Als studierter Germanist und Theologe maße ich mir an, folgendes Urteil über den Audiobuch-Adventskalender zu fällen.
Die vorgetragenden Texte sind, wenn auch nur zum Teil, aufgrund altertümlicher Sprache für Kinder ungeeignet.
In der ersten Audiodatei wird nochmals darauf hingewiesen, wer die beiden Sprecher sind, was die Kinder, die eine Geschichte oder ein Lied hören möchten, herzlich wenig interessieren dürfte. Da alle Informationen zu Produktion und Vertrieb der CD bereits in ausreichender Form auf dem Kalender selbst abgedruckt sind, sollte an dieser Stelle auf Werbung verzichtet werden.
Aus theologischer Sicht ist es zudem problematisch, dass der Fantasie entsprungene Märchen der Weihnachtsgeschichte vorangeschaltet werden. Kinder können in jungen Jahren noch nicht ausreichend differenzieren. So kann es passieren, dass die Weihnachtsgeschichte am 24. Dezember wie ein Märchen abgespeichert wird. Nämlich als eine weitere Geschichte die sich jemand ausgedacht hat und die nicht real ist. Gläubige Eltern sollten diesen Kalender also nur kaufen, wenn sie die Geschichten mit ihrem Kind zusammen hören und ihnen die Unterschiede bewusst machen.
Die Weihnachtsgeschichte selbst ist nah am Original erzählt, jedoch mit leichten Veränderungen die wohl dazu dienen sollen den Kindern die Geschichte verständlicher zu machen. Die misslingt jedoch gründlich.
Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, dass die CD ein absoluter Fehlkauf war über den ich mich ärgere. Mein Patensohn wird also auch in diesem Jahr wieder den traditionellen Schoko-Adventskalender bekommen.