Nicht nur Simenon schrieb Kriminalromane, die im Paris der 50er Jahre angesiedelt sind. Auch Leo Malet hat sich dem Thema angenommen, aber auf völlig andere Art. Zu jedem Pariser Arrondissement gibt es einen Krimi.
"Stoff für viele Leichen" ist der 2. Krimi der Serie und spielt demnach im 2. Arrondissement. Malet hetzt seinen Protagonisten, den Detektiv Nestor Burma, mit dem Auftrag einer alten Bekannten durch den Stadtbezirk und lässt ihn dabei unentwegt auf neue Leichen treffen.
Ein sympathischer Antiheld, schnoddrig, respektlos und offensichtlich unverletzbar, der Simenons Maigret so wenig ähnelt wie Charles Bukowskis Bücher denen von Thomas Mann. Und zwischen den Zeilen lässt sich erahnen, dass die 50er nicht überall so spießig und verklemmt waren wie im tiefsten Westfalen.