Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Prämisse des Filmes ist denkbar einfach: Terroristen überfallen ein Hochhaus, verbarrikadieren sich vor der Polizei mit ihren Geiseln und stellen politische Forderungen (mit denen sie die Belagerer an der Nase herumführen -- in Wahrheit nämlich wollen sie einen riesigen Tresor sprengen). Ihr Plan ist perfekt vorbereitet -- doch leider übersehen sie einen Gast des Hauses: Einen Polizisten, der ein großes Interesse daran hat, die Terroristen aufzuhalten, denn eine ihrer Geiseln ist schließlich seine Ehefrau.
1988 kam Stirb langsam in die Kinos und entpuppte sich als Sensation. Mit einem minimalen Plot gelang es Regisseur John McTiernan und Kameramann Jan de Bon (Speed) einen bis dato einmaligen Actionknaller zu inszenieren, der in seiner Machart seinesgleichen sucht. Stirb langsam besitzt eine unglaubliche Dynamik, auf jede Aktion folgt eine Sekunde später eine Reaktion. Dabei steigert sich der Film und verschießt sein Pulver nicht zu Beginn. Es beginnt, fast schon archaisch, mit einer Prügelei, es folgen einige Schießereien, bis am Ende des Filmes das halbe Hochhaus in die Luft fliegt.
Nun hat es seit Stirb langsam eine ganze Palette an Filmen gegeben, die ganz ähnliche Geschichten erzählten, wie Passagier 57 (Terroristen kapern ein Flugzeug und übersehen einen Sicherheitsexperten), Alarmstufe: Rot (Terroristen kapern ein US-Kriegsschiff und übersehen den Koch!), um nur die erfolgreichsten zu nennen. Dennoch sticht Stirb langsam aus dem Feld ähnlicher Filme hervor. Dies ist vor allem seinem Hauptdarsteller Bruce Willis zu verdanken. Willis, vor Stirb langsam international vollkommen unbekannt und in den USA als Hauptdarsteller von Das Modell und der Schnüffler zwar ein Star -- aber als Komödiant! --, kreierte mit der Figur des Polizisten John McClane einen neuen Typus von Actionhelden. McClane ist weder ein Superheld noch besitzt er besondere Fähigkeiten, die er als Soldat oder ähnliches erworben hätte. Als Polizist weiß er lediglich mit einer Waffe halbwegs umzugehen. Ansonsten ist er ein ganz normaler Kerl, der lediglich zur falschen Zeit am falschen Ort ist. McClane ist bei aller Härte, die der Film zu bieten hat, ein Mensch aus Fleisch und Blut. Verletzlich und emotional. Dies alles macht Stirb langsam bis zum heutigen Tag zu einem Meisterwerk des Action-Genres.
Die deutsche FSK 16-Fassung ist ganz leicht geschnitten. Ein Schmankerl am Rande: Der Bösewicht des Filmes, der von einem überragenden Alan Rickman dargestellt wird, heißt in der deutschen Fassung Jerry Gruber, in der US-Fassung lautet sein Name jedoch Hans -- und er ist natürlich ein deutscher Terrorist! --Christian Lukas
Amazon.de DVD-Bewertung
Das Zusatzmaterial bietet den Kinotrailer, der auf amüsante Weise zeigt, welch einen Quantensprung die Filmvorschauen in darauffolgenden Jahren gemacht haben. Weiterhin gibt es auf Texttafeln biografische und filmografische Daten zu den sechs Hauptdarstellern. Ein fünfminütiges Werbefilmchen zeigt einige Momentaufnahmen von der Arbeit hinter den Kulissen, vermischt mit Statements der Darsteller und des Regisseurs. Zum Schluss meldet sich auch der Mann zu Wort, der für die pyrotechnischen Effekte verantwortlich war. Und der hatte in
Stirb Langsam ja so einiges zu tun. Der deutsche und englische Ton ist in Dolby Digital 5.1.
--Alexander Röder
Video Jakob Kurzinhalt
Heiligabend in Los Angeles. Eine Gruppe schwerbewaffneter Männer stürmt ein Bürohochhaus. Die Gangster wollen 624 Mio Dollar erbeuten, die als Wertpapiere in einem computergesicherten Safe lagern. Eine Partygesellschaft, die im obersten Stockwerk feiert, nehmen sie als Geiseln. Nur der New Yorker Polizist Mc Clane kann entkommen. Doch alle Ausgänge sind blockiert, die Telefonverbindungen unterbrochen. Dann wird kaltblütig eine Geisel erschossen. Mc Clane begreift, daß nur er eine Chance hat. Völlig auf sich selbst gestellt nimmt er den bedingungslosen Kampf auf...
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Dies ist wohl trotz der kleinen Mankos die beste Heimversion, in der der Film je vorlag. Durch die anamorphe Abtastung der US-Disc überlegen und besser als all die Laserdiscversionen. Filmhistorisch gesehen ist "Stirb Langsam" zum Archetyp des Genres geworden. Die straffe Dramaturgie, die Charaktere, die bis zum Drugstorehändler hin beseelt sind, die pointierte Musik mit all ihren Anspielungen und gewitzten Klauereien, die stimmige Fotographie, all das hat das Genre neu definiert. Erster Kaufzwang des Jahres 2000.
Bild: Das Bildformat ist mit 1:2,15 nicht ganz so breit wie auf dem Cover angegeben und führt bereits zu merklichem Bildinformationsverlust; bei 00:09:34 etwa ist der Computerbildschirm nicht soweit einsehbar, dass nachvollziehbar wäre, in welcher Etage sich Mrs. McClane aufhält. Das Bild leidet etwas an leichtem Grieseln, das zuweilen zu brutalem Rauschen degeneriert (00:59:46, Aktenschrank). Auch ist der Mattscheibeneffekt in safter Manifestation schon einmal erkenntlich (00:07:51, Schwenk über Strassenpflaster). Insgesamt aber führen der sehr gute Kontrast und gute Schärfewerte zu einem plastischen Bild, dessen Farben die winterlichen und nächtlichen Lichtverhältnisse gut wiederspiegeln.
Ton: Durch die beiden Foxtitel "Speed" und "Speed 2" ist man ja bezüglich der technischen Werte der DVDs sehr verwöhnt worden. "Stirb Langsam" 1 und 2 können da nur bedingt mithalten. Frappant ist hier der hörbare Unterschied zwischen der deutschen und der englischen Tonfassung, wobei letztere räumlicher und durchschlagender klingt, was bereits durch die LKW-Szene bei 00:16:20 sehr anschaulich beleuchtet wird: in der deutschen Versionen fehlen schlicht die satten Bässe und die Rearkanäle sind schwächer, der Ton ist eher frontgewichtet. Generell ist die Tonmischung prägnant und jeder Schuss akustisch nachvollziebar. Originalfassung also sehr gut, deutsche nur gut. --movieman.de
VideoMarkt
Der New Yorker Polizist John McClane fährt zum Weihnachtsfest nach Kalifornien, um sich dort mit seiner Frau, die bei einem japanischen Konzern Karriere gemacht hat, zu versöhnen. Als er in dem riesigen Bürohaus ankommt und sich gerade im Waschraum frischmacht, stürmen dreißig schwerbewaffnete Gangster, die es auf die Wertpapiere des Konzerns abgesehen haben, das Gebäude und riegeln es hermetisch ab. McClane kann entkommen und kämpft in den verlassenen Stockwerken gegen die Bande, wobei es ihm auch gelingt, die Polizei zu rufen. Mit Schützenpanzern und Helikoptern richten die Beamten daraufhin schreckliche Verwüstungen an und sprengen das halbe Haus in die Luft. McClane gelingt es, den Anführer der Gangster zur Strecke zu bringen und seine Frau und die Geiseln zu befreien.
Video.de
Mit Perfektion und rasantem Tempo inszenierter Action-Thriller von John McTiernan, dessen "Predator" erst kürzlich zum umwerfenden Videoerfolg wurde. "Stirb langsam" entwickelt seine Spannung aus der klaustrophobischen Atmosphäre eines verwaisten Wolkenkratzers und aus atemberaubenden Actionszenen, durch die Bruce Willis in der Rolle des McClane wirbelt. McClane ist weniger als strahlender Superheld dargestellt, sondern mehr als humorvoller, verletzlicher, aber doch abgebrühter Cop, der einen trickreichen Kampf gegen die Gangsterbande führt. Diese Achterbahnfahrt durch "Flammendes Inferno" und "Rififi" war im Kino mit 1,2 Mio. Zuschauern für einen Actionfilm ein Bombenerfolg und wird auch beim breiten Videopublikum keine Wünsche offenlassen. Ein absoluter Spitzenrenner!
Blickpunkt: Film
Der wohl rasanteste und spannendste Actionfilm der 80er Jahre: Ein Cop heizt Gangstern ein und verwandelt dabei einen Wolkenkratzer in eine Ruine.
Kurzbeschreibung
Heiligabend in Los Angeles. Eine Gruppe schwerbewaffneter Männer stürmt ein Bürohochhaus. Die Gangster wollen 624 Mio Dollar erbeuten, die als Wertpapiere in einem computergesicherten Safe lagern. Eine Partygesellschaft, die im obersten Stockwerk feiert, nehmen sie als Geiseln. Nur der New Yorker Polizist Mc Clane kann entkommen. Doch alle Ausgänge sind blockiert, die Telefonverbindungen unterbrochen. Dann wird kaltblütig eine Geisel erschossen. Mc Clane begreift, dass nur er eine Chance hat. Völlig auf sich selbst gestellt nimmt er den bedingungslosen Kampf auf...
Produktbeschreibungen
Heiligabend in Los Angeles. Eine Gruppe schwerbewaffneter Männer stürmt ein Bürohochhaus. Die Gangster wollen 624 Mio. Dollar erbeuten, die als Wertpapiere in einem computergesicherten Safe lagern. Eine Partygesellschaft, die im oberen Stockwerk feiert, nehmen sie als Geiseln. Nur der New Yorker Polizist McClane kann entkommen. Doch alle Ausgänge sind blockiert, die Telefonverbindungen unterbrochen. Dann wird kaltblütig eine Geisel erschossen: McClane begreift, daß er nur eine Chance hat - völlig auf sich selbst gestellt nimmt er den bedingungslosen