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Stiller: Roman
 
 
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Stiller: Roman [Gebundene Ausgabe]

Max Frisch , Peter von Matt
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

«'Stiller' erscheint neuerdings und erstmals mit Nachwort versehen in der über nahezu allen ästhetischen Zweifel erhabenen Reihe der Manesse-Bücher... Immer noch springt einen die Urformel dieses Textes an, dieses 'Ich bin nicht Stiller!'» (Stuttgarter Zeitung )

Kurzbeschreibung

»Ich bin nicht Stiller!« Vom Wunsch, ein anderer zu sein. Frischs berühmter Roman - gelesen von Ulrich Matthes.

Kein anderer zeitgenössischer Roman stellt derart ehrlich die Frage nach der Identität des Menschen im 20. Jahrhundert. Bei seiner Einreise in die Schweiz wird Mister White festge-nommen, weil er für die Polizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identisch ist. Frühere Freunde und auch seine Frau bestätigen den Verdacht. Er aber widersetzt sich dieser Festlegung: »Ich bin nicht Stiller!« Diese Identität ist ihm fragwürdig geworden, und er will sich die Freiheit der Wahl, ein anderer zu sein, erhalten.

»Stiller« hat sich bis heute über 2 Millionen Mal verkauft und wurde in 25 Sprachen übersetzt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Max Frisch (1911-1991), geboren in Zürich, studierte zunächst Germanistik, anschließend Architektur und arbeitete 15 Jahre lang als Architekt, bevor er freier Schriftsteller wurde. Er lebte in Zürich, dann in Rom, im Tessin, in New York und zuletzt wieder in Zürich. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis (1958) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1976) ausgezeichnet.

Peter von Matt, geboren 1937 in Luzern, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Er hat große Studien und zahlreiche Aufsätze zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts verfaßt.

Auszug

»Sieh, darum ist es so schwer, sich selbst zu wählen, weil in dieser Wahl die absolute Isolation mit der tiefsten Kontinuität identisch ist, weil durch sie jede Möglichkeit, etwas anderes zu werden, vielmehr sich in etwas anderes umzudichten, unbedingt ausgeschlossen wird.«

»-: indem die Leidenschaft der Freiheit in ihm erwacht (und sie erwacht in der Wahl, wie sie sich in der Wahl selber voraussetzt), wählt er sich selbst und kämpft um diesen Besitz als um seine Seligkeit, und das ist seine Seligkeit.«

Kierkegaard »Entweder-Oder« Erstes Heft

Ich bin nicht StiIler! - Tag für Tag, seit meiner Einlieferung in dieses Gefängnis, das noch zu beschreiben sein wird, sage ich es, schwöre ich es und fordere Whisky, ansonst ich jede weitere Aussage verweigere. Denn ohne Whisky, ich habs ja erfahren, bin ich nicht ich selbst, sondern neige dazu, allen möglichen guten Einflüssen zu erliegen und eine Rolle zu spielen, die ihnen so passen möchte, aber nichts mit mir zu tun hat, und da es jetzt in meiner unsinnigen Lage (sie halten mich für einen verschollenen Bürger ihres Städtchens!) einzig und allein darum geht, mich nicht beschwatzen zu lassen und auf der Hut zu sein gegenüber allen ihren freundlichen Versuchen, mich in eine fremde Haut zu stecken, unbestechlich zu sein bis zur Grobheit, ich sage: da es jetzt einzig und allein darum geht, niemand anders zu sein als der Mensch, der ich in Wahrheit leider bin, so werde ich nicht auf hören, nach Whisky zu schreien ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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