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Stoiber. Die Biografie.
 
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Stoiber. Die Biografie. [Taschenbuch]

Peter Köpf
1.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 335 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: Aktualis. Ausg. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453215079
  • ISBN-13: 978-3453215078
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.451.826 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Köpf
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Journalist Peter Köpf hat das Privatleben und die politische Karriere des bayerischen Ministerpräsidenten, CSU-Vorsitzenden und möglichen Kanzlerkandidaten der Union, Edmund Stoiber, einmal näher unter die Lupe genommen und dabei einige bemerkenswerte Erkenntnisse zutage gefördert.

Nach einem erhellenden Ausflug in die Jugendjahre des Ministerpräsidenten konzentriert sich Köpf auf den eigentlichen Kern der Stoiberschen Psyche: sein fast "erotisches Verhältnis zu Politik und Macht". 1978 ernannte Franz Josef Strauß den damals 37-jährigen Landtagsabgeordneten zum CSU-Generalsekretär. Ab 1982 mimte Stoiber als Chef der Münchener Staatskanzlei erfolgreich den Strauß'schen Kettenhund. Da Strauß die Landespolitik langweilte, war es Stoiber, der bald als "Graue Eminenz" die Fäden zog. Hier sammelte er das Wissen, die Erfahrung und die Kontakte die erforderlich waren, um später selbst das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen zu können. Nach einem kurzen Intermezzo als Bayerischer Innenminister, war es 1993 endlich so weit. Stoiber stürzte nach einem erbitterten Machtkampf den durch die Amigo-Affäre geschwächten Ministerpräsidenten Max Streibl. Sechs Jahre später konnte er schließlich auch den glücklosen Theo Weigel vom CSU-Parteivorsitz verdrängen, und er hat zweifellos den Ehrgeiz, noch höher zu steigen.

In Köpfs präziser Beschreibung des Politik- und Regierungsstils Stoibers offenbart sich dessen widersprüchliche Persönlichkeit. Es entsteht das Bild eines "Aktenfressers", begabten Administrators und leidenschaftlichen Politikers, der sich letztendlich selbst im Wege steht. "Stoibers außerordentlicher Fleiß war die Basis für seinen Aufstieg, aber die trockene, rechthaberische Aktenstudiererei ist auch sein größtes Hindernis", erkennt Köpf. Sollte er stolpern, sei ihm die Schadenfreude seiner Partei sicher. Schließlich freut sich jeder, wenn der Streber eine Sechs schreibt. --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Ein unermüdlicher, ehrgeiziger Machtmensch

Edmund Stoibers Aufstieg im Schatten von Strauss

spl. Kurz vor seinem 60. Geburtstag ist die erste Biographie über den bayrischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber erschienen. Wer darin Unbekanntes oder gar Enthüllendes zu lesen hofft, wird enttäuscht. Stoiber wird als akribischer Arbeiter mit ausgeprägtem Machtinstinkt, als Aktenmensch und brillanter Volkstribun dargestellt – und dies ist für Kenner der bayrischen Politik wahrlich nichts Neues. Dennoch ist die kritische Biographie interessant, denn der Politikwissenschafter und Journalist Peter Köpf hat sehr gründlich recherchiert und viele Gespräche mit Jugendfreunden, Parteikollegen und politischen Gegnern geführt. Dabei ist ein detailreiches Gesamtbild des Staatsmannes Stoiber entstanden: das Bild eines ausserordentlich ehrgeizigen und fleissigen, aber auch rücksichtslosen Politikers, der auf seinem Weg vom Landtagsabgeordneten zum Ministerpräsidenten seine Widersacher geschickt ausgebootet und für die CSU immer wieder auch Stimmen am äussersten rechten Rand geworben hat.

Stets verfügbarer Kammerdiener

Das spannendste Kapitel ist sicherlich die Darstellung von Stoibers Verhältnis zu Franz Josef Strauss. Stoiber suchte schon früh die Nähe des wortgewaltigen Bayern. Er identifizierte sich 150-prozentig mit Strauss und liess verlauten: «Franz Josef Strauss ist mein Programm.» Als Generalsekretär der CSU, als bayrischer Staatssekretär und Minister diente er ihm unterwürfig und schaffte es so, sich unentbehrlich zu machen. Der eine vertraute blind, der andere diente ergeben. Von Anfang an hatte Stoiber das Ziel vor Augen, Strauss zu beerben, wenn die Zeit reif war. Die Nähe zu diesem war für ihn ein Segen, weil er durch sie nach ganz oben kam. Gleichzeitig macht Köpf deutlich, dass das Verhältnis für Stoiber auch demütigend war. Denn während Strauss im Kreise seiner «Amigos» das Leben genoss, verrichtete Stoiber die Arbeit. Er wurde zur grauen Eminenz im Kabinett, schuftete unermüdlich und war immer verfügbar.

Stoiber wurde von seinem Mentor zwar als Arbeiter geschätzt, menschlich aber hatten die beiden wenig gemeinsam. Im Freundeskreis von Franz Josef sass Edmund immer in der zweiten Reihe. Im Gegensatz zum gemütlich-geselligen Strauss war Stoiber nie ein archetypischer Bayer, der das Leben in vollen Zügen geniessen konnte. Wenn er zu den Feiern und Gelagen seines Chefs dazustiess, ging es um geschäftliche Dinge, und er wurde als Störefried empfunden. Der Tod von Strauss 1988 kam für Stoiber zu früh. Doch als Strauss' Nachfolger Max Streibl 1993 wegen einer Affäre zurücktreten musste, stand er bereit. Die gute Ausgangsposition für den Posten des Ministerpräsidenten hatte er sich unter Strauss geschaffen, dessen war sich Stoiber bewusst. Am Tag seines Amtsantritts legte er an Strauss' Grab einen Kranz nieder und betonte, er wolle die Politik seines Vorbildes fortsetzen.

In Köpfs Biographie werden neben der politischen Laufbahn erstmals auch die Kinder- und Jugendjahre des 1941 in Oberaudorf geborenen Politikers beleuchtet. Ein Musterknabe war der kleine Edmund nicht. Weder in der Grundschule noch im Gymnasium galt er als besonders guter Schüler. Er schien auch noch keineswegs vom späteren Ehrgeiz gepackt. Baden, Skifahren und Fussballspielen waren ihm wichtiger als Schulnoten. Er war ausserdem ein begeisterter Kartenspieler, konnte rülpsen wie kein anderer und soll als blonder, blauäugiger Jüngling bei den Sommerfrischlerinnen aus dem Norden sehr gut angekommen sein. 1958 kam er auf den «rechten» Weg: Er trat der Jungen Union bei und später als Jurastudent dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten. Mitglied der CSU wurde er 1971.

Mehr gefürchtet als geliebt

Viel wirklich Privates bringt Köpf aber nicht ans Tageslicht, ausser der grossen Liebe des Politikers zum Fussball, die allerdings kein Geheimnis ist. Bis heute fährt Stoiber lieber zu einem Fussballspiel des FC Bayern München als nach Bayreuth oder Salzburg an ein Konzert. Den Menschen Stoiber hinter dem kühlen Ministerpräsidenten bringt die Biographie nicht zum Vorschein. Ob man daraus allerdings schliessen kann, dass er kein Privatleben kennt, wie Köpf behauptet, ist fraglich. Der Journalist erklärt die fehlenden Informationen über den Privatmann Stoiber damit, dass kaum jemand aus seiner Umgebung bereit sei, sich unautorisiert über ihn zu äussern und so vielleicht seinen Unmut auf sich zu ziehen.

Stoiber hat nach Ansicht Köpfs mit dem Amigo-System von Strauss gebrochen und ein neues Machtsystem aufgebaut. Die Leute haben Angst vor ihm, er ist in seiner Umgebung mehr gefürchtet als geliebt. Kurz nach seiner Machtübernahme hatte er mit verschiedenen Krisen, Skandalen und Affären zu kämpfen. Doch Stoiber hat sie alle überstanden, laut Köpf in erster Linie deshalb, weil es ihm immer wieder gelang, intuitiv Meinungen der Bürger aufzunehmen. Stoiber spricht die Sprache des Volkes und wird dabei oft zum Populisten. Auch das Volk liebt ihn aber nicht, es respektiert ihn. Stoiber ist laut Köpf dementsprechend ein sehr einsamer Mensch. Weil er genau weiss, dass alle nur auf einen Fehler des Klassenprimus warten und jeder Misstritt auch in den eigenen Reihen Schadenfreude auslöst, vertraut er niemandem und schaut oft schmallippig und verbissen in die Welt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Auch als Bayer ist man von diesem Buch enttäuscht: Nicht nur die "holprige" Erzählweise, die durch die Zitate im bayerischen Original (sogar für Urbayern) noch komplizierter wird, sondern auch durch die meist oberflächliche Darstellung von politischen Ereignissen und komplexen Zusammenhängen bleibt dieses Buch eine etwas umständlich und inhaltslose Kurzgeschichte über einen bayerischen Politiker. Wer sich dennoch für dieses Buch interessiert, das inhaltlich auf Sparflamme läuft, der sollte vielleicht auf das Taschenbuch - wenn es dies irgendwann mal geben sollte - warten.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Am Thema vorbei 11. März 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Köpf hat sein Buch "Stoiber - Die Biographie" betitelt. Aber was er vorgelegt hat, ist keine Biographie. Es ist nicht einmal eine kritische Auseinandersetzung mit der Person Edmund Stoiber. Köpf prügelt einfach drauflos. Das Buch ist oberflächlich und offenbar schlecht recheriert. Auch für Köpf gilt, eine Behauptung wird nicht dadurch zur Tatsache, dass man sie des öfteren wiederholt. Das Wort "Argumente" scheint es im Wortschatz von Köpf nicht zu geben. Plattitüde reiht sich an Plattitüde. Nichts scheint primitiv genug zu sein um nicht in das Buch aufgenommen zu werden. Schade um die Zeit die man für das Lesen dieses Buches geopfert hat. Der Heyne-Verlag wäre gut beraten, seine Zusammenarbeit mit Köpf einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
kann man so oder so sehen 2. Oktober 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Wie immer bei Biografien über Politikern kommt es darauf an, ob die Biografie von einem politischen Freund oder Feind oder von einem neutralen Autor verfasst wird. Leider war hier nicht die neutrale Brille im Spiel. Der Leser kann sich jetzt aussuchen, ob er die Biografie als Argumentationshilfe gegen Stoiber nutzt oder um Angriffe auf Stoiber abzuwehren.

Der Autor arbeitet viel mit Zitaten, bei denen es schwerfällt nachzuvollziehen, ob diese aus dem Zusammnahng gerissen auch so Gültigkeit haben.

Der Privatmann Stoiber, so es ihn gibt, bleibt weitgehend aussen vor. Deshalb, und weil das Buch bei der geringen Seitenzahl zu teuer ist, gibt es nur einen Stern.

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Einseitig, langweilig, wertlos
Das Buch hatte ich mir gekauft, um Stoiber ein bisschen mehr zu verstehen, um vielleicht in Zukunft besser vorhersagen zu können, wie er reagieren wird, und auch sein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juni 2006 von Rezensor
Ein schwaches Werk
Stoiber- Die Biographie. Was sich im Titel vielversprechend nach einer gut recherchierten und seriös wiedergegebenen Beschreibung Stoibers Lebensweg und seiner politischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2003 von "christopher-peter"
Dieses Pamphlet sollte vom Lektorat nicht akzeptiert werden
Ich hatte die Biographie gekauft um mehr über S. zu erfahren, Gedanken, Hintergründe, den Politiker differenzierter kennenzulernern als es aus einer oberflächlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juni 2002 von Dr. Thomas Wenisch
Keine Biografie, sondern eine Kampfschrift
Wer als Autor die verbalen Schnitzer in den Zitaten seiner (bayerischen) Gesprächspartner genüßlich mit Ausrufezeichen verziert, muß sich gefallen lassen,... Lesen Sie weiter...
Am 6. April 2002 veröffentlicht
Mehr Objektivität !!
Schade um das Geld! Es langweilt mit zunehmender Seitenzahl, wie der Autor gerade zwanghaft versucht Stoiber kritisch darzustellen. Lesen Sie weiter...
Am 2. März 2002 veröffentlicht
Wissenswertes über den wahrscheinlichsten Kanzlerkandidaten
Stoiber ist keiner den man liebt. Stoiber wird respektiert und gefürchtet! Der Autor hat die Gründe dafür in Stoibers Kindheit/Jugend gesucht und gefunden. Lesen Sie weiter...
Am 22. Februar 2001 veröffentlicht
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