Pressestimmen
»(E)ine ungewöhnliche Neuerscheinung (...). Auswahlkriterium war die Vielfalt der Nationalitäten, der Häftlingsgruppen, der Erfahrungen vor Ort, mit dem Ziel, ein Gesamtbild des Lagers zu erhalten. Ein authentisches Lesebuch.« (Renate Chotjewitz-Häfner, Newsletter zur Geschichte und Wirkung des Holocaust (Informationen des Fritz Bauer Instituts))
»Holm und Wulf Kirsten haben »Stimmen aus Buchenwald« gesammelt; von ehemaligen Häftlingen aufgeschriebene Erinnerungen, Gedichte, literarische Verarbeitungen des Erlebten. Es sind Stimmen Überlebender, die Worte suchen für Unsagbares. In jeder dieser Stimmen schwingt das Schweigen Tausender Toter mit. Und doch ist es gut, dass diese Stimmen heute zu uns sprechen. Denn jedes sich artikulierende Einzelschicksal, jede noch nicht verblasste Erinnerung formt die Wahrheit etwas deutlicher, schärfer als es eine Zahl vermag. (...) Es ist den Herausgebern hoch anzurechnen, dass sie die Texte ungeachtet der literarischen Qualität oder des wissenschaftlichen Anspruchs und unabhängig vom weltanschaulichen, religiösen oder nationalen Hintergrund der Autoren nebeneinander gestellt haben. Das so entstehende Mosaik ergibt ein vielfältiges und unverfälschtes Bild.« (Martin Hatzius, Neues Deutschland)
Kurzbeschreibung
Das »Buchenwald-Lesebuch« enthält eine weitgehend umfassende, durch alle Nationalitäten und Häftlingskategorien reichende Auswahl von Erinnerungstexten ehemaliger Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald. Neben Texten bekannter Autoren wie Eugen Kogon, Ernst Wiechert, Bruno Heilig, Bruno Bettelheim, Robert Antelme, Jorge Semprun, H. G. Adler, Elie Wiesel, Imre Kertész, Ivan Ivanji und Fred Wander finden sich zahlreiche Arbeiten längst vergessener Autoren sowie eine Reihe erstmals in deutscher Sprache erscheinender Gedichte ehemaliger französischer und polnischer Häftlinge. Wulf Kirsten und Holm Kirsten haben 61 Texte und Textausschnitte ausgewählt und zusammengestellt. Die Auswahl ist chronologisch (dabei unabhängig vom Entstehungsdatum der Texte) angeordnet, d. h. vom Aufbau des Lagers bis zu seiner Befreiung. Die Texte werden durch kurze Autorenbiographien ergänzt.