Der kleinkriminelle Looser Jo muß zum ersten Mal seit Jahrzehnten zurück in seine Heimat, die Eifel. Grund ist die Beerdigung seines älteren Bruders, der an Herzversagen verstorben ist. Jo nutzt diesen Ausflug in seine Vergangenheit, um auf der Flucht vor Kredithaien unterzutauchen. So ein Überflieger, wie er seine alten Freunde glauben machen will, ist Jo nämlich leider nicht. Also verbindet Jo das Angenehme mit dem Nützlichen und hofft, dass er von seinem Bruder auch gleich noch viel erben kann, womit er sich seiner Schulden entledigen kann. Maßlos ist seine Enttäuschung, als er herausfindet, dass es da gar nichts mehr zu erben gibt! Und zu allem Überfluß häufen sich die Beweise dafür, dass Michaels Tod leider doch keine natürliche Ursache hat....
Hier hat der Autor selbst gelesen und man möchte ständig rufen: was für ein Glück! Selten habe ich so eine gelungene Autorenlesung erlebt. Denn Ralf Kramp ist ein toller Sprecher. Er beherrscht perfekt den brummigen Eifeler Dorf-Sheriff, aber auch die tüttelige Oma oder der total verkorkste Briefträger. Ganz besonders gut gelungen ist Kramp der Hilfsarbeiter Arkadi. Zwar ist die Lösung des Falles etwas merkwürdig, aber auf dem Weg zum Täter bin ich wirklich bestens unterhalten worden. Eigentlich 5, wegen eines nicht ganz logischen Endes aber nur 4 Sterne.