzählt, sicher kein epochaler Stil, aber unterhaltsam.

Durch die lebendige Charakteristik von Camus, Nietzsche, Marx usw., das kurzweilig eingestreute philosophische Geplänkel und die kleinen Geschichten (was verbindet Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison in der Hölle? Was macht Frank Zappa dort?) über Künstler, Maler und Philosophen bekommt das Buch eine eigene Qualität, die über jene des Romans hinausreicht: Es bietet einen Abriß der Philosophiegeschichte und eine Einführung in die Religionskritik.
Wer noch ab und zu den Blick über den Tellerrand riskiert, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
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48 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zur Hölle mit der Hölle 5. Januar 2007
Format:Taschenbuch
Ein einfallsreicher Aufstand gegen den christlichen Gott in seiner biblischen Originalversion, das ist Stollbergs Inferno.

Der Haupt-Handlungsstrang mag dabei "trivial" sein, wobei man einen solchen kaum im durchschnittlichen Heimatroman erblicken wird: In der schlimmsten Vorhölle treffen atheistische Philosophen aufeinander und zetteln eine Revolution gegen Gott an, der die Seelen der Un- und Halbgläubigen foltert. In den Himmel, wie ihn sich die Bibel vorstellt, kommt nämlich so gut wie niemand, weshalb fast die ganze Menschheit letztlich in der Hölle landet.

Es kommen viele Philosophen als Charaktere in diesem Buch vor. Um sie "lebendig zu machen" sind 240 Seiten vielleicht nicht genug, aber ihre Ansichten werden durchaus korrekt wiedergegeben. Es ist gar nicht nötig, etwa Nietzsche oder Albert Camus ungläubige Ansichten in den Mund zu legen, denn sie waren nun einmal Atheisten. Es gab nicht viele große Denker, die tief religiös waren. Warum wohl? Mit den Quellen wird also korrekt umgegangen, mit Nietzsche ist sogar ein besonders amüsanter Charakter gelungen.

Ob man etwas mit der Handlung anfangen kann, in der sich Atheisten durch die Hölle bis hoch zu Gott durchkämpfen, das ist immer subjektiv. Mir hat diese Idee gut gefallen, denn sie ist wenigstens ehrlich und nicht halb-aufgeklärt oder halbreligiös. Im Detail jedenfalls ist das Buch anspruchsvoll und stilistisch leicht zu genießen.

Klar, kaum jemand in unserem Kulturkreis glaubt heutzutage noch an die Hölle und an den biblischen Gott. Umso geeigneter ist Stollbergs Inferno, um eine wichtige Frage aufzuwerfen: Ist es überhaupt sinnvoll, sich noch als Christ zu bezeichnen, wenn man all diese Dinge nicht glaubt?
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35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein höllisches Vergnügen 16. Februar 2003
Format:Taschenbuch
Wer den Vorspruch des Romans (Das stärkste Argument gegen Gott - wäre der Beweis seiner Existenz) auf Anhieb versteht, für den wird seine Lektüre ein reines Vergnügen sein. Andernfalls muss man nur den Zweifel als Ausgangspunkt des Denkens schätzen und ein wenig weltanschaulich aufgeschlossen sein. Der Leser wird dann reich belohnt, z. B. durch Teilnahme an Verhören des göttlichen Inquisitors, denen der verstorbene Religionskritiker und Philosoph Stollberg ausgesetzt wird. Seine fantastischen Erlebnisse in der (katholischen) Vorhölle und die Solidarisierung der dort versammelten Geistesgrößen und Todsünder lassen einen nicht mehr los. Die exakt durchgeplante Story verbindet auch philosophischen Tiefgang mit bewundernswerter und witziger Lockerheit. Die Begleitung der verschwörerischen Philosophen durch die verschiedenen Vorhöllen auf dem Marsch zur Revolte gegen Gott ist ein intellektuelles Vergnügen, und die Spannung steigt. Ein hervorragendes Glossar erläutert das Wesentliche zu den in die Geschichte integrierten Denkern. Man kann nicht anders, als diesen Romanerstling eines Philosophen und Musikers in einem Zug zu verschlingen. Ein köstliches und leicht lesbares Buch, das man auch jungen Leuten empfehlen kann.
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3.0 von 5 Sternen die ersten paar Seiten
hatte ich irgendwann mal im Internet gelesen, und es schien mir nicht uninteressant - aber da mir erfahrungsgemäß weder die Schreibe noch die Philosophie des... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von qilin veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein höllischer Spass
Interessantes Gedankenexperiment mit überraschendem Ende (obwohl ich es irgendwie schon geahnt hatte). Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Foto Fred veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einmal Vorhölle und....
...ich habe es noch nicht fertig, aber schon auf den ersten 60 Seiten sorgte es für herzhaftes Lachen, außerdem ist es wirklich spannend, man mag es gar nicht mehr... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Breidenbach veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nicht besonders gut gelungen - und gegen Ende noch ein neues Dogma!
Als nichtreligiösem Menschen und Ex-Katholiken, der zudem gern und immer wieder Dante Alighieris Inferno in verschiedensten Versionen liest, hat mich das Buch natürlich... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Peter Samol veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen mit absurden Theater den Wahn bekämpfen
Ich gebe zu, das Buch hat mich erheitert und amüsiert. Die Geschichte ist etwas seicht und literarisch zu dünn. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Mai 2011 von Nexpert
5.0 von 5 Sternen Sehr sehr gutes Buch
Eines der interessantesten und diskussionswürdigsten Bücher der letzten Zeit. reaktion vom blanken Entsetzen bis hin zum totalen Lachanfall. Unbedingt lesen!! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2011 von Loars
3.0 von 5 Sternen Kein sprachlicher Meilenstein...
Die Idee des Buches ist ganz gut, man konnte der geschichte auch gut folgen. Aber einen sprachlich hohen oder mittleren Anspruch hatte das Buch ja nicht gerade. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2011 von Miraculix
5.0 von 5 Sternen Heidenspaß trotz Höllenqualen
Höllisch gut - sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Ich hatte die 240 Seiten innerhalb von 3 Tagen gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juli 2010 von Abacus
5.0 von 5 Sternen Ein muss für jeden Atheisten
Sehr fliessend und unterhaltsam geschrieben. Einige Vorkenntnisse im Bereich der Philosophie sind von Vorteil aber nicht umbedingt nötig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juni 2010 von Tania Kremer
2.0 von 5 Sternen Kindischer Kampf mit dem Absurden
Nach den Aussagen des Autors ist »Camus philosophisches Hauptanliegen, der Kampf mit dem Absurden, dem in letzter Instanz vergeblichen Versuch, der menschlichen Existenz... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2010 von Mimir
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