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Der Stoff, aus dem die Helden sind ist nicht nur ebenso spannend, sondern auch noch von größerem Maßstab und -- der bessere Film. Er verbindet Geschichtliches (sowohl etablierte als auch in der Rückschau gewonnene Erkenntnisse) mit dem modernen Heldenmythos (und dem Sturz von Helden), das Abenteuer mit dem Melodram, detailliertes Hintergrundwissen mit spektakulären Bildern und verbindet all dies mit bodenständigen Humor. Er bietet so eine Chronik der NASA in ihren frühen Bemühungen, einen Menschen ins All zu senden. Dies sollte der erste Schritt in Richtung des Zieles sein, das Präsident Kennedy abgesteckt hatte: den Mond zu erreichen. Zudem hätte dies, vielleicht der wichtigste Punkt, einen moralischen Sieg für Amerika bedeutet, das mit der Sowjetunion einen Krieg um das Ansehen der Weltöffentlichkeit austrug. Die Russen hatten mit dem ersten Satelliten der Welt, ihrem "Sputnik", dem amerikanischen Stolz einen gewaltigen Hieb versetzt.
Der Film setzt zwei Dinge in Kontrast zueinander. Zum einen die mutigen Taten der unbekannten Testpiloten -- von denen Chuck Yeager wohl am besten das Können und den Geist von Tom Wolfes Titel verkörpert -- und zum anderen die im Licht der Öffentlichkeit stehenden Leistungen der "Mercury"-Astronauten. Ohne dass es ihnen anzulasten wäre, wurden diese Männer zu Gefangenen ihres eigenen Ruhmes und des Heldenbildes, das die Regierung aufgebaut hatte, um die Träume der Öffentlichkeit einzufangen.
Die Besetzung ist sehr treffend gewählt und zeigt Sam Shepard (Die Akte) in der Rolle des legendären Chuck Yeager, Ed Harris (The Rock - Fels der Entscheidung) als John Glenn, Dennis Quaid (Dragonheart) als "Gordo" Cooper, Scott Glenn (Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen) als Alan Shepard, sowie Fred Ward (The Player) als Gus Grissom und Scott Wilson (Die Akte Jane) als Scott Crossfield. Pamela Reed (Bean - der ultimative Katastrophenfilm) und Veronica Cartwright (Alien - Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt) glänzen in den undankbaren Rollen als Ehefrauen der Astronauten. --Jim Emerson
Mitverantwortlich für diesen guten Streifen (wurde mit vier Oscars ausgezeichnet) ist die Starbesetzung, Ed Harris, Dennis Quaid, Scott Glenn und viele andere liefern sich auch schauspielerisch eine glaubwürdige Schlacht. Schnitt, Kamera und Regie sind ebenfalls sehr gut- vielleicht kommt die gute Regie daher, dass Philip Kaufmann auch das Drehbuch schrieb und offensichtlich eine klare Vorstellung hatte, was und wie er was darstellen wollte.
Zur DVD: Der Film wurde im 16:9- Format auf die Scheibe gepresst, das Bild und die Vertonung in DD5.1 sind dabei gut gelungen. Neben der deutschen gibt es auch eine englische und französische Tonspur, unzählige Untertitel, Extra- Features sucht man jedoch vergebens, angesichts des guten Filmes kann man dies aber verschmerzen.
Ganz im Gegensatz zu dem zwar technisch perfekten, inhaltlich jedoch über Strecken zu pathetischem und patriotischem "Apollo 13" von Ron Howard ist "Der Stoff aus dem die Helden sind" ein fein gewobenes Stück Film, das voll Selbsironie und Wortwitz steckt. Die atemberaubenden Flugsequenzen wirken selbst 20 Jahre nach Entstehung des Films noch frisch.
Bill Conti steuerte einen der schönsten Scores der Filmgeschichte bei, einer von vier Oscars den dieser Film für sich beanspruchen konnte ging verdienterweise an den Komponisten.
An der technischen Umsetzung der DVD gibt es nichts auszusetzen: Erstklassiges Bild, umwerfende Tonkulisse, sowie eine informative Bonus DVD mit zahlreichen Extras.
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