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Die Stimme des Waldes. Von Baumgeheimnissen und dem Leben mit der Natur
 
 
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Die Stimme des Waldes. Von Baumgeheimnissen und dem Leben mit der Natur [Gebundene Ausgabe]

Mauro Corona , Elisabeth Liebl
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 154 Seiten
  • Verlag: Riemann Verlag (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570500179
  • ISBN-13: 978-3570500170
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,2 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 825.579 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In Cyberspace-Zeiten neigen wir dazu, die Ursprünge des Lebens zu vergessen, die Stimme der Natur und des Waldes nicht mehr zu hören. Von Gärtnereien und Bauernhöfen sind wir meist weit entfernt. Lebensmittel kennen wir nur vom Supermarkt, Strom kommt aus der Steckdose, und leider ist es kein Witz, dass viele Kinder inzwischen meinen, Kühe seien lila.
Mauro Corona hat sein Leben in den Bergen des Friaul, im Wald von Erto zugebracht. Dort ist der fünfzigjährige Bildhauer und Künstler aufgewachsen, dort hat er als Holzfäller gearbeitet, dort hat er die Sprache der Bäume erlernt und ist so zu einem überragenden Kenner seines "Rohmaterials" geworden.
Seit seiner Jugend durchstreift Mauro Corona die Wälder seiner Heimat, um mit den Bäumen zu reden. Und sie erzählen ihm von ihrem Leben. Die fünfhundertjährige Weißtanne, die über Wohl und Wehe des Tales wacht, die vom Wind gepeitschte schiefe Lärche auf den alpinen Höhen und in den Ebenen der Olivenbaum, der ihn seinen uralten, geheimen Schmerz erahnen lässt. Sie alle sprechen zu ihm mit dem Wispern ihres Laubes, mit der Biegung ihrer Stämme und Zweige, mit der Farbe und dem Geruch ihres Holzes. Alle haben ihm etwas zu sagen. Er versteht ihre Sprache und verwandelt sie in Figuren, deren Bildhaftigkeit dem Menschen verständlicher ist.
So wie Mauro Corona in seiner bildhauerischen Tätigkeit die Gestalt des Holzes für uns vernehmlich macht, greift der Schriftsteller Corona zur Feder, um uns zu zeigen, was das enge Zusammenleben mit dem Wald ihn seit Jahrzehnten lehrt: Dass Menschen und Bäume nicht nur miteinander zu tun haben, sondern sich ähnlicher sind, als wir glauben. Nicht von ungefähr betrachtet die Tiefenpsychologie den Wald als Symbol für unser Unbewusstes. Von daher leuchtet ein, dass jeder Baum seinen eigenen Charakter hat, genau so wie jeder Mensch. Mauro Corona stellt uns hier die Gesellschaft des Waldes vor, wie er sie kennen gelernt hat: die edle Weißtanne, deren Bestreben einzig dem Schutz des Waldes und seiner Bewohner gilt; den hinterhältigen Holunder, der irgendwann im Laufe seines Lebens auf die schiefe Bahn geraten ist und sich von dieser nun nicht mehr abwenden kann; den starken und festen Goldregen, der sein Holz allem leiht, was widerstandsfähig sein muss; den hochmütigen Nussbaum, der seine besondere Position nur dem Zufall verdankt und diese jetzt ausnützt; die Birke, deren tänzerische Geschmeidigkeit sie zur begehrten Schönheit des Waldes macht; und schließlich die Hainbuche, das Alter Ego des Autors, weil nur aus ihrem marmorharten Holz eines der wichtigsten Werkzeuge für die Holzbearbeitung gemacht werden kann: der Hobel.
Vor dem Hintergrund dieser Baum-Persönlichkeiten führt uns Mauro Corona durch das ursprüngliche Leben der Menschen seines Heimatortes Erto. Mit zahlreichen Skizzen zeigt er uns, welchen Dingen des täglichen Gebrauchs die Bäume ihren Körper liehen und welches Holz wozu verwendet wurde. So erwecken Coronas Baumbetrachtungen auch ein Stück alter Handwerkskunst zum Leben, die zusammen mit ihren Meistern zu verschwinden droht. Corona spricht mit der Stimme dieser Meister, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist: ein Mann des Waldes, der die Sprache der Bäume versteht.

Über den Autor

Mauro Corona wurde 1950 in Erto geboren, zu Füßen des Campanile di Val Montanaia, eines gewaltigen, bei Bergsteigern berühmten Felsenturms. In seiner Jugend arbeitete er als Waldarbeiter. Gleichzeitig betätigte er sich zu seinem Vergnügen als Holzschnitzer, bis der Bildhauer Augusto Murer sein Talent erkannte und ihn in sein Atelier aufnahm. Corona vervollkommnete seine Kunst und wurde zu einem der berühmtesten Holzbildhauer Italiens. Als begnadeter Bergsteiger und begeisterter Kletterer erkundete er unzählige Routen in den Dolomiten des Oltre Piave und wirkte als "Pfadfinder" im ursprünglichen Sinn des Wortes. Bei seinen Bergtouren zeigte er dieselbe Vorliebe für Experimente, die seine gesamte künstlerische Tätigkeit prägt. Als Schauspieler ist Corona in dem Film "Der Mann aus Holz" zu sehen, der in der Reihe "Meisterwerke des Bergkinos" auch als Videokassette erhältlich ist.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Reise zu den essentiellen Werten des Lebens, 29. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme des Waldes. Von Baumgeheimnissen und dem Leben mit der Natur (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich bereits fünf Mal gelesen, am Ende angekommen, begann ich gerade wieder von vorne...

Der Autor, ein begnadeter Holzbildhauer und Maler, beschreibt auf ganz sanfte, eingängige Art die Charaktere von Bäumen und vergleicht sie mit denen der Menschen, dies auf eine unterhaltsame und sensible Weise. Der Leser erfühlt des Autors Weg zu Selbst-Erkenntnis und Reife. Er ist ein phantastischer Naturbeobachter, seine Beschreibungen sind sensibel und seine Zeichnungen einfach und klar.

Er nimmt den Leser mit auf eine Reise zu den essentiellen Werten des Lebens, vermittelt eine Art der Langsamkeit, ein sich-Zurück-Besinnen auf die Verbundheit mit der Natur, in Demut und Achtung.
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