Nach der etwas enttäuschenden "Making Enemies is Good" fanden meine Lieblingsschweden (neben den Nomads und Abba) mit "Stockholm Syndrome" zur Höchstform zurück. Das Problem für viele ist sicherlich, dass sie die Band immer noch an "Total 13" messen, obwohl es sich bei dieser (natürlich grandiosen) Platte um die für die Band untypischste handelt. Die Backyard Babies sind Kinder der 80er, sie sind mit Mötley Crüe, Hanoi Rocks, Guns'n'Roses, den Dogs D'Amour und anderen Sleazerock-Bands aufgewachsen. Nachzuhören ist das auf der Zusammenstellung "From Demos to Demons" und auch das erste, großartige Album "Diesel&Power" von 1994 spiegelte diese Vorlieben wider, kam aber zu einem Zeitpunkt heraus, als diese Art von Musik vollkommen out war. Bekannt wurde die Band dann im Zuge der Skandinavien-Welle mit "Total 13", einem deutlich punkigeren und verzerrter klingenden Album. Dumm ist natürlich, dass sie nun von Fans dieser Platte für das kritisiert werden, wofür sie eigentlich stehen: astreinen, melodischen Sleazerock. Und den liefern sie auf "Stockholm Syndrome", von vielleicht 2 mittelmäßigen Songs abgesehen, in allerbester Qualität ab.